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Bürgermeisterwahl Wiesenbach: Grabenbauer hofft auf "50 Prozent plus X"

Wiesenbach. (cm) "50 Prozent plus X wären schön", sagt Eric Grabenbauer und meint damit die Wahlbeteiligung. An diesem Sonntag, 24. März, stellt sich der seit 16 Jahren amtierende Bürgermeister von Wiesenbach zur Wiederwahl. Als alleiniger Kandidat sei es nicht einfach, die Wähler zu mobilisieren, weiß der parteilose 52-Jährige. Grabenbauer hat damit Erfahrung: Auch schon bei seiner ersten Wiederwahl vor acht Jahren war er ohne Gegenkandidat geblieben. "Ich bin natürlich vom damaligen Ergebnis verwöhnt", räumt er ein. Seinerzeit erhielt er 96,03 Prozent der Stimmen - bei einer Wahlbeteiligung von 77 Prozent. Damals war aber auch gleichzeitig Landtagswahl.

Solch ein Wert ist dieses Mal unrealistisch, obwohl die Wiesenbacher als sehr wahlfreudig gelten. Bei Bundes- und Landtagswahlen gehört die 3100-Seelen-Gemeinde zwischen Heidelberg und Sinsheim immer zu den Gemeinden mit der höchsten Wahlbeteiligung im Rhein-Neckar-Kreis. Bei der Bundestagswahl im Jahr 2017 waren es sage und schreibe 84,6 Prozent.

Nun sind bisher lediglich 8,7 Prozent sicher. Dies ist der Anteil der Wahlberechtigten, die bis Mitte dieser Woche Briefwahl beantragt haben. 219 der insgesamt 2519 über 16-jährigen Wiesenbacher, die zur Wahl aufgerufen sind, wollen schon vorab ihr Kreuzchen setzen. Das sind vergleichsweise wenige. Bei der Bundestagswahl gab es 597 Briefwähler. Nimmt man dies als Maßstab, wäre am Sonntag mit einer Wahlbeteiligung von lediglich um die 30 Prozent zu rechnen.

Anja Pötzsch hofft deshalb auf gutes Wetter am Sonntag. "Dann ist die Wahlbeteiligung höher", weiß die Organisatorin der Wahl aus der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde ist am Sonntag in zwei Wahlbezirke geteilt. Die 1466 Wiesenbacher im Süden des Dorfes wählen im Bürgersaal des Bürgerhauses. Der zweite Wahlbezirk umfasst den Norden mit 1353 Wahlberechtigten, die in der Panoramaschule ihre Stimme abgeben können. Beide Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Nach der Schließung der Wahllokale beginnt die Auszählung. Ab 18.30 Uhr tagt der Gemeindewahlausschuss, um das vorläufige Ergebnis festzustellen. Dieses wird vom Vorsitzenden des Gremiums, Markus Bühler, im Anschluss im Bürgersaal des Bürgerhauses bekanntgegeben. Danach geht es in die Biddersbachhalle, wo Bürgermeister Grabenbauer seine - durchaus wahrscheinliche - Wiederwahl mit den Bürgern, Vereinsvertretern und Amtskollegen feiern will. "Es gibt auch etwas zu essen und etwas zu trinken", verspricht Grabenbauer. Was genau? Das verrät er noch nicht.

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