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ADAC: 145.622 Kilometer: Mehr Staus auf Bayerns Autobahnen

Stern 

Auch die zwei bundesweit längsten Einzelstaus entfallen auf den Freistaat. Beide fielen auf denselben Tag. 2026 könnte es noch schlimmer werden.

Vergangenes Jahr gab es mehr Stau auf Bayerns Autobahnen. Insgesamt erstreckten sich 87.800 gezählte Verkehrsstörungen auf eine Gesamtlänge von 145.622 Kilometern, wie der ADAC Südbayern mitteilt. Das waren 871 Staus und rund 4.700 Kilometer mehr als vor einem Jahr. Auch die Gesamtdauer, die die Staus anhielten, stieg: auf 63.545 Stunden - fast 1.000 mehr als 2024. Und eine Trendwende ist nicht in Sicht. 

Im Bundesländervergleich liegt Bayern als größter Flächenstaat auf Platz zwei hinter dem kleineren aber deutlich bevölkerungsreicheren Nordrhein-Westfalen. Auf Bayern entfielen 13,3 Prozent der bundesweiten Staustunden und 16,8 Prozent der Staukilometer. NRW kam auf gut ein Drittel aller Staustunden. 

Längste Staus kurz nach Weihnachten 

Die beiden deutschlandweit längsten Staus des Jahres gab es allerdings in Bayern. Beide am 27. Dezember - dem Samstag nach den Weihnachtsfeiertagen. Auf der A7 zwischen Niederstotzingen und dem Kreuz Memmingen staute sich der Verkehr an diesem Tag auf einer Länge von bis zu 55 Kilometern. Auf der A9 waren es zwischen Altmühltal und dem Autobahnkreuz Neufahrn bis zu 44 Kilometer. 

Die drei im Gesamtjahr am schlimmsten betroffenen Autobahnen waren die A3 mit 24.980 Kilometern Stau, die A9 mit 22.722 Kilometern und die A8 mit 20.652. Zudem konzentrierten sich auf den nicht einmal 60 Kilometern des Autobahnrings 99 um München herum 16.170 Kilometer Staus. Zusammen machen diese vier Straßen damit deutlich mehr als die Hälfte des Stauaufkommens auf den bayerischen Autobahnen aus. 

Staureicher Sommer 

Die meisten Staus im Jahresverlauf gab es in Bayern im Juli mit 10.750. Im Wochenverlauf liegt der Donnerstag vorne - wobei es insgesamt von Dienstag bis Donnerstag eher viele Staus gibt. Und auch die Uhrzeit spielt eine Rolle: Werktags staut es sich vor allem am Morgen zwischen sechs und neun Uhr und nachmittags zwischen 14 und 18 Uhr. 

Aussicht auf Entspannung gibt es im laufenden Jahr eher nicht. Da der ADAC mit einem leicht steigenden Verkehrsaufkommen rechnet und durch die notwendige Modernisierung mehr Baustellen auftreten, erwartet er 2026 eher mehr als weniger Staus als im vergangenen Jahr.

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