Kommunalwahlen: Genauere Ergebnisse der Kommunalwahlen nicht vor Freitag
Für die vorläufigen Gesamtergebnisse der hessischen Kommunalwahlen ist noch etwas Geduld nötig. Bislang liegen nur Teilauswertungen vor. Was sind die Gründe dafür?
Nach den Kommunalwahlen in Hessen am vergangenen Sonntag liegen die landesweiten vorläufigen Gesamtergebnisse nicht vor Freitag (20. März) vor. Wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, plant es, seine Wahlsonderseite im Internet von Freitag an "auf die vorläufigen Ergebnisse umzustellen".
Voraussetzung sei, dass ihm zuvor alle vorläufigen Wahlergebnisse der Kommunen bis spätestens Donnerstag übermittelt würden. Über das vorläufige Gesamtergebnis werde auch mit einer Pressemitteilung frühestens am Freitag informiert, teilte das Statistische Landesamt weiter mit. Bislang liegt landesweit nur eine Teilauszählung der Kommunalwahlen vor - das sogenannte Trendergebnis auf Basis allein der angekreuzten ganzen Wahllisten.
Kommunen haben Zeit bis Donnerstag
Die Meldefrist der Kommunen bis Donnerstag sieht ein Wahlerlass des Innenministeriums vor. Sollten deren Auszählungen "auch bis einschließlich Freitag nicht alle vollständig vorliegen, kann das statistische Kommunalwahlergebnis auf Basis der vorläufigen Ergebnisse erst frühestens im Laufe des darauffolgenden Montags oder entsprechend später bereitgestellt werden", erklärte das Landesamt. Also nicht schon an diesem Wochenende.
Die Stimmauszählung dauert bei hessischen Kommunalwahlen grundsätzlich länger als bei Landtags- und Bundestagswahlen, weil die Bürgerinnen und Bürger mehr Möglichkeiten haben. Sie haben bei der Wahl der 21 Kreistage sowie kommunalen Parlamente von 421 Städten und Gemeinden so viele Stimmen, wie es Sitze in diesen Gremien gibt.
Riesige Wahlzettel
Die Stimmen können zudem auf Kandidaten verschiedener Wahllisten verteilt werden (Panaschieren). Möglich sind überdies bis zu drei Stimmen für einen einzigen Bewerber (Kumulieren). Viele Stimmzettel sind daher riesig.
In der Wahlnacht ist vorerst nur das landesweite Trendergebnis ausgezählt worden: Dabei werden lediglich die Stimmzettel, bei denen Bürger mit einem Kreuzchen gleich eine ganze Wahlliste gewählt haben, berücksichtigt.
Wahlsiegerin CDU
Die CDU hat sich demnach als stärkste Kraft behauptet: Sie legte auf 29,7 Prozent zu. Der Koalitionspartner auf Landesebene büßte dagegen Stimmen ein: Die SPD rutschte auf 20,2 Prozent ab, während die AfD mit 15,9 Prozent die Grünen (14,4 Prozent) laut dem hessenweiten Trendergebnis als drittstärkste Kraft ablösen konnte. Die Linke erhielt 5,8 Prozent, die FDP 3,7 Prozent.
Mitteilung Trendergebnis