World News in German

Michael Olise: Star des FC Bayern verzichtet auf Ausstatter-Millionen

Michael Olise gehört beim FC Bayern zu den größten Stars. Eine enorme Einnahmequelle lässt er sich aber bewusst entgehen. Der FC Bayern hat in der Bundesliga eine Fabelsaison hingelegt. Die Münchner marschierten zwar nicht ungeschlagen durch die Spielzeit, sammelten auf dem Weg zur ungefährdeten Meisterschaft aber satte 89 Punkte und stellten mit 122 erzielten Treffern einen neuen Rekord auf. Dass sie dabei auch den besten Spieler der Saison stellen, ist keine Überraschung. Am vergangenen Samstag wurde Michael Olise die Auszeichnung als Bundesliga-Spieler des Jahres überreicht. Der Franzose, seit Sommer 2024 bei den Bayern, hat sich zu einem der besten Flügelspieler der Welt und damit auch zu einem der größten Stars der Münchner entwickelt. Auf dem Platz sticht er nicht nur mit spektakulären Dribblings und sehenswerten Torabschlüssen heraus, sondern auch rein optisch. Olise wechselt regelmäßig seine Fußballschuhe, um sich visuell an den Trikotsatz seines Teams anzupassen. Zum roten Heimtrikot trägt er rote Schuhe, zum schwarzen Ausweichtrikot schwarze Schuhe. Was auf den ersten Blick wie eine rein ästhetische Spielerei anmutet, besitzt tatsächlich einen ungewöhnlichen Hintergrund. Olise hat, anders als das Gros der Fußballprofis, keinen Vertrag mit einem persönlichen Ausstatter. Ein solcher würde ihn nicht nur an bestimmte Modelle – in der Regel die neuesten seines Ausrüsters – binden, sondern auch an aktuelle Farbvariationen. Die Spieler sollen schließlich jene Produkte bewerben, die von den Sportartikelherstellern gerade verkauft werden. Verträge mit Ausstattern bringen Fußballern Millionen ein Zugleich können diese persönlichen Verträge eine gewaltige Einnahmequelle für Fußballer sein. Lionel Messi (bei Adidas) und Cristiano Ronaldo (Nike) haben Verträge auf Lebenszeit unterzeichnet und sollen mehrere Hundert Millionen Euro kassieren. Eine beachtliche Summe streicht auch ein Teamkollege von Olise ein: Jamal Musiala kassiert laut der "Bild"-Zeitung sechs Millionen Euro pro Jahr von seinem Ausstatter Nike. Es ist eine Einnahmequelle, die sich Olise bewusst entgehen lässt – und das schon seit dem Beginn seiner Karriere. Ein Vertrauter des Franzosen erklärte kürzlich im Gespräch mit der französischen Sportzeitung "L'Équipe": "Er hat keinen Vertrag, das interessiert ihn überhaupt nicht." Olise wechselt sein Schuhwerk stattdessen lieber fröhlich durch. Er setzt vorwiegend auf ältere Nike-Modelle, hat aber auch schon Schuhe der US-amerikanischen Marke New Balance getragen. Ob sich die Sportartikelhersteller um einen Vertrag mit dem Bayern-Star bemühen, ist unklar. Die beiden US-Unternehmen ließen entsprechende Anfragen von t-online unbeantwortet. Dass Geld für den Flügelspieler nicht das Wichtigste ist, zeigt unterdessen auch ein anderer Aspekt. Bei den Bayern soll er zwölf Millionen Euro pro Jahr kassieren – Topverdiener Harry Kane kann doppelt so viel einstreichen. "Bild" berichtete im vergangenen Oktober, dass der FCB den Vertrag des Franzosen gerne verlängern und in dem Zuge das Gehalt erhöhen möchte. Seither ist es um eine mögliche Vertragsverlängerung aber ruhig geworden. Eine solche Ruhe gäbe es wohl kaum, wenn Olise mit seiner aktuellen Bezahlung unzufrieden wäre.

Читайте на сайте