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Drei Hustenstiller bergen Risiken: Fast die Hälfte der Hustenmittel fällt durch – Stiftung Wartentest empfielt stattdessen Hausmittel

Stern 

Die Stiftung Warentest hat 27 Hustenmittel getestet. 13 davon fallen durch, drei bergen sogar Risiken. Die 14 übrigen Mittel sind nur mit Einschränkungen geeignet. Aus Sicht der Expertinnen und Experten ist ein bewährtes Hausmittel genauso gut.

Die Erkältungssaison ist im vollen Gange, und nicht wenige Erkrankte versuchen, Symptome wie Husten mit rezeptfreien Hustenmitteln zu lindern. Oft sind diese nicht günstig. Doch halten sie auch, was sie versprechen?

Das hat die Redaktion von "Test.de" nun genauer untersucht. Die Prüferinnen und Prüfer haben 27 rezeptfreie Hustenmittel mit synthetischen und pflanzlichen Wirkstoffen für Kinder und Erwachsene unter die Lupe genommen. Mit 13 Arzneien ist fast die Hälfte davon durchgefallen. Die anderen 14 sind nur bedingt geeignet. Drei Hustenstiller sind sogar mit Risiken verbunden.

Für die Analyse hat "Test.de" einen Gutachter und zwei Gutachterinnen gebeten, aktuelle Studien zu den relevanten Wirkstoffen in den Hustenmitteln zu sichten. Dabei wurde darauf geschaut, ob sich tatsächlich eine Wirkung gegen Husten nachweisen ließ, wie stark die Wirkung war und welche Risiken damit verbunden waren. Teilweise wurden auch die Hersteller zu Nachweisen zur Wirksamkeit der Produkte angefragt.

Alle Hustenstiller fallen im Test durch

Für nur 14 der 27 getesteten Hustenmittel konnten die Expertinnen und der Experte einen mit wenigen Risiken verbunden Nutzen belegen. Allerdings sind diese 14 Mittel nur mit Einschränkungen geeignet. Denn häufig waren die Nachweise nicht ausreichend belegt, etwa weil die Studien zu wenig Patienten umfassten. Die Wirkung ließ ebenfalls zu Wünschen übrig. Mal gab es hinterher etwas weniger Husten, mal verlief die Genesung etwas schneller.

Egal ob synthetisch oder pflanzlich, alle 13 Hustenstiller im Test fallen durch. Dass diese Mittel tatsächlich gegen Husten wirken, konnte nicht belegt werden. Bei drei Hustenstillern gibt es Abhängigkeitsrisiken und das Risiko, dass sie mit anderen Medikamenten eine Wechselwirkung hervorrufen können.

Stiftung Warentest empfiehlt, sich das Geld für Hustenmittel zu sparen und stattdessen auf ein bewährtes Hausmittel zu setzten: Honig, entweder pur oder in Milch oder Tee. Zu diesem sei die Studienlage ähnlich wie bei den mit Einschränkungen geeigneten Hustenmitteln. Kinder sollten Hustenstiller nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen und schon gar nicht vor dem ersten Geburtstag.

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