Axel Springer hat offenbar Interesse an Ebay Kleinanzeigen: Medienbericht zu möglichem Milliardendeal
Seit März spiele Axel Springer demnach mit dem Gedanken, das Kleinanzeigen-Geschäfts von Ebay zu erwerben. Mit Inserate-Plattformen wie der Stellenbörse Stepstone verdient der Verlag inzwischen das meiste Geld. „Es ist klar, dass uns das interessiert“, zitiert die Wirtschaftszeitung einen Verantwortlichen bei Springer. Das Medienhaus selbst gab keinen Kommentar zu den Spekulationen ab.
Zehn Milliarden Dollar als Kaufpreis?
Laut Capital wird in der Branche über einen Kaufpreis von etwa zehn Milliarden Dollar spekuliert. Die Summe könnte das Medienhaus wohl nicht alleine aufbringen, sollte es zu einem Kauf kommen. Denkbar ist, dass sich der Konzern in diesem Fall mit einem Finanzinvestor zusammenschließt.
Durch den Erwerb der Ebay Classifieds Group (ECG), zu der das Online-Autoportal mobile.de und Ebay Kleinanzeigen gehören, könnte Springer sein Online-Geschäft deutlich ausbauen. Die ECG machte 2018 einen Umsatz von rund einer Milliarde Dollar.
Dass die Tochterfirma überhaupt zum Verkauf steht, liegt dem Bericht zufolge an zwei aktivistischen Hedge-Fonds, die Druck auf Ebay ausüben und auf eine Bereinigung des Portfolios drängen. Sie sprachen sich dabei unter anderem für eine Abspaltung der ECG aus.
(rt)