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Kriminalität: Betrüger bringen Senioren um Erspartes

Stern 

Ein Anruf genügt, dass erneut Senioren Kontodaten preisgeben oder gar Geld aus dem Fenster werfen. Das rät die Polizei.

Um fast 200.000 Euro haben Kriminelle mehrere Senioren in Dresden und Nünchritz (Landkreis Meißen) betrogen. In zwei Fällen gaben sie sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus, wie die Polizei informierte. 

Einer 75-Jährigen in Dresden gaukelten sie demnach vor, ihr Konto sei durch Betrug gefährdet und brachten sie dazu, mehrere Programme auf ihrem Laptop zu installieren und ihre Kontodaten preiszugeben. Daraufhin hätten sie mehr als 170.000 Euro erbeutet.

Seniorin wirft nach Schockanruf Geld aus dem Fenster

Auch einen 74-Jährigen in Nünchritz brachten Unbekannte per Telefon dazu, ihnen Fernzugriff auf seinen Computer zu gewähren. Daraufhin wurden von seinem Konto 20.800 Euro abgebucht. 

Im dritten Fall erhielt eine 75-Jährige in Dresden einen sogenannten Schockanruf. Ihre Tochter sei in einen tödlichen Unfall verwickelt und müsse ins Gefängnis. Abhilfe könne nur eine Kaution bringen, so die Betrüger. Daraufhin habe die Frau 7.000 Euro in eine Tasche gepackt und auf Geheiß des Anrufers aus dem Fenster geworfen, hieß es weiter.

Das rät die Polizei

Die Polizei rät dringend, im Falle solcher Anrufe sich nie unter Druck setzen zu lassen und Angehörige oder Vertrauenspersonen zu kontaktieren. "Übergeben Sie kein Geld an Unbekannte und überweisen Sie kein Geld an unbekannte Konten!" Zudem sollten nie persönliche Kontodaten oder TAN-Nummern am Telefon oder online preisgegeben werden. "Verständigen Sie im Verdachtsfall die Polizei!"

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