Auftritt bei den Golden Globes: Warum alle verrückt nach den "Heated Rivalry"-Stars sind
Die Serie "Heated Rivalry" über zwei schwule Eishockeyspieler war bei den Golden Globes nicht nominiert – und trotzdem sprechen alle über den Kurzauftritt der Stars der Show. Aus gutem Grund.
Vor vier Wochen kannte noch niemand ihre Namen, jetzt gelten sie als die gefragtesten Newcomer in Hollywood: Die Schauspieler Connor Storrie und Hudson Williams sind die Stars der Stunde, haben mit der Romanverfilmung "Heated Rivalry" um zwei schwule Eishockeyspieler einen Hype losgetreten. Der Überraschungshit aus Kanada war bei den Golden Globes zwar nicht nominiert – dafür hätte die Serie von den USA co-produziert werden müssen – die beiden Stars der Show waren trotzdem eingeladen. Storrie und Williams präsentierten den Preis für die beste weibliche Nebenrolle, und allein die Ankündigung ihres Kommens hatte vorab für Schlagzeilen und hippelige Vorfreude auf Social Media gesorgt. Warum sind alle so verrückt nach den beiden?
Zum einen, weil die beiden gut aussehend, trainiert und tatsächlich gute Schauspieler sind. Wohl aber auch, weil Storrie und Hudson erfrischend unbedarft und ehrlich enthusiastisch mit ihrer rasanten Berühmtheit umgehen. Wenn Storrie beim Interview auf dem roten Teppich etwa interessiert nachfragt, mit was für einer Kamera die Reporterin denn da gerade dreht. Oder die beiden sich vom Blitzlicht geblendet die Hände vor die Augen halten und nah aneinander rücken, um überhaupt etwas sehen zu können – dann steht das im starken Kontrast zu den alten Hollywood-Hasen, die eingeübte PR-Phrasen vor sich hertragen. Für die sind Preisverleihungen business as usual, für die Jungs von "Heated Rivalry" ist es der lang ersehnte Durchbruch.
"Heated Rivalry" gibt es bald auch in Deutschland zu sehen
Williams, 24, stammt aus Kanada, spielte bisher nur in einigen Kurzfilmen mit und hatte vor den Dreharbeiten zu "Heated Rivalry" noch als Kellner in einem kanadischen Franchise-Italiener gejobbt. Ganz ähnlich sieht es bei Storrie aus: Der Texaner, 25, hatte zwar schon eine kleine Nebenrolle in der Hollywood-Produktion "Joker: Folie à Deux" vorzuweisen, war ansonsten jedoch auf Kellner-Jobs angewiesen, um sich über Wasser zu halten. Jetzt steigen ihre Followerzahlen im Stundentakt, die Fans haben so das Gefühl, den beiden beim wachsenden Erfolg regelrecht zusehen zu können und sich mitzufreuen. "Bitte lasst euch niemals beibringen, wie man sich gegenüber der Presse verhält!", so oder so ähnlich heißt es etwa immer wieder in Kommentaren zu Clips von ihnen.
Die Begeisterung färbt selbst auf Hollywood ab: Im Vorfeld der Verleihung der Globes reiht sich bekanntlich Party an Party. Storrie und Williams? Immer mitten drin und gefragt für Selfies und Gespräche. Backstage bei den Globes blödelten die beiden mit Champagnerflaschen für die Fotografen herum, auf der Bühne machten sie Witze über die vielen Nacktszenen in ihrer Serie. Und das ist vielleicht ein weiterer Grund für ihre Beliebtheit: Die beiden sprechen stolz und ohne Scham über ihre mit expliziten Szenen gespickte Eishockey-Serie, distanzieren sich keineswegs davon, wie es vielleicht andere täten.
"Heated Rivalry" dreht sich um zwei Eishockey-Profis, die ihre Liebe jahrelang verstecken müssen, aus Angst, von der homophoben Sportbranche gemieden zu werden. Dass Ilya, die Rolle von Connor Storrie, aus Russland stammt, macht die Sache zusätzlich gefährlich: In seiner Heimat droht ihm eine Gefängnisstrafe, sollte die Beziehung auffliegen. Die Show ist auch deshalb so gehyped, weil sie ein großes Tabu bricht. Mittlerweile hätten sich ihm bereits mehrere Profisportler anvertraut und von ihrer Homosexualität erzählt, berichtete Williams kürzlich.
In Deutschland ist "Heated Rivalry" voraussichtlich erst Anfang Februar zu sehen: Dann ist die Show auf dem neuen Streaming-Dienst HBO Max erhältlich.