Vor Gipfel in China: US-Politikerin Ellen Wang tritt wegen Spionage zurück
In Kalifornien legte eine Lokalpolitikerin ein bizarres Geständnis ab. Sie soll für ein anderes Land Propaganda verbreitet haben. Spektakulärer Rücktritt in den USA . Ellen Wang, Bürgermeisterin der kalifornischen Stadt Arcadia, gab ihr Amt nach einem umfassenden Geständnis auf. Demnach soll sie über Jahre als Agentin prochinesische Artikel auf sozialen Medien geteilt haben. "Wir möchten uns klar ausdrücken: Diese Untersuchung betrifft das Verhalten einer Einzelperson, und die Vorwürfe beziehen sich auf Verhaltensweisen, die eingestellt wurden, nachdem Frau Wang im Dezember 2022 ihr Amt angetreten hatte", teilte die Stadt mit. Überblick: Alle Entwicklungen im US-Newsblog Analyse: Trump, Xi und ein besonderer Gipfel Wang war seit 2022 Bürgermeisterin von Arcadia. Sie bekannte sich zur republikanischen Partei, gab aber vor zwei Jahren an, für Donald Trumps demokratische Herausforderin Kamala Harris gestimmt zu haben. Die einstige Sozialarbeiterin kam vor rund zwanzig Jahren mit ihren Eltern aus China in die USA. Irgendwann begann sie auf der Website U.S. News Center für die Volksrepublik Propaganda zu betreiben. Trump berät mit Xi in Peking So teilte sie etwa Artikel mit prochinesischen Ansichten über Zwangsarbeit in der Volksrepublik oder die unterdrückte Minderheit der Uiguren. "Sie entschuldigt sich und bittet um Verzeihung für die persönlichen Fehler, die sie in ihrem Leben begangen hat", teilten ihre Anwälte Jason Liang and Brian Sun mit. Zugleich legte Wang alle politischen Ämter nieder. Wang betrieb die Webseite gemeinsam mit einem Bekannten Yanoning "Mike" Sun. Er wurde wegen der Vergehen bereits zu vier Jahren Haft verurteilt. US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping treffen sich am Mittwoch in Peking . Themen sind unter anderem der Krieg im Iran , Handelsfragen sowie Taiwan . Trump hatte im Vorfeld überrascht, als er ankündigte, mit China auch über Waffenlieferungen an Taiwan sprechen zu wollen. Eigentlich ein Tabu in den amerikanisch-chinesischen Gesprächen. Zuvor hatte Trump schon Xi als "tollen Typen" bezeichnet.