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US-Rechenzentrum Maintal: Protest kippt geplantes Gaskraftwerk

Ein US-Konzern wollte in Maintal bei Frankfurt ein riesiges Rechenzentrum bauen. Nach Druck aus der Bevölkerung rudert das Unternehmen zurück. In Maintal nahe Frankfurt am Main verzichtet das US-Unternehmen Edgeconnex laut einem Bericht des "Spiegel" auf die Errichtung eines Gaskraftwerks zum Betrieb eines Rechenzentrums. Die Bürgermeisterin von Maintal, Monika Böttcher (parteilos), teilte dem Magazin mit, Edgeconnex wolle das Projekt nicht gegen den Widerstand der Bevölkerung und der Stadtverordnetenversammlung durchsetzen. Die Proteste richteten sich nicht gegen das Rechenzentrum selbst, sondern gegen die Tatsache, dass für seinen großen Strombedarf ein eigenes Gaskraftwerk errichtet werden sollte. Gaskraftwerke stehen wegen der hohen Klimabelastung in der Kritik. Überblick: Alle Entwicklungen zur Politik im US-Newsblog Kerosinkrise wegen Iran-Krieg: Flughäfen warnen vor Millionen gestrichener Reisen Das Unternehmen Edgeconnex habe der Stadt mitgeteilt, dass es nach Alternativen für die Stromversorgung des Rechenzentrums suche, erklärte Böttcher laut "Spiegel". Ob es Alternativen gebe, wie diese aussehen könnten und wann das Unternehmen sich wieder melden will, sei aber unklar. Milliarden-Investition platzt Edgeconnex habe sich aber nicht endgültig gegen ein Rechenzentrum in Maintal entschieden, betonte die Bürgermeisterin. Lokalpolitiker sagten dem "Spiegel", Edgeconnex sei von einem geplanten Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro ausgegangen. Rechenzentren, nötig etwa für die enormen Rechenbedarf für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI), haben einen enormen Energieverbrauch. Außerdem nehmen sie viel Platz ein, der dann nicht mehr für den Bau von Wohnungen oder Freizeit- und Grünanlagen zur Verfügung steht.

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