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Kernkraft: Bürgerdialog zu Atommülltransporten - Start rückt näher

Stern 

Von Jülich nach Ahaus soll Atommüll auf der Straße durch NRW transportiert werden. Der Start rückt nun mit einem Bürgerdialog näher. Eine Frage wird nicht beantwortet.

Der Start der umstrittenen Atommülltransporte aus dem rheinischen Jülich ins Zwischenlager Ahaus im Münsterland rückt näher. Die beteiligten Unternehmen und Behörden wollen am kommenden Donnerstag (19. März) bei einem Bürgerdialog in Ahaus über den Hintergrund der Transporte informieren. Das geht aus einer Mitteilung des Zwischenlagers Ahaus hervor. 

"Es geht uns vor allem darum, den Bürgerinnen und Bürgern in Ahaus Gelegenheit zu geben, ihre Fragen zu stellen", sagte ein Sprecher des Zwischenlagers Ahaus. Ein Starttermin für die geplanten Atommülltransporte quer durch Nordrhein-Westfalen dürfte allerdings nicht genannt werden. Dieser sei von den Sicherheitsbehörden als Verschlusssache eingestuft worden, erläuterte er. 

Das Zwischenlager Ahaus hatte die Informationsveranstaltung vor dem ersten Transport zugesagt. Außerdem hatten die beteiligten Unternehmen und Behörden eine Gerichtsentscheidung zu den Atommülltransporten abgewartet. Anfang März entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg in einer Eilentscheidung, dass die Transporte stattfinden dürfen. 

Die Umweltorganisation BUND wollte den Transport mit der Begründung verhindern, dass die Sicherheit der Castoren bei der Fahrt über die Straßen in Nordrhein-Westfalen gegen Störmaßnahmen Dritter nicht gewährleistet sei.

Bei dem Atommüll handelt es sich um rund 300.000 Brennelemente-Kugeln aus einem 1988 abgeschalteten Versuchsreaktor in Jülich. Sie befinden sich in 152 speziellen Schutzbehältern, sogenannten Castoren. Auf der gut 170 Kilometer langen Strecke nach Ahaus wird nach bisherigen Angaben voraussichtlich jeweils ein kleiner Konvoi von bis zu vier Schwertransportern unterwegs sein. Angesichts der 152 Castoren dürften es zahlreiche Transporte werden.

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