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Jane Seymour feiert 75. Geburtstag: Wie das Bond-Girl zu "Dr. Quinn" wurde

Stern 

Ihren Durchbruch hatte sie als Bond-Girl. Als sie ihre berühmteste Rolle annahm, war sie pleite. Am Sonntag wird Jane Seymour 75 Jahre alt.

Wo sie auftritt, ist Blitzlichtgewitter: Jane Seymour, die am 15. Februar ihren 75. Geburtstag feiert, genießt auch nach einer jahrzehntelangen Karriere ihre Auftritte auf dem roten Teppich und vor der Kamera. Nach einem Charity-Event in New York ist sie nun auf Mustique, um im karibischen Meer nicht nur ihren Geburtstag zu feiern, sondern auch den ihres Partners Dr. John Zambetti - dem Arzt und Musiker widmete sie auf Instagram bereits liebevolle Zeilen. Dieses private und berufliche Glück hat sie sich hart erarbeitet.

Ihre Karriereanfänge

Schon in jungen Jahren wollte Jane Seymour als Balletttänzerin Karriere machen. Mit 13 begann sie, in "Der Nussknacker" zu tanzen. Doch ihre Karriere nahm unerwartet eine andere Wendung, als ein Choreograf sie ermutigte, für den Film "Oh! What a Lovely War" (1969) von Richard Attenborough (1923-2014) vorzusprechen. Attenboroughs Agent war am Set von der 17-Jährigen so begeistert, dass er sie unter Vertrag nahm.

Nachdem ihr Potenzial entdeckt worden war, beschloss die ehemalige Joyce Frankenberg, dass sie sich einen Künstlernamen zulegen sollte. Ein königlicher Name wie Jane Seymour schien der Schauspielerin besser vermarktbar.

Hollywood-Durchbruch als Bond-Girl

1973 verhalf die Rolle als Solitaire in "James Bond 007 - Leben und sterben lassen" der damals noch unbekannten 22-jährigen Jane Seymour zum Durchbruch in Hollywood. Was die Bezeichnung "Bond-Girl" angeht, sagte sie 2022 "The Guardian": "Damals, als ich noch unbekannt war, war das etwas sehr Schönes. Es bedeutete, dass ich einen Job hatte." Rückblickend räumt Seymour aber ein, dass die Rolle sehr frauenfeindlich war.

Der "Daily Mail" sagte sie, dass sie dennoch sehr stolz darauf sei, den Leinwandauftritt ergattert zu haben. Es sei damals eine großartige Gelegenheit gewesen, "und ich bin sehr glücklich, dass ich seitdem und bis heute eine wirklich erfüllte Karriere habe".

Allerdings musste sie als junge Schauspielerin auch die Schattenseite Hollywoods miterleben. Nachdem sie ein einflussreicher Produzent sexuell belästigte, zog sie sich vorübergehend aus der US-Entertainmentbranche zurück.

Superman-Liebe ohne Happy End

Es folgten anschließend weitere bedeutende Rollen für die Schauspielerin wie 1978 in der TV-Serie "Kampfstern Galactica" oder 1980 als Elise McKenna in "Ein tödlicher Traum". In dem Film war ihr Co-Star der als Superman bekannte Christopher Reeve (1952-2004).

Bei einem Auftritt 2022 verriet sie laut "Entertainment Weekly", dass sie und Reeve sich während der Dreharbeiten leidenschaftlich ineinander verliebt hatten, dies aber geheim hielten. Ein Happy End gab es für diese Liebe zwar nicht, die Freundschaft der beiden Schauspieler dauerte aber bis zu seinem Tod an. Und mit Seymours Karriere ging es weiter aufwärts. 1981 stand sie für die TV-Miniserie "Jenseits von Eden" vor der Kamera, die ihr einen Golden Globe einbrachte.

1988 wäre Jane Seymour fast gestorben

1988 spielte Jane Seymour die Rolle der Maria Callas in der Miniserie "Onassis: The Richest Man in the World", die ihr einen Emmy einbrachte. Bei den Dreharbeiten wäre sie allerdings beinahe gestorben, wie sie später verriet. Sie erlitt damals einen anaphylaktischen Schock - eine lebensbedrohliche allergische Reaktion - und habe "ihren Körper verlassen", bevor sie wiederbelebt wurde. "Ich habe gelernt, dass das Einzige, was man mitnimmt, wenn man stirbt, die Liebe ist, die man in seinem Leben geteilt hat, und das, was man bewirkt hat", erzählte sie in dem Format "Unapologetically" von "Yahoo UK".

