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Johan Eliasch: Wiederwahl als Georgier? Fis-Präsident spaltet die Skiwelt

Fis-Präsident Johan Eliasch tritt in Belgrad für Georgien zur Wiederwahl an, weil ihn seine Heimatverbände nicht nominierten. Große Verbände und Ski-Stars machen keinen Hehl daraus, was sie von seiner Amtszeit halten. Beim Fis-Kongress in Belgrad steht am Donnerstag die Zukunft von Ski-Weltverbandspräsident Johan Eliasch auf dem Spiel. Der schwedisch-britische Funktionär kandidiert zur Wiederwahl – allerdings nicht für seine Heimatverbände, sondern für Georgien. Die hatten ihn schlicht nicht nominiert. Was ihn mit dem Land verbindet, erklärte Eliasch der Deutschen Presse-Agentur: "Ich war schon dort. Es ist ein Land, das mir sehr gut gefällt. Das Land liebt den Sport und hat großartige Berge zu bieten." Nach Fragen zu brisanten Vorwürfen: Zverev bricht Interview ab Es kehrt keine Ruhe ein: Erdbeben in Englands Trainingslager Viele Stars der Ski-Szene sowie die großen Verbände folgen dem Präsidenten auf diesem Weg längst nicht mehr. Gegen seine Wiederwahl stemmt sich unter anderem der Deutsche Skiverband. DSV-Vorstandsmitglied Stefan Schwarzbach sagte: "Das größte Versäumnis ist sicherlich der enorme Vertrauensverlust innerhalb des internationalen Ski- und Snowboardsports." "Hilft nicht, immer wieder neue Spachtelmasse aufzutragen" Man habