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Lukas Podolski: Deutscher Weltmeister kauft Fußballklub

Anteile besaß Podolski schon, nun übernimmt er seinen polnischen Herzensklub ganz. Ob der 40-Jährige noch weiterspielt, ließ er derweil offen. Lukas Podolski sichert sich die Aktienmehrheit am polnischen Klub Górnik Zabrze. Seit 2021 spielt Podolski selbst für den Traditionsverein aus Oberschlesien und hielt bisher bereits Anteile am Klub. Nun kündigte der 40-Jährige an: "Jetzt kaufe ich den Rest." Der Stadtrat von Zabrze befürwortete nun einstimmig den Vorschlag, 86 Prozent der Anteile an Podolski zu verkaufen, wie die Nachrichtenagentur PAP berichtet. Der Kaufvertrag soll bereits am Donnerstag unterzeichnet werden. Vor Finale der Europa League: Freiburg-Profi bekommt Titel-Auftrag von Tochter "Gunners" feiern Sofa-Titel: City patzt erneut – Arsenal ist englischer Meister Demnach beträgt der Verkaufspreis umgerechnet 940.000 Euro. Der Weltmeister von 2014 verpflichtet sich aber, den Klub zu finanzieren. In dem Privatisierungsvertrag ist festgelegt, dass der Eigentümer in den kommenden Jahren umgerechnet knapp drei Millionen Euro zuschießen muss. Dieser Passus ermöglichte eine Senkung des Verkaufspreises. Die Stadt wird weiterhin eine sogenannte "goldene Aktie" halten, damit der Vereinsname und die Insignien in jedem Fall erhalten bleiben. Viele Vereine in Polen sind städtisch organisiert. Dieses Modell sieht der frühere Nationalspieler kritisch. Am Rande einer Reise von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst nach Kattowitz sagte Podolski: "Meiner Meinung nach hat die Stadt eine andere Aufgabe: Man muss Spielplätze bauen, man muss etwas anderes machen, die Infrastruktur ausbauen, aber nicht einen Fußballverein managen." Weiter erklärte er: "Bevor der Verein in andere Hände kommt, habe ich gesagt: Lieber kommt er in gute Hände, zu mir." Podolski: "Fußball gehört immer den Fans" Sportlich lief es zuletzt erfolgreich für Górnik. Der Klub gewann den polnischen Pokal und beendete damit eine lange Wartezeit. Im Finale setzte sich die Mannschaft mit 2:0 gegen Raków Częstochowa durch. Für Górnik war es der erste Pokalsieg seit 54 Jahren. Podolski wurde im Endspiel eingewechselt. Nach dem Abpfiff sorgte er für emotionale Szenen, als er Klub-Legende Stanisław Oślizło zur Siegerehrung auf den Rasen holte. Gemeinsam stemmten sie die Trophäe in die Höhe. Danach feierte Podolski mit dem Pokal vor den Fans. Dabei sieht sich Podolski nicht als Investor. "Einer von den Fans. Einer, der die Sprache und Stimme der Fans hat. Fußball gehört immer wieder den Fans. Ich will den Verein weiter nach vorn bringen", sagte er. Offen ist dagegen seine sportliche Zukunft. Sein Vertrag läuft nach der Saison aus. In 17 Einsätzen stand Podolski nur einmal in der Startelf und blieb ohne Treffer. Zu seinen weiteren Plänen sagte er: "Mal sehen, ist noch in den Planungen, wie es weitergeht für mich."

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