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French Open: Trainer Mariano Puertas verlässt Davidovich Fokina nach Sieg

Alejandro Davidovich Fokina gewinnt sein Auftaktspiel in Paris nach hartem Kampf. Eigentlich ein Grund zur Freude. Aber was dann folgt, ist eine beispiellose Aktion seines Trainers. Der spanische Tennisprofi Alejandro Davidovich Fokina ist bei den French Open in der 2. Runde ausgeschieden. Er verlor am Mittwoch gegen Thiago Agustín Tirante aus Argentinien mit 6:4, 6:7, 1:6, 3:6. So weit, so unspektakulär. Wovon der Weltranglisten-23. jedoch im Anschluss berichtete, sucht seinesgleichen in der langen Geschichte des Profitennis. French Open: Spieler sackt nach Sieg zusammen und liegt minutenlang am Boden Zverev und das Ball-Geheimnis: "Vielleicht bin ich zu blöd" Begonnen hatte alles nach dem Auftaktsieg gegen Damir Dzumhur (6:7, 6:3, 2:6, 7:5, 6:3) am Sonntag. Davidovich Fokina hatte dabei großen Kampfgeist bewiesen, sich nach mehr als vier Stunden Spielzeit und einem 1:2-Satzrückstand in der Hitze von Paris durchgesetzt. Eine Leistung, mit der auch sein Trainer Mariano Puerta durchaus zufrieden sein konnte. Sollte man annehmen. Doch das war offensichtlich nicht der Fall, wie Davidovich Fokina nun auf der Pressekonferenz nach seinem Aus schilderte. Nach dem Spiel "haben wir zu Mittag gegessen und danach bin ich ein bisschen runtergekommen." Anschließend habe Puerta zunächst nur gesagt, "dass er sich schlecht fühlt. Dann ging er zurück ins Hotel." Anschließend sah ihn Davidovich Fokina nicht mehr wieder. Trainer blockiert Spieler und dessen Frau bei WhatsApp "Zwei Stunden später bekomme ich eine lange Nachricht von ihm, in der er schreibt, dass er nicht mehr zurückkomme. Dann hat er einen Flug nach Miami genommen, ohne das Team zu informieren", erzählt der Spanier. Der Rechtshänder zeigte sich fassungslos. "Es gab keinen Streit mit Puerta. Wir hatten eine sehr gute Beziehung. Jetzt hat er sowohl mich als auch meine Frau geblockt. Ich habe ihn bis jetzt für eine gute Person gehalten." Davidovich Fokina weiter: "Ich wünsche ihm nichts Böses, aber ich hoffe, dass zukünftige Spieler vorsichtig sind, wenn sie mit Puerta arbeiten." Er kündigte an: "Ich werde ihm nicht hinterherlaufen. Ich weiß auch nicht, ob ich auf seine Nachricht reagiere. Als Mensch hat er versagt." Der 47 Jahre alte Puerta war früher selbst Top-Ten-Profi, schaffte es bis auf Platz neun der Weltrangliste und galt als Sandplatzspezialist. 2005 erreichte der Argentinier das Finale der French Open gegen Rafael Nadal . Wenige Monate später wurde er wegen Dopings gesperrt. Danach schaffte er nicht mehr den Anschluss an die Weltspitze. Ob er nach dieser zweifelhaften Aktion nochmal als Trainer auf die Profitour zurückkehren wird, erscheint fraglich.

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