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Podiumsdiskussion in Damme

Nach einer musikalischen Einleitung durch einen Schülerinnen-Chor, die zum Anlass passend ein Lied zur Erinnerung an den Holocaust auf Grundlage einer Melodie von One Direction verfasst hat, startete die eigentliche Veranstaltung.

Unter moderativer Leitung von Sebastian Ramnitz von ConTra e.V. (Bildungsreferent zum Thema Rechtsextremismus und Demokratieförderung) sprachen die drei Lila-Weißen und Araththy Logeswaran von der Universität Osnabrück (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Institut für Islamische Theologie) über ihre persönlichen und professionellen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierungen der unterschiedlichen Arten.



Die rund 200 anwesenden Schüler waren dabei mit eigenen Fragen gut vorbereitet und zeigten sich sehr interessiert am Thema Diskriminierung und Rassismus und Ausgrenzung im Fußball. Hat Alexander Dercho schon einmal erlebt, dass ein Mitspieler z.B. aufgrund seiner Hautfarbe diskriminiert wurde (Antwort: Ja, leider. Allerdings auch erst einmal und vor über 10 Jahren – der Vorfall habe ihn aber nachhaltig geprägt, so Dercho), wie geht der Verein aktiv gegen Diskriminierungen gegen Menschen anderer Hautfarbe, Religionen, Ethnien oder sexueller Neigungen um, wie steht die Osnabrücker Fanszene zu den Themen?

Die Haltung der Lila-Weißen von war dabei eindeutig: Rassismus und Ausgrenzung haben an der Bremer Brücke und an allen anderen Standorten in Fußball-Deutschland nichts verloren und müssen bei jeder sich bietenden Gelegenheit offengelegt und bekämpft werden, da sie den fundamentalen Werten des Fußballs konträr gegenüber stehen.

Glücklich zeigten sich Fenkes und Kemna darüber, dass für Rassismus und Diskriminierungen in der bunten Osnabrücker-Fanschaft kein Platz ist und diese aktiv bekämpft werden.

Freddy Fenkes verwies hier auch noch einmal auf den „Lernort Bremer Brücke“. Auf Grundlage des Konzepts vom „Lernort Stadion e.V.“ wurden für den Standort Osnabrück durch das Fanprojekt Osnabrück vier Arbeitsmodule entwickelt, die im Rahmen der außergewöhnlichen Atmosphäre an der Bremer Brücke vorrangig junge Menschen für gesellschaftspolitische Themen und Probleme sensibilisieren sollen und auch die Geschichte des VfL im Nationalsozialismus betrachtet und einordnet.

Trotzdem machten Fenkes und Kemna deutlich: Gegen gesellschaftliche Entwicklungen ist auch der VfL Osnabrück nicht gefeit, das Stadion an der Bremer Brücke keine Insel im luftleeren Raum – so muss ständig von Neuem eine klare Haltung kontra Rassismus und Diskriminierung eingenommen und auch gelebt werden.

Der VfL bleibt bunt!

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