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Eppelheim: "Circus Baruk" fühlt sich im Zoff um Grundstück schikaniert

Eppelheim. (aham) Bei der Eppelheimer Polizei sind zwei Anzeigen eingegangen. "Damit ist das Problem von Frau Ehrbar aber noch nicht gelöst", sagt Polizeisprecher Dieter Klumpp auf RNZ-Nachfrage. Damit meint er die Eppelheimerin Ute Ehrbar, die in einer Erbengemeinschaft über ein Grundstück im Westen ihrer Heimatstadt verfügt. Und unter anderem auf diesem gastiert derzeit der "Circus Baruk". Gegen den Willen Ehrbars.

Nach Angaben des Polizeisprechers stammen die zwei Anzeigen von Ehrbar und von einem weiteren Mitglied der Erbengemeinschaft. Zwar seien seine Kollegen vor Ort gewesen und man habe auch versucht, eine einstweilige Verfügung zu erlangen, so Klumpp. Doch das Problem sei, dass erst die zwei weiteren Mitglieder der Eigentümergemeinschaft ausfindig gemacht werden müssten. Ohne diese sei eine einstweilige Verfügung nicht möglich.

Der Zirkus steht auf einer großen Wiese. Was aber nach einem Grundstück aussieht, sind in Wirklichkeit mehrere Grundstücke. Ein Eigentümer und ein Landwirt haben mit dem Zirkus Verträge abgeschlossen. "Und damit bin ich voll einverstanden", erklärt einer der Eigentümer, der seinen Teil der Wiese von besagtem Landwirt mähen lässt.

Auf diesen Vertrag mit dem Landwirt hatte sich auch Manuela Baruk vom "Circus Baruk" berufen. "Das hat schon seine Richtigkeit", betont sie gegenüber der RNZ. "Wir können ja nicht einfach ein Gelände besetzen." Was Ehrbars Grundstück angeht, so habe sie der Eppelheimerin eine Nachricht hinterlassen. Als sie nichts von ihr hörte, dachte sie, es sei okay, wenn der Zirkus dort Wohnwagen abstelle.

Baruk sieht eine Hetzkampagne: "Wir sind so ein schöner Zirkus, wir pflegen eine alte Tradition - und jetzt werden wir in so schlechtes Licht gestellt." Es werde immer schwieriger Grundstücke zu finden, berichtet sie. Besonders städtisches Gelände.

Apropos Stadt: Was das Rohr angeht, das der Zirkus von der Stadt zur Wasserversorgung ausgeliehen hat, so meint die Zirkusfrau: "Dafür haben wir 1500 Euro als Kaution gegeben; hätten wir das Geld nicht gehabt, so hätten wir kein Wasser von der Stadt bekommen." In anderen Städten sei ein weitaus geringerer Betrag üblich. Auch darin sieht Baruk "Schikane".

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