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Boris Palmer weist Vorwürfe sexueller Belästigung zurück

Boris Palmer gehört zu den bekanntesten Bürgermeistern Deutschlands. Jetzt stehen Vorwürfe im Raum, gegen die sich der Schwabe öffentlich wehrt. Boris Palmer (parteilos) hat Vorwürfe der sexuellen Belästigung zurückgewiesen. "Die Vorwürfe sind haltlos. Ich werde mich hiergegen zur Wehr setzen und lasse rechtliche Schritte prüfen", erklärte der Tübinger Oberbürgermeister am Dienstag in einer Stellungnahme. Diese liegt mehreren Medien vor, zuerst berichtete die "Bild". Er sehe sich gezwungen, sich öffentlich zu äußern, weil ein Vorwurf gegen ihn einige Medien erreicht habe, so der 54-Jährige. Palmer hat bereits Konsequenzen gezogen: Er lässt sein Ehrenamt für Staatsmodernisierung und Verwaltungsvereinfachung ruhen, bis die Vorwürfe aufgeklärt sind. Das habe er Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) mitgeteilt. Aus dem Staatsministerium hieß es, Özdemir habe Palmer gebeten, das Amt ruhen zu lassen. Palmer berät die Landesregierung seit der Landtagswahl unbezahlt beim Bürokratieabbau. Frühere Stadträtin macht Vorwürfe auf Instagram öffentlich Die Vorwürfe stammen von einer ehemaligen Tübinger Stadträtin. Sie hat sie am Montag auf ihrem Instagram-Kanal veröffentlicht. In einem 17-seitigen Dokument wirft sie dem Oberbürgermeister sexuelle Belästigung vor und beschreibt schwere psychische Folgen für sich. Bereits am Montag hatte Palmer der "Südwest Presse" über seinen Anwalt Christian Schertz mitteilen lassen, die Vorwürfe seien "offensichtlich haltlos". Eine Anfrage von t-online zu den Vorwürfen beantwortete Palmer sehr knapp: "Ich verweise auf die bekannte Stellungnahme." Darin bat Palmer die Medien, seine Privatsphäre und insbesondere die seiner Familie zu respektieren. Weitere Erklärungen werde er nicht abgeben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Palmer wollte am Donnerstag eigentlich als Stand-up-Comedian in Tübingen auf der Bühne stehen: Wegen der Vorwürfe sexualisierter Belästigung hat der Veranstalter den Auftritt abgesagt. "Angesichts der aktuellen Ereignisse können wir die Veranstaltung nicht stattfinden lassen", sagte eine Sprecherin des Sudhauses Tübingen. Palmer saß für das Bündnis 90/Die Grünen von 2001 bis 2007 im Landtag von Baden-Württemberg, bis er zum Oberbürgermeister von Tübingen gewählt wurde. Er galt einst als möglicher Nachfolger des damaligen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne), trat aber 2023 nach mehreren Skandalen bei den Grünen aus.

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