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Bedeutende Kulturgüter: Land prüft Angebot für Schlösser, Parks und Museen

Stern 

Schloss Friedrichshof in Kronberg, Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda: Wichtige Kulturgüter könnten in Verantwortung des Landes übergehen. Aber steht dafür genug Geld zur Verfügung?

Die Landesregierung prüft, ob genug Geld zur Verfügung steht, sich um alte Adelsschlösser im Land zu kümmern. Hintergrund ist ein Angebot des Hauses Hessen, dem Land zahlreiche Schlösser, Parks und Museen zu übertragen. Finanzminister Alexander Lorz (CDU) teilte mit, man werde die finanziellen Auswirkungen sorgfältig prüfen, ob und in welcher Form eine Übernahme zum Wohl der Allgemeinheit möglich sei.

"Nach einem intensiven Entscheidungsprozess haben wir uns als Familie und als Haus Hessen entschieden, dem Land anzubieten, die Kulturstiftung des Hauses Hessen zu übernehmen", wird der Chef des Adelsgeschlechts, Donatus Landgraf von Hessen, in einer Mitteilung der Staatskanzlei zitiert. Dies solle mit allen Rechten und Pflichten gelten. 

Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) sprach von einem Zeichen des Vertrauens und einem kulturpolitischen Signal mit großer Strahlkraft. Der Vorschlag werde "mit Blick auf die herausragende historische Bedeutung der angebotenen Kulturgüter" sorgfältig und ergebnisoffen geprüft.

Schlösser, Mausoleen und Wohnimmobilien

Zu dem Angebot gehören unter anderem Schloss Friedrichshof in Kronberg am Taunus, das Schloss und das Schlossmuseum Fasanerie in Eichenzell bei Fulda. Auch die beiden Mausoleen auf der Rosenhöhe in Darmstadt sowie mehrere Wohnimmobilien und Liegenschaften in Eichenzell, Hanau und Kronberg sind Teil des Angebots.

Das Land solle sicherstellen, dass die Kulturgüter dauerhaft erhalten werden und ihr kulturhistorischer Wert für alle Bürgerinnen und Bürger erlebbar bleibe.

Nach den Worten von Kulturminister Timon Gremmels (SPD) soll nun ausgelotet werden, wie eine Zusammenarbeit mit dem Haus Hessen gestaltet werden kann. "Dabei werden wir insbesondere in den Blick nehmen, wie wir aus Stiftungserlösen mögliche Kosten decken", erklärte Gremmels.

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