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SAP Cup in Rauenberg: Der Budenzauber war eine runde Sache

Rauenberg. (rö) Sylvia Arnold musste zu ihrem Glück ein wenig gezwungen werden: Nach einer Knieverletzung hatte die U 20-Weltmeisterin von 2010 fünf Jahre lang nicht mehr in der Halle gespielt, für das Turnier in Rauenberg ließ sie sich dann doch mal wieder überreden. Der Lohn: gleich drei Titel. Mit dem SC Sand  gewann sie den SAP-Cup durch ein 3:2 im Finale gegen den 1. FC Köln, wurde mit insgesamt sieben Treffern zur besten Torschützin und auch noch zur besten Spielerin des Tages gekürt. "Das war ein tolles Erlebnis", freute sie sich mit dem Pokal im Arm nach der stimmungsvollen Siegerehrung mit "We are the Champions" vom Band und Tischfeuerwerk, "das hat super Spaß gemacht". Ein Kompliment gab’s für die Zuschauer beim Budenzauber in der gut gefüllten Mannaberghalle: "Die Atmosphäre hier hat meine Erwartungen noch übertroffen."

Hochzufrieden mit der bei der elften Auflage "wieder rundum gelungenen Veranstaltung" zeigte sich Organisator Otmar Schork. Der Manager des SV Sandhausen hatte "attraktive Spiele" und "schöne Überraschungen" gesehen. Zum Beispiel durch die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim, die erst am Freitag den Sodexo-Cup mit Teams aus der Region gewann und sich dann beim sonntäglichen SAP-Cup, bei dem immerhin fünf Bundesligisten starteten, bis ins Halbfinale spielte. Dort war zwar gegen den späteren Turniersieger aus Sand Endstation (1:5) und auch das Spiel um Platz drei ging gegen Bayer Leverkusen verloren (1:2) - trotzdem eine starke Leistung. "Das wird auch von den Zuschauern honoriert", freute sich Schork. Dass die drei Turniere - samstags ging der Entega-Cup mit U 17-Teams über die Bühne - in Schorks Wohnort Rauenberg stattfinden, liegt an seinem "freundschaftlichen Verhältnis" zum örtlichen VfB, der sich mit viel Herzblut in die Ausrichtung einbringe. Die Mannaberghalle habe zudem "Flair und Atmosphäre", so Schork.

"Das ist inzwischen das renommierteste Turnier im Frauenfußball", stellte Bürgermeister Peter Seithel fest, damit werde der Name Rauenbergs "nach außen" getragen. Dem Hallenfußball bescheinigte er "eine ganz eigene Dynamik", das "gelungene Event" sei vom VfB "reibungslos abgewickelt" worden. "Es bleibt uns auch etwas im Nachgang", so der Bürgermeister: In dieser Woche darf der Schulsport den Kunstrasen mit Vollbande nutzen, am Wochenende kann der VfB hier mehrere Turniere austragen.

Los geht es am Freitag, 18 Uhr, mit dem "Thore-Dehn-Gedächtnis-Soccer-Cup" für Ortsvereine und Firmen, weiter dann am Samstag (ab 9 Uhr) und Sonntag (ab 10 Uhr), wenn rund 50 E-, D- und C-Jugendmannschaften beim "Volker-Beushausen-Gedächtnisturnier" antreten. "Wir sind froh, dass wir so viele helfende Hände haben", sagte der VfB-Vorsitzende Mario Link angesichts der bewältigten und noch anstehenden Aufgaben. Er zog ebenfalls ein zufriedenes Fazit: "Die Atmosphäre war wie immer hervorragend, das Feedback der Spielerinnen sehr positiv. Das ist eine runde Sache und macht allen Spaß."

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