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Deutscher Bundesbank-Chef hat eine deutliche Warnung an alle, die Facebooks neue Währung nutzen wollen

Was denken Währungshüter alter Schule über Facebooks neue Kryptowährung Libra? Eine Frage wie gemacht für Deutschlands obersten Währungshüter Jens Weidmann. Und was sagt Herr Weidmann? Er warnt. Sogenannte Stablecoins, wie Libra einer ist, könnten für Verbraucher ein Risiko darstellen.

Klar. Parallelwährungen dürften einem Mann, der für den Euro zuständig ist, von Haus aus ein Dorn im Auge sein. Könnte ja zur unliebsamen Konkurrenz werden. Weidmann zieht insbesondere in Zweifel, dass der Wert von Stablecoins garantiert werden kann. Sollten Stablecoins in großem Stil Verwendung finden, könnten sie die Einlagenbildung und das Geschäftsmodell der traditionellen Banken untergraben, warnt der Bundesbankchef. Das wiederum könnte ihr Zahlungsverkehrsgeschäft und Prozesse an den Finanzmärkten stören. Erklärtes Ziel von Facebook ist es, eine möglichst breite Verwendung von Libra auf globaler Ebene zu erreichen.

Lest auch: „Libra wird alles verändern“: Facebook läutet mit eigener Währung eine neue Ära der Weltwirtschaft ein

Stablecoins erhalten ihren Namen dadurch, dass ihr Wert im Gegensatz zu vielen anderen Kryptowährungen wie Bitcoin an eine oder mehrere herkömmliche Währungen wie US-Dollar oder Euro gebunden ist. Damit sollen starke Kursschwankungen verhindert werden, wie sie in den vergangenen Jahren bei vielen Digitalwährungen aufgetreten sind. Diese Wertschwankungen haben ihre Verwendung als Zahlungsmittel erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht.

dpa/ab

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