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Italien-Proteste: Pastaproduzenten müssen Produktion einstellen

In Italien sind wegen Protesten wichtige Verkehrswege blockiert. Im Süden gibt es bereits Knappheit bei Lebensmitteln und Kraftstoff. In Süditalien kommt es zu Engpässen bei der Versorgung mit Nudeln. Hintergrund sind Proteste von Lkw-Fahrern. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, sei die Produktion der Fabrik von La Molisana in Campobasso nordöstlich von Neapel drastisch heruntergefahren worden. Neue Rohstoffe kämen nicht an, derzeit greife man auf die Lagerbestände zurück. Der Hersteller Rummo aus Kampanien hat die Produktion gänzlich eingestellt. "Wir stehen momentan still. Es kommen weder Lastwagen noch Tankwagen an, und unsere Vorräte sind aufgebraucht", erklärte Geschäftsführer Cosimo Rummo gegenüber der italienischen Zeitung "La Repubblica". Rummo rechnet damit, dass es bald auch zu Engpässen bei frischen Lebensmitteln kommen wird. Krawalle und Plünderungen: Meloni schickt 500 Soldaten los Bei der Firma Garofalo bei Neapel standen die Anlagen zunächst ebenfalls still, dann konnte die Produktion mit etwa 40 Prozent Kapazität wieder aufgenommen werden. Es fehlt den Nudelherstellern vor allem an Weizen und Hartweizengrieß. In Supermarktregalen sind die Auswirkungen bereits sichtbar. Dort herrscht bei einigen Marken Leere. Auch Tankstellen betroffen Die Lastwagenfahrer protestieren gegen hohe Dieselpreise und gestiegene Lebenshaltungskosten. Sie blockieren wichtige Verkehrswege, sodass kein Nachschub mehr durchkommen kann. Seit Dienstag hat sich die Lage laut italienischen Presseberichten verschärft. Betroffen sind aber nicht nur Nudelproduzenten und Supermärkte. Auch Tankstellen geht zunehmend der Treibstoff aus, weil keine Tanklaster mehr durchkommen. In den Regionen Apulien, Kalabrien und der Basilikata hatten einige Betreiber bereits kein Benzin und Diesel mehr, berichtet die Schweizer Zeitung "Blick". In der Provinz Isernia in der Region Molise gab es Benzin nur noch an einigen wenigen Tankstellen. Auf den Inseln Ischia und Procida wird erwogen, wegen Treibstoffmangels die Fährverbindungen zum Festland zeitweise auszusetzen.

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