Aktienmärkte: KI-Sorgen lösen Kursrutsch aus – Nasdaq, Nvidia und weitere
Ein massiver Ausverkauf von Technologieaktien erschüttert die Finanzmärkte. In Asien brechen die Kurse ein, in Südkorea wird der Handel zeitweise ausgesetzt. Auch die Börsen in Europa geraten unter Druck. An den internationalen Aktienmärkten geht es steil bergab. Nach massiven Kursverlusten an der Wall Street sind am Freitag auch die Börsen in Asien eingebrochen. Besonders heftig traf es Südkorea : Der Leitindex Kospi sackte zeitweise um fast neun Prozent ab. Die Börse in Seoul setzte den Handel daraufhin für 20 Minuten aus. Bis zum Handelsschluss verringerte sich das Minus auf rund sechs Prozent. Auch in Japan kam es zu einem Ausverkauf. Der Nikkei-Index verlor rund sechs Prozent und verzeichnete damit seinen stärksten Tagesverlust seit April 2025. Die Kursverluste erfassten auch die Börsen in China und Hongkong . 230 Mitarbeiter betroffen: Deutschlands größter Wursthersteller schließt ein Werk "Man fasst sich an den Kopf": Angriffe auf Kühlanlagen: Experte äußert Vermutung Der Abwärtssog erreichte am Freitagmorgen schließlich Europa. Der Dax rutschte zum Handelsstart deutlich ab und fiel zeitweise unter die Marke von 26.000 Punkten. Erst am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex zwischenzeitlich ein Rekordhoch von knapp 26.700 Punkten erreicht. Angst vor strengeren KI-Regeln Auslöser der Turbulenzen sind Sorgen um die Zukunft des Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI). Nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen befürchten Anleger strengere Vorschriften und Verzögerungen beim Bau neuer Rechenzentren. Diese sind für den Ausbau von KI-Anwendungen entscheidend. Bereits am Donnerstag waren die US-Börsen massiv eingebrochen. Der technologielastige Nasdaq Composite verlor 5,5 Prozent, der breit gefasste S&P 500 rund 4,4 Prozent. Die Aktie des Chipkonzerns Nvidia stürzte um mehr als neun Prozent ab. Besonders anfällig sind die asiatischen Märkte, an denen große Halbleiterhersteller stark vertreten sind. In Südkorea verloren die Aktien von Samsung Electronics rund sechs und die des Speicherchipproduzenten SK Hynix mehr als zehn Prozent. Neben der Sorge vor neuen Vorschriften wachsen unter Anlegern auch die Zweifel, ob sich die milliardenschweren Investitionen in KI langfristig auszahlen werden. Die Kursverluste zeigen, wie stark die Entwicklung an den internationalen Börsen inzwischen vom KI-Boom abhängt.