2. Bundesliga: Hannover 96 entlässt Geschäftsführer Boldt
Mit großen Hoffnungen kam Jonas Boldt im Juni nach Hannover. Fünf Monate später endet das Kapitel. Hannover 96 hat sich mit sofortiger Wirkung von Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt getrennt. Das gab der Tabellen-16. am Samstag in einer knappen Mitteilung bekannt. Der Aufsichtsrat habe sich "einstimmig auf die Abberufung" verständigt, hieß es darin. Boldt hatte Ende Mai Jörg Schmadtke beerbt und für drei Jahre unterschrieben. Durch die schnelle Trennung ist Henning Bindzus nun alleiniger Geschäftsführer. Bereits vor der 0:2-Niederlage im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern kamen Medienberichte über ein frühes Aus auf. Boldt selbst hatte darauf reagiert. Auf die Frage in der ARD , ob er in Hannover weiterarbeiten werde, antwortete er: "Ich wüsste nicht, warum nicht." Was war denn da los? Leroy Sané beleidigt Kameramann Der erfahrene Fußball-Manager war erst im Juni zu dem Aufstiegskandidaten der 2. Bundesliga gewechselt. Nach einem Fehlstart in die Saison hatte Hannover Trainer Christian Titz entlassen und Sandro Wagner als Nachfolger engagiert. Unter dem früheren Nationalspieler ist das Team in vier Spielen noch ohne Sieg. Boldt wurde zuletzt nicht nur wegen der Trainerentscheidung und sportlichen Fehlentwicklung von der Fanszene hart kritisiert. Hannover ist vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Dynamo Dresden (ab 13.30 Uhr im Liveticker bei t-online) unter Druck. "Wir haben die Arena gebaut, die Akademie – wenn wir in die 3. Liga absteigen, wäre das ganze Modell nicht finanzierbar", sagte Klub-Patron Martin Kind am Freitag dem NDR : "Das wäre abenteuerlich und das kann ich nicht akzeptieren."