World News

DFB-Pokal: Nächster Tiefschlag für Wagner-Team – Bayer siegt nach 0:2

Während Leverkusen nach 0:2-Rückstand mächtig aufdreht, verschlimmert sich die Krise bei Zweitligist Hannover immer weiter. Klassenkamerad Kiel schafft eine Überraschung. Bayer Leverkusen hat mit einem Kraftakt das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Gegen Zweitliga-Topklub 1. FC Nürnberg geriet der Doublesieger aus dem Jahre 2024 in Halbzeit eins mit 0:2 in Rückstand, drehte die Partie nach deutlicher Leistungssteigerung aber noch in einen deutlichen 5:2-Erfolg. In einem weiteren Duell zwischen einem Erst- und einem Zweitligist schaffte Holstein Kiel die Überraschung und bezwang die TSG Hoffenheim mit 4:3 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Unterdessen muss sich Hannover 96 nach einer 0:2-Heimniederlage gegen Ligarivale 1. FC Kaiserslautern aus dem Wettbewerb verabschieden. Damit kassiert der krisengeschüttelte Zweitligist, bei dem neben Sportchef Jonas Boldt auch der erst vor Kurzem verpflichtete Trainer Sandro Wagner immer heftiger in die Kritik gerät, den nächsten Tiefschlag. Bayern-Trainer zuletzt im Krankenhaus: Eberl teilt gute Kompany-Nachricht Belohnung für den Ballon d'Or: Harry Kane erhält goldenes Schnitzel Erst am Wochenende verlor der Ex-Bundesligist das prestigeträchtige Niedersachsenderby bei Eintracht Braunschweig mit 0:2 und rutschte auf den drittletzten Tabellenplatz ab. Nach vier Spielen an der Seitenlinie der 96er wartet Wagner weiter auf den ersten Sieg. Hannover – Kaiserslautern Vor 35.800 Zuschauern vergab Hannover eine Reihe von Großchancen, während der Gegner aus wenig sehr viel machte: Milos Lukovic (14. Minute) und Ivan Prtajin (86.) nutzten zwei von nur drei FCK-Chancen. Zumindest was die Leistung angeht, spielte Hannover gegen Kaiserslautern zeitweise wie verwandelt. Schon in der zweiten Minute vergab Marcel Hartel eine erste gute Möglichkeit. Nach dem überraschenden 0:1 durfte sich 96 wechselweise über Pech, Unvermögen und einen überragenden FCK-Torwart Krahl ärgern. Der 26-Jährige parierte die Chancen von Maurice Neubauer (17.), Hartel (25.) und Benjamin Källman (30./44.). DFB-Pokal: Schalke scheidet aus, spätes Drama bei Stuttgart und Freiburg Franz Roggow (45.) traf nur den Pfosten. Zweimal kam den Gastgebern auch die Spielleitung dazwischen. Einen zunächst gepfiffenen Foulelfmeter (22.) korrigierte der Videoschiedsrichter zum direkten Freistoß. Ein Tor von Husseyn Chakroun wurde wegen Abseits nicht gegeben (28.). Nach der Pause war Hannover weiter dominant, wenn auch nicht mehr so zwingend. Ein Kopfball von Virgil Ghita (52.) und ein Schuss von Merlin Sinanovic (71.) waren die besten Möglichkeiten. Die Gäste blieben blass. Die 96-Fans standen trotz des schwachen Saisonverlaufs weiter hinter dem Team. Der Druck in Hannover wird jedoch immer größer. Leverkusen – Nürnberg Rafael Lubach (13. Minute) und Sigurd Haugen (30.) hatten die zunächst forschen Gäste vor 29.681 Fans in Führung gebracht. Edmond Tapsoba (41. und 49.) leitete mit je einem Treffer kurz vor und nach der Pause die Wende ein, ehe Patrik Schick mit einem verwandelten Elfmeter (70.), Jonas Hofmann (78.) und Lucas Vázquez (89.) den am Ende zu hoch ausgefallenen Sieg für die Werkself perfekt machten. Zunächst hatte Leverkusens Nathan Tella früh die Führung auf dem Kopf, verfehlte das Tor aus zentraler Position jedoch knapp (11.). Die Gäste machten es besser: Nach einer Kombination über mehrere Stationen kam Lubach im Rückraum an den Ball. Der Vertreter des verletzten FCN-Torjägers Mohamed Ali Zoma vollendete mit einem platzierten Linksschuss ins rechte untere Eck. Auch danach war kein Klassenunterschied zu erkennen. Stattdessen konterten zwei Nürnberger Startelfdebütanten die Gastgeber eiskalt aus. William Böving dribbelte sich stark bis an den gegnerischen Sechzehner durch und legte den Ball flach an den langen Pfosten, wo Haugen nur noch einschieben musste. Vor den rund 3.000 mitgereisten Club-Fans im ausverkauften Gästeblock bejubelte er so seinen ersten Treffer im FCN-Trikot. