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Patrick Dempsey als Auftragskiller: Diese Stars haben genug vom "Nice Guy"-Image

Stern 

Patrick Dempsey mimt in "Memory of a Killer" einen Auftragsmörder. Eine Abkehr vom Saubermann-Image legten zuvor schon andere Stars hin.

Viele Stars tappen im Laufe ihrer Karriere in die Falle, derartig gut die immergleichen Rollen zu spielen, dass sie irgendwann gar keine abweichenden Angebote mehr erhalten. Aber immerzu nur den charmanten, liebenswürdigen und rechtschaffenen Saubermann zu verkörpern, ist auf Dauer doch unerträglich öde. Das dachte sich wohl auch der Schauspieler Patrick Dempsey (60), der bislang sowohl im Serien- ("Grey's Anatomy") als auch Filmbereich ("Verwünscht") zumeist den Part als unwiderstehlicher Charmebolzen übernahm. Aus diesem "McDreamy"-Image versucht er nun schon seit einer Weile auszubrechen und ist auf gutem Wege, nachhaltig "McNightmarey" zu werden.

Am 19. März startet bei RTL+ die Serie "Memory of a Killer", in der Dempsey nur zum Schein den unbescholtenen Familienvater mimt. Denn in Wahrheit ist seine Figur Angelo Ledda ein gefürchteter Auftragskiller. Als eines Tages bei ihm Alzheimer im Anfangsstadium diagnostiziert wird, drohen sich seine beiden ungleichen Leben unwiderruflich miteinander zu vermischen.

Nicht Dempseys erstes Versteckspiel

In der Tat ist es nicht das erste Mal, dass Dempsey ein vergleichbares Versteckspiel betreibt. Im bewusst trashigen Horrorstreifen "Thanksgiving" von Eli Roth (53) aus dem Jahr 2023 entpuppte sich "McDreamy" am Ende gar als der Mörder, der seine Opfer auf möglichst sadistische Weise aus dem Leben beförderte. Der Film war zwar nicht wegen des Splatters, sondern seiner mangelnden Qualität schwer zu ertragen. Den Twist sah aber wohl kaum jemand kommen - gerade weil Dempsey in der Regel doch kein Leinwand-Wässerchen trüben kann.

Auch diese Stars wählten düsteren Weg

Vor Dempsey wählten schon zahlreiche andere Schauspieler einen vergleichbaren Weg - etwa Robin Williams (1951-2014), der im 2002 erschienenen Thriller "One Hour Photo" einen obsessiven Stalker mimte. Mit extrem wenigen Ausnahmen hatte Williams bis dahin nur (klamaukige) Frohnaturen dargestellt, umso überraschender kam der Paradigmenwechsel.

Auch Hugh Grant (65) wurde das Klischee als Schwiegermutter-Liebling zunehmend zuwider. Schon in Guy Ritchies (57) "The Gentlemen" übernahm er den Part eines schmierigen Reporters, einen drauf setzte er etwa 2024 im Horrorstreifen "Heretic". Als furchteinflößender Psycho hält er darin zwei junge Frauen bei sich im Haus gefangen und veranstaltet ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit ihnen.

Frodo und Harry mit Mordlust

Apropos Psycho: Den verkörperte Elijah "Frodo" Wood (45) in der Comic-Verfilmung "Sin City" so gut, man vergaß für einen kurzen Augenblick glatt, dass er doch eigentlich hauptberuflich Mittelerde vor dem bösen Wesen Sauron beschützt. Im Jahr 2012 zeigte sich Wood nicht minder diabolisch. Im Remake des Horrorstreifens "Maniac" spielte er den titelgebenden Wahnsinnigen, der seine Opfer dermaßen bestialisch ermordet, dass der Film von 1980 über Jahre hinweg in Deutschland beschlagnahmt war. Erst 2020 wurde dieses Verbot der ungeschnittenen Fassung aufgehoben.

Mit Elijah Wood wird Daniel Radcliffe (36) gerne verwechselt. Der einstige Kinderstar ist selbstredend für immer mit der "Harry Potter"-Reihe verbunden. Schon kurz nach seinem endgültigen Abschied aus Hogwarts wechselte Radcliffe aber ins mal düstere, mal geradezu groteske Filmfach. Los ging es 2012 mit dem Horrorfilm "Die Frau in Schwarz" der berühmt-berüchtigten Hammer Film Productions. Nur ein Jahr später verwandelte er sich in "Horns" zu einem Teufel-ähnlichen Ungetüm, eher er über die gesamte Länge des skurrilen Films "Swiss Army Man" nur als von Flatulenzen geplagter, aber dennoch erstaunlich nützlicher Leichnam herumlag.

Kurz nach der Jahrtausendwende lernte das deutsche Publikum Kevin James (60) als sanftmütigen, wenn auch etwas ungeschickten Doug Heffernan kennen und lieben. Doch der "King of Queens" versuchte sich zuletzt in Rollen weit abseits seiner Sitcom-Komfortzone. Am meisten entfernte er sich hierfür im 2020 erschienenen "Becky". Für den Action-Thriller mutierte er zum kaltblütigen Neonazi mit Glatze und riesigem Hakenkreuz auf dem Hinterkopf.

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