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Während Verhandlungen: Iran blockiert Straße von Hormus während Militärmanöver teilweise

Stern 

Das Säbelrasseln geht weiter: Iranische Revolutionsgarden schießen auf Ziele in der Straße von Hormus. Die Meerenge ist teilweise blockiert.

Transparenzhinweis: Der Artikel wurde aktualisiert und mit weiteren Informationen ergänzt.

Die iranischen Revolutionsgarden haben parallel zu den Verhandlungen mit den USA bei einem Marinemanöver Raketen auf Ziele im Meer gefeuert. Das Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen mobiler Raketenwerfer auf dem Land, die Ziele in der Straße von Hormus an der Südküste trafen.

Bei der Militärübung seien auch Schnellboote mit Raketenwerfern im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht. „Die Raketen trafen ihre Ziele in der Straße von Hormus aus dem Landesinneren, von den Küsten und von den iranischen Inseln im Persischen Golf.“

Im iranischen Staatsfernsehen hieß es nach dem Angriff, dass die Straße von Hormus während eines Militärmanövers teilweise schließt. Die strategisch wichtige Wasserstraße werde aus „Sicherheits“-Gründen teilweise gesperrt.

Am Montag hatte das Staatsfernsehen berichtet, die Militärübungen dienten der Vorbereitung „potenzieller Sicherheits- und militärischer Bedrohungen“ in der Straße von Hormus.

Teheran hat bereits mehrfach gedroht, die Straße von Hormus zu blockieren, über die etwa 20 Prozent der weltweiten Ölproduktion transportiert werden. Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean.

Iran: Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten

Die Marine der Revolutionsgarden hatte am Montag einen Tag vor Beginn der Gespräche in Genf ihr Manöver angekündigt. Vertreter aus Washington und Teheran verhandeln aktuell über Irans umstrittenes Atomprogramm. 

Die etwa 55 Kilometer breite Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman. Sie gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Iranische Offiziere hatten im Konflikt mit den USA in der Vergangenheit damit gedroht, sie jederzeit blockieren zu können.

Die Gespräche in Genf finden vor dem Hintergrund einer militärischen Drohkulisse der Vereinigten Staaten statt. Im Januar ließ Irans Staatsapparat Massenproteste im eigenen Land brutal niederschlagen. Trump drohte der iranischen Führung daraufhin mit einem Eingreifen und ließ die Militärpräsenz rund um den Iran verstärken. Inzwischen haben die USA einen zweiten Flugzeugträger in die Region entsandt.

Irans Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei zeigte sich am Dienstag unerschrocken angesichts Trumps Drohungen. „Gefährlicher als ein Flugzeugträger ist die Waffe, die ihn auf den Meeresgrund schicken kann“, sagte der Kleriker, der in allen strategischen Belangen das letzte Wort hat.

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