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Kriminalität: Arzneimittel in Körpern der Toten von Solms gefunden

Stern 

Bei den drei Toten von Solms wurden laut Gutachten "körperfremde Substanzen" entdeckt. Ob diese für den Tod verantwortlich sind, bleibt unklar.

Rund drei Monate nach dem Fund der Leichen von Vater, Mutter und Tochter in einem Haus im mittelhessischen Solms liegen die Ergebnisse einer chemisch-toxikologischen Untersuchung vor. Demnach wurden bei den drei Leichen "körperfremde Substanzen" festgestellt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wetzlar. Dabei handelte es sich um Arzneimittel. Ob diese ursächlich für den Tod der drei Menschen waren, sei aber weiter unklar. Zuvor hatte faz.net über das Thema berichtet. 

Mutter galt als Tatverdächtige

Bei den Toten handelt es sich um Vater, Mutter und Tochter. Schon nach dem Fund galt die 55-jährige Mutter als Tatverdächtige. Sie soll zuerst ihren gleichaltrigen Mann und dann die 18 Jahre alte Tochter getötet und schließlich sich selbst das Leben genommen haben, wie es seinerzeit hieß. Als Hintergrund der Tat gehen die Ermittler von einem innerfamiliären Konflikt aus.

Der 20 Jahre alte Sohn hatte nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei verletzt wegrennen können. Zeugen hatten ihn mit Kopfverletzungen auf dem Hof eines Hauses im Ortsteil Niederbiel gefunden. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. 

Keine Hinweise auf Dritte

Nach der Obduktion sei das chemisch-toxikologische Gutachten in Auftrag gegeben worden, sagte der Staatsanwaltschaftssprecher. Da sich die tatverdächtige Mutter selbst das Leben genommen hat, seien die Ermittlungen bereits eingestellt worden. Mit dem Tod der Frau entfalle der Zweck eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens, nämlich die Strafverfolgung, so der Sprecher. Die Ermittlungen hätten keine Hinweise auf ein Verschulden Dritter ergeben.

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