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit wurde Leverkusen druckvoller. Kapitän Tapsoba traf nach einer Ecke mit der Schulter zum 1:2. Der VAR überprüfte die Szene auf Handspiel, erkannte den Treffer jedoch an. Drei Wechsel zur Pause verliehen Bayer weiteren Schwung. Neben Torjäger Schick kam auch Ibrahim Maza, der beim Ballon d'Or am Montag Platz neun in der Kategorie der weltbesten U21-Spieler belegt hatte. Beinahe eine Kopie des Anschlusstreffers führte dann zum Ausgleich: Aleix García fand mit einer Ecke Tapsobas Kopf, doch FCN-Keeper Reichert parierte zunächst. Den Abpraller verwertete der Kapitän dann aber zum 2:2. Nach dem Ausgleich erhöhte Leverkusen den Druck und brachte Nürnberg immer wieder in höchste Not. Alexsio Kalogeropoulos verhinderte zunächst die Führung, ehe Reichert stark gegen Schick parierte (63.). Einen García-Freistoß lenkte die FCN-Mauer über das Tor (66.). Doch dann brachte Kalogeropoulos Schick im Strafraum zu Fall. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Tscheche trotz eines Ausrutschers. Hofmann machte mit dem 4:2 dann alles klar, ehe Vázques sogar noch den fünften Treffer nachlegte. Kiel – Hoffenheim Lio Rothenbach hat Zweitligist Holstein Kiel gegen die TSG Hoffenheim ins Achtelfinale geführt und für eine Überraschung gegen den Bundesligisten gesorgt. Der Keeper hielt im Elfmeterschießen den entscheidenden Ball gegen Mats Rots und wurde zum Holstein-Helden. Nach 90 Minuten hatte es 1:1 (1:1) gestanden. In der Verlängerung fielen keine Treffer mehr, so dass das Elfmeterschießen mit 4:3 die Entscheidung brachte. In der spannenden, aber niveauarmen Partie waren die Hoffenheimer durch Adam Hlozek (11. Minute) in Führung gegangen. Adrian Kapralik (23.) sorgte für den Ausgleich der Kieler. Die Norddeutschen brachten das Remis über die reguläre Spielzeit und die Verlängerung - und wurden am Ende verdiente Sieger. Schon in der Vorsaison waren die Kieler nach Siegen gegen die Bundesligisten VfL Wolfsburg und Hamburger SV ins Viertelfinale eingezogen und befinden sich auch diese Saison wieder auf Erfolgskurs. Auf der Baustelle Holstein-Stadion übernahm der Favorit aus dem Kraichgau vor 10.001 Zuschauern zunächst das Kommando. Die Kieler ließen den Bundesliga-Zehnten kommen. Zwar hatten die Gastgeber durch Adrian Kapralik (5.) die erste Chance. Doch der Druck der Hoffenheimer war so groß, dass Hlozek mit einem satten Volleyschuss vom Elfmeterpunkt die Führung erzielte. Die Gäste blieben dran. Als Tim Lemperle (22.) traf, sah es nach einem souveränen Erfolg aus. Doch das Tor wurde zu Recht wegen Abseits nicht anerkannt. Kurios: Gleich im Gegenzug kamen die Kieler zum Ausgleich durch Kapralik, der einen überragenden Pass von Hiroki Sekine verwertete. Nach der Pause dominierten die Hoffenheimer, die zuletzt in drei Pflichtspielen siegreich gewesen waren. In Fisnik Asslani und Adam Daghim brachte TSG-Trainer Ilzer zwei Stürmer. Viel Produktives sprang aus der Überlegenheit der Gäste nicht raus. Bei der besten Möglichkeit half Kiels Torwart Rothenbach mit, als Asslani seinen Pass aus dem Strafraum erlief. Den Schuss des TSG-Stürmers entschärfte Rothenbach. Die Partie wurde mit zunehmender Spielzeit intensiver und hektischer. Von Spielfluss war weder bei Holstein noch bei Hoffenheim nicht mehr viel zu sehen. Es ging erst in die Verlängerung, dann ins Elfmeterschießen. Dort hatten die Kieler das bessere Ende für sich.

Читайте на сайте