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Effizienzklassen für Gebäude: So hoch ist der Energieverbrauch

Anhan d der Energieeffizienzklasse eines Gebäudes lässt sich einschätzen, wie hoch der Energieverbrauch des Hauses ist. Welche Klassen gelten? Ähnlich wie bei Haushaltsgeräten gibt es auch für Gebäude Energieeffizienzklassen. Diese geben den energetischen Standard des jeweiligen Hauses an. Ab Mai 2026 gilt in der EU eine einheitliche Energieeffizienzskala von A bis G. Davor galten in allen EU-Ländern unterschiedliche Standards. In Deutschland gingen die Energieeffizienzklassen von A+ bis H. Die alten Klassifizierungen verlieren aber nicht ihre Gültigkeit, sie werden nur nach und nach durch die neuen ersetzt. Welche Effizienzklassen gibt es für Gebäude? Der Gebäudesektor ist einer der größten Energieverbraucher. Hier bietet sich ein enormes Potenzial, um Energie zu sparen und CO2-Emissionen zu reduzieren. Diesen Gedanken greift die überarbeitete EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) auf. Durch sie wird die bisher in Deutschland übliche Skala von A+ bis H in eine EU-weit einheitliche Skala von A bis G umgewandelt. Dies soll die Vergleichbarkeit von Gebäuden verbessern. Klasse A ist ausschließlich für Nullemissionsgebäude vorgesehen, das wird ab 2030 der Neubaustandard sein. Die schlechteste Klasse G markiert die schlechtesten 15 Prozent des nationalen Gebäudebestands. Die Klassen B bis F verteilen sich auf die übrigen Gebäude in etwa gleich großen Anteilen. Die Farbskala von Grün (sehr gut) bis Rot (schlecht) bleibt bestehen. Die neuen Energieeffizienzklassen richten sich stärker als bisher nach dem tatsächlichen Energieverbrauch und den CO2-Emissionen eines Gebäudes: Klasse A: Passivhäuser und moderne Nullemissionsgebäude Klasse B und C: sehr effiziente Neubauten oder umfassend modernisierte ältere Gebäude Klasse D und E: Gebäude mit durchschnittlicher Energieeffizienz Klasse F und G: besonders ineffiziente Gebäude, die viel Energie verbrauchen Lesen Sie auch: Stromverbrauch beim Router – so viel kostet das WLAN im Dauerbetrieb Energie sparen: Energieverbrauchskennzeichnung: Diese Energieeffizienzklassen gibt es Wer braucht einen Energieausweis? Durch die Reform wird der Energieausweis viel informativer. Er enthält nicht nur Kennzahlen zum aktuellen Energiebedarf, sondern auch konkrete Sanierungsempfehlungen. Außerdem stellt er dar, welche Effizienzklasse nach einer Modernisierung erreicht werden kann. Auch die Pflicht zur Ausstellung eines Energieausweises wird deutlich erweitert. Ein Energieausweis wird künftig nicht nur bei Verkauf, Neuvermietung oder Verpachtung benötigt, sondern auch bei Vertragsverlängerungen und größeren Renovierungen, zum Beispiel wenn mehr als ein Viertel der Gebäudehüllfläche saniert wird. Öffentliche Gebäude und Gebäude im Eigentum öffentlicher Einrichtungen sind ebenfalls betroffen. Fehlt der Ausweis, drohen Bußgelder bis zu 10.000 Euro. Pläne für den Energieausweis Der Energieausweis soll zu einem umfassenden Energiepass weiterentwickelt werden. Geplant ist, ihn als Bestandteil einer digitalen Gebäudedatenbank zu hinterlegen. Letzteres existiert in Deutschland aber noch nicht. Die EU plant bis zum 29. Mai 2026 außerdem die Einführung eines digitalen Renovierungspasses, des sogenannten Building Renovation Passport. Das Dokument soll einen langfristigen Sanierungsfahrplan erstellen, damit möglichst viele Häuser schrittweise zu Nullemissionsgebäuden werden. In Deutschland gibt es mit dem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) bereits ein vergleichbares Instrument. Ziel ist es, bis 2050 in Europa einen klimaneutralen Gebäudebestand zu haben. Der neue Energieausweis ab 2026 ist ein zentrales Steuerungselement für die Wärmewende. Er identifiziert die energetisch schlechtesten Gebäude (Klasse G), was den Druck zur Sanierung, aber auch die Chancen auf eine gezielte Förderung erhöht.

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