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Bundesliga: Stuttgart erreicht Champions League – Bayer und TSG abgehängt

Am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 geht es für drei Klubs im Fernduell um Europas höchsten Wettbewerb. Ein Team erwischt dabei einen desolaten Tag. Jubel beim VfB Stuttgart : Die Schwaben spielen in der kommenden Saison in der Champions League . In einem packenden Dreikampf mit Bayer Leverkusen und der TSG Hoffenheim am letzten Bundesliga-Spieltag sicherte sich der VfB durch ein 2:2 (2:0) bei Eintracht Frankfurt Tabellenplatz vier und damit die Teilnahme an der "Königsklasse". Leverkusen leistete sich dagegen ein 1:1 (0:0)-Unentschieden gegen den Hamburger SV, Hoffenheim erwischte beim 0:4 (0:2) bei Borussia Mönchengladbach einen Tag zum Vergessen. Sowohl die "Werkself" als auch die TSG spielen 2026/27 in der Europa League. Eintracht Frankfurt – VfB Stuttgart Chema Andrés (10.) per Kopf und Nikolas Nartey (45.+4) trafen für Stuttgart, der eingewechselte Jonathan Burkardt (72., Foulelfmeter und 90.+2, Handelfmeter) glich für Frankfurt aus. Die Eintracht steht trotz des Punktgewinns am Ende einer ernüchternden Spielzeit enttäuscht da. Erstmals seit der Saison 2020/21 spielt die Eintracht im kommenden Jahr nicht international. Der Einsatz von Pyrotechnik und zahlreichen Raketen durch die Eintracht-Fans verzögerte den Anpfiff um sechs Minuten. Als der Ball dann rollte verbuchte Stuttgart die erste gute Chance durch Chris Führich (8.). Kurz darauf stand Chema bei einer Ecke völlig frei und nickte aus kurzer Distanz ein. Auch die Eintracht bekam ihre Chance, Can Uzun scheiterte an Alexander Nübel (22.). Ansonsten plätscherte das Spiel mit wenig Höhepunkten vor sich hin - bis Nartey Sekunden vor dem Pausenpfiff erhöhte. Die Eintracht-Fans reagierten mit Galgenhumor und sangen: "Die SGE ist wieder da". Die Realität aber blieb trotz der Treffer von Burkardt eine andere. St. Pauli steigt ab: Wolfsburg rettet sich in die Relegation Wunder bleibt aus: Heidenheim wieder zweitklassig Zum Bundesliga-Abschluss: FC Bayern feiert Torfestival – Kane mit drei Toren Bayer Leverkusen – Hamburger SV Die Werkself hat die lukrative Qualifikation für die Champions League verpasst – und steht nun vor einschneidenden Veränderungen. Für Kasper Hjulmand könnte es das letzte Spiel als Bayer-Trainer gewesen sein. Hamburgs Fábio Vieira (61.) bestrafte die enttäuschenden Rheinländer, der Ausgleich durch Jarell Quansah (78.) verhinderte immerhin eine weitere Pleite. Torjäger Patrik Schick war zuvor mit einem Foulelfmeter am HSV-Torhüter Sander Tangvik (25.) gescheitert, ansonsten fiel dem Double-Gewinner von 2024 wenig ein. Die Hamburger hatten sich schon gerettet – und dürfen sich auf ein weiteres Jahr im Oberhaus freuen. Dabei tat sich Leverkusen aber äußerst schwer. Bayer kontrollierte die Partie, echte Gefahr entwickelte Hjulmands Team jedoch kaum. Immer wieder agierte die Werkself zu umständlich. Nachdem Nicolas Capaldo (17.) mit einem Kopfball an den Pfosten die beste HSV-Gelegenheit liegengelassen hatte, ergab sich die perfekte Chance für Leverkusen. Jorden Torunarigha brachte Schick zu Fall, den Elfmeter des Tschechen wehrte Tangvik jedoch zur Seite ab. Auch gegen Malik Tillman parierte der Bundesliga-Debütant im HSV-Tor (45.