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Biofiktion | Magda Goebbels als Romanfigur: Über „Reichskanzlerplatz“ von Nora Bossong

Diva, Vorzeigemutter des Reiches und Nazi. Der neue Roman der Schriftstellerin Nora Bossong porträtiert das Leben von Magda Goebbels – aus Sicht des fiktiven Protagonisten Hans Kesselbach. Ob das gelingt, weiß Ulrike Baureithel

Man entkommt nicht der Geschichte, die man selbst schreibt, heißt es an einer Stelle – und diese Einsicht dürfte auch die Autorin mit ihrem neuen Roman Reichskanzlerplatz einholen. Nora Bossong erzählt einerseits die Geschichte Hans Kesselbachs, der als Zwölfjähriger in der Villa des Fabrikanten Quandt die nur um wenige Jahre ältere Stiefmutter seines Schulfreundes Hellmut kennenlernt, mit der er später als Jurastudent ein Verhältnis beginnen wird. Die zweite, zentrale Geschichte jedoch dreht sich um jene Frau, Magda, die spätere First Lady des „Dritten Reichs“, die nach der Trennung von Quandt an besagtem titelgebenden Reichskanzlerplatz wohnen wird, der bis sage und schreibe 1947 noch nach Adolf Hitler benannt ist.

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