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DFB-Team: Wirtz und Musiala tauchen gegen die USA ab | WM 2026

Im letzten Test vor der Weltmeisterschaft fährt die DFB-Elf einen knappen Sieg über die USA ein. Doch ausgerechnet die beiden Hoffnungsträger für das Turnier tauchen dabei ab. Aus Chicago berichtet William Laing Vollends zu überzeugen wusste die deutsche Nationalmannschaft im letzten Test vor Beginn der Weltmeisterschaft nicht. Am Ende stand im Soldier Field von Chicago gegen den Co-Gastgeber USA dennoch ein 2:1 aus Sicht der DFB-Elf auf der sich vor der Skylinie der Millionenmetropole erhebenden Anzeigetafel. Die Treffer von Kai Havertz (2. Minute) und Leroy Sané (57.) bescherten dem Team von Julian Nagelsmann bei schwülen Temperaturen den neunten Sieg in Serie. Die deutsche Auswahl scheint zumindest auf dem Papier bereit für das in wenigen Tagen startende XXL-Turnier in Nord- und Mittelamerika. Doch weil nicht alles bei der Generalprobe nach Plan lief, muss eben jene Annahme zumindest ein kleines bisschen mit Vorsicht genossen werden. So offenbarte etwa die deutsche Defensive gegen die USA mehrfach Lücken. Im Angriff wiederum wusste zwar Kai Havertz mit einem Tor und einer Vorlage zu glänzen, doch dahinter legten ausgerechnet die beiden Hoffnungsträger für einen erfolgreichen Turnierverlauf eine erschreckend biedere Performance hin. Nicht der Tag der beiden Ausnahmekönner Es war einfach nicht der Tag von Jamal Musiala und Florian Wirtz . Die beiden Ausnahmekönner konnten dem deutschen Spiel in Chicago zu keiner Zeit ihren Stempel aufdrücken. Vom Zauber, der die Spielweise des Duos normalerweise umgibt, war dieses Mal nichts zu sehen. Musiala agierte insbesondere im ersten Durchgang nur wie ein Schatten früherer Tage. Dem Bayern-Profi fehlte das richtige Gespür in seinen Aktionen. Er verdribbelte sich, wirkte teilweise behäbig und gehemmt. Dass Musiala nach seiner schweren Verletzung vor rund einem Jahr immer noch nicht sein Top-Niveau erreicht hat, wurde deutlich. Immerhin: Im zweiten Durchgang wusste er sich etwas zu steigern und war mit einem klugen Pass auf Vorlagengeber Havertz unmittelbar an Sanés Siegtreffer beteiligt. Ein solcher Moment fehlte Wirtz wiederum völlig. Die Mühe war dem Liverpool-Akteur zwar über seinen gesamten Einsatz hinweg kaum abzusprechen. Doch gelingen wollte ihm dieses Mal einfach nichts. So lief das Spiel am 23-Jährigen über weite Strecken vorbei. Dabei hatte ausgerechnet Wirtz tags zuvor noch betont, im DFB-Team Verantwortung übernehmen und vorangehen zu wollen. "Das traue ich mir zu. Ich glaube, dass das Team das auch von mir erwartet", hatte der ehemalige Leverkusener auf der Pressekonferenz vor dem Spiel zu Protokoll gegeben. "Dafür bin ich bereit, um der Mannschaft den größtmöglichen Erfolg zu bringen." Untermauern konnte er diese Aussagen gegen die USA aber nicht. Es bleibt genug Zeit, um wieder in die Spur zu finden Allzu große Sorgen muss sich Julian Nagelsmann ob der Auftritte seiner beiden Topstars mit Blick auf den WM-Start wohl trotzdem nicht machen. Im vorletzten Test gegen Finnland (4:0) vor wenigen Tagen in Mainz hatten beide noch jeweils mit einem Treffer geglänzt. Wirtz war zudem bereits bei den Länderspielen im März der entscheidende Faktor im DFB-Team gewesen. Gegen die Schweiz (4:3) zeigte der Edeltechniker damals eine Galavorstellung, erzielte zwei Tore selbst und legte die anderen beiden auf. Die dürftige Darbietung des einst "Wusiala" getauften Wunder-Tandems kann der Bundestrainer also als einen zwar ungewöhnlichen, aber letztlich undramatischen Systemausfall werten. Bis zum eigenen Turnierbeginn bleibt der DFB-Elf zudem noch eine ganze Woche, um an den letzten Feinheiten für ein letztlich erfolgreiches Abschneiden zu feilen. Genug Zeit also auch für Musiala und Wirtz, wieder in die Spur zu finden und die Sinne im WM-Quartier in Winston-Salem für das Außergewöhnliche im eigenen Spiel noch einmal zu schärfen. Und auch der Gegner im ersten Match dürfte den beiden Spielgestaltern entgegenkommen. Am 14. Juni trifft Deutschland in Houston auf Curaçao. Der Karibikstaat ist das erste Mal bei einer WM dabei und auf Rang 82 das in der Weltrangliste am schlechtesten platzierte Team, das am Turnier teilnimmt. Beste Voraussetzungen also für die deutsche Auswahl, um mit einem souveränen Sieg in die Weltmeisterschaft zu starten. Und damit auch beste Voraussetzungen für Florian Wirtz und Jamal Musiala, um wieder einzigartige Glanzmomente im DFB-Dress zu kreieren. Von denen dürfte es auf dem Weg zu einem möglichen fünften WM-Titel nämlich einige brauchen.

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