+3). Wer eine druckvolle Schlussoffensive der Leverkusener erwartet hatte, wurde enttäuscht. Ibrahim Maza (49.) traf zwar das Außennetz, ansonsten agierte Leverkusen nach der Pause aber phasenweise erschreckend ideenlos. Der HSV setzte Nadelstiche: Erst war Mark Flekken gegen Vieira (54.) noch zur Stelle, beim zweiten Versuch des Portugiesen blieb der Bayer-Torhüter machtlos. Pfiffe hallten durch die BayArena. Borussia Mönchengladbach – TSG Hoffenheim Hugo Bolin (14.), der vor dem Anstoß verabschiedete ausgerechnet der von Hoffenheim ausgeliehene Haris Tabaković (23.), Kevin Diks (81.) und Robin Hack (90.+1) trafen für die Borussia, die zum siebten Mal in Folge in einem Heimspiel unbesiegt blieb und für das versöhnliche Ende einer schwierigen Saison sorgte. Ob Trainer Eugen Polanski trotz des geglückten Klassenerhalts bleiben darf, ist aber offen. 38 Punkte sind eine magere Ausbeute – seit 2010 waren es in Gladbach nur zweimal weniger. Hoffenheim dagegen kam mit 61 Punkten ins Ziel. Ein unglücklicher letzter Auftritt verhinderte einen ähnlichen Coup wie 2016/17, als der Dorfklub unter dem heutigen Bundestrainer Julian Nagelsmann mit 62 Zählern erstmals in die Champions League eingezogen war. Zu allem Überfluss sah Tim Lemperle sechs Sekunden nach Wiederanpfiff die Gelb-Rote Karte (46.). SC Freiburg – RB Leipzig Jan-Niklas Beste (24.), Igor Matanovic (26.), Matthias Ginter (47.) und Derry Scherhant (75.) schossen den Sport-Club zum ersten Sieg an einem letzten Spieltag seit 2020. Das große Duell mit Aston Villa am Mittwoch (ab 21 Uhr im Liveticker bei t-online) in Istanbul kann kommen. Für Leipzig war das Anschlusstor von Assan Ouédraogo (33.) zu wenig, Platz drei und die damit verbundene Champions-League-Qualifikation war aber bereits zuvor gesichert. Mit 65 Punkten wurde allerdings die beste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte um zwei Zähler verfehlt. Werder Bremen – Borussia Dortmund Vizemeister Borussia Dortmund hat mit der besten Punktausbeute seit sieben Jahren einen versöhnlichen Saisonabschluss gefeiert. Serhou Guirassy (59.) und Yan Couto (90.+5) trafen für die Gäste. Weil die Abwehr abermals ohne Gegentor auskam, stellte der BVB zudem mit 15 Zu-Null-Spielen seinen eigenen Vereinsrekord aus den Saisons 2011/12 und 2019/20 ein. Den ligaweiten Rekord hält Bayern München , 2014/15 blieb der Rekordmeister 22 Mal ohne Gegentreffer. Werder beendete die Saison nach langen Abstiegssorgen und einem Trainerwechsel mit 32 Punkten als 15., das ist die drittschwächste Bundesliga-Saison in der Vereinsgeschichte. Während des Spiels brachten die Bremer Anhänger ihren Unmut darüber zum Ausdruck. "Nichtabstieg mehr Glück als Verstand! Vereinsführung, unsere Geduld ist nicht grenzenlos", stand auf Plakaten. Dazu forderten die Fans "personelle Konsequenzen", explizit den Rauswurf von Sportchef Clemens Fritz und Leiter Profifußball Peter Niemeyer. Doch bereits zuvor hatte Werders Vorsitzender der Geschäftsführung, Klaus Filbry, bei Sky dem Sportchef Fritz sein Vertrauen ausgesprochen. Auch Trainer Daniel Thioune, der im Februar von Horst Steffen übernommen hatte, werde im Amt bleiben.

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