Ihre größte Rolle half ihr aus der Not

Bis heute verbinden die meisten Menschen Jane Seymour vor allem mit einer Rolle: Von 1993 bis 1998 verkörperte sie "Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft". Dabei entstand ihr berühmtester TV-Job aus reiner Not heraus. Die Schauspielerin befand sich zu dieser Zeit mitten in der Scheidung von ihrem Ehemann und Manager David Flynn. Der ließ sie offenbar pleite zurück. "Ich habe alles verloren. Ich hatte etwa neun Millionen Dollar Schulden", erzählte sie "Entertainment Weekly" einst.

"Ich war mittellos, obdachlos ... Also rief ich meinen Agenten an und sagte: 'Ich werde alles tun.'" So ergriff die damals 42-Jährige 1993 die Gelegenheit, die Titelrolle in der CBS-Serie zu übernehmen. Die TV-Show wurde zum großen Erfolg und lief sechs Staffeln lang. Seymour gewann 1996 einen Golden Globe dafür.

Von der Schurkin zum nackten Komödienstar

Im Jahr 2004 zog es Jane Seymour schließlich auch noch ins Superhelden-Genre. Sie wurde in der vierten Staffel von "Smallville" als die bösartige Antagonistin Genevieve Teague besetzt. 2005 folgte der Film "Die Hochzeits-Crasher", in dem sie mit 54 Jahren eine Nacktszene hatte, bei der die Zuschauer aber nicht alles zu sehen bekamen. Dem "You Magazine" verriet sie, dass Co-Star Owen Wilson (57) dafür gesorgt hatte, dass die Kamera nicht ihren ganzen Körper einfing.

Der Film wurde für Jane Seymour zum Erfolg. "Danach haben alle einfach beschlossen: 'Oh! Sie ist tatsächlich lustig!'", erzählte sie "Today". Bis heute steht Jane Seymour vor der Kamera, in der Serie "Harry Wild" ist sie in der Hauptrolle zu sehen. "Ich glaube, ich hatte noch nie so viel Arbeit wie jetzt", sagte sie der "Daily Mail". Neben der Serie hat sie einige Filme gedreht in jüngster Zeit.

Ihre großen Liebesgeschichten

Auch Jane Seymours Privatleben verlief turbulent. Der Film- und TV-Star war insgesamt viermal verheiratet: Zuerst mit dem Theaterregisseur Michael Attenborough (76), diese Ehe hielt von 1971 bis 1973. Ab 1977 war sie ein Jahr mit Geoffrey Planer verheiratet und gab dann 1981 David Flynn das Jawort, von dem sie sich 1992 scheiden ließ. Es folgte die Ehe mit dem Schauspieler und Regisseur James Keach (78), die von 1993 bis zur Scheidung 2015 ging. Mit dem Produzenten David Green war sie im Anschluss einige Jahre zusammen, seit 2023 ist sie mit dem Musiker und Arzt John Zambetti liiert.

Seymour hat aus ihren Ehen vier eigene Kinder: Zwei bekam sie mit Ehemann Nummer drei, David Flynn: Katherine Flynn kam 1982 zur Welt: Sie arbeitet wie ihre Mutter in der Filmbranche. Ihr Bruder Sean Flynn, geboren 1985, soll ebenfalls Künstler sein.

Aus der Ehe mit James Keach hat die Schauspielerin zudem Zwillinge, die 1995 zur Welt kamen: John Stacy Keach und Kristopher Steven Keach, die beide im künstlerischen Bereich tätig sind.

Ihre Kinder haben Jane Seymour bereits zur vierfachen Oma gemacht. Der Serienstar ist die Großmutter von Rowan, Willa, und Luna - die Kinder ihrer Tochter Katherine - und Kristie Love, das Baby von Sohn Kristopher.

Das Geheimnis ihrer Jugend

Bekannt ist Jane Seymour, die sich mit 67 Jahren für den "Playboy" ablichten ließ, auch für ihre Fitness und ihr jugendliches Aussehen. Der "Daily Mail" sagte sie, dass sie aufgrund ihrer Familiengeschichte sehr auf ihre Gesundheit achtet. "Zunächst einmal gibt es in meiner Familie viele Herzerkrankungen, deshalb gehe ich zum Arzt und lasse mich regelmäßig untersuchen, um zu sehen, wie es um mich steht und was ich tun muss", erklärte sie: "Außerdem treibe ich Sport, ernähre mich gesund, schlafe ausreichend und versuche, mich nicht zu sehr zu stressen."

Dem "People"-Magazin verriet sie vergangenes Jahr: "Ich muss mich morgens beim Aufwachen tatsächlich daran erinnern, wie alt ich bin, denn innerlich fühle ich mich immer noch wie 40 oder 50, vielleicht eher 40." Sie fügte hinzu: "Ich weiß nicht, wo all die Zeit geblieben ist, aber ich habe noch immer die Energie, die ich mit 40 hatte."

Die Arbeit zu machen, die sie liebe, und ihre Familie hielten sie jung: "Ich bin gewissermaßen fast schon zu einem Aushängeschild dafür geworden, dass es ein Leben nach 70 gibt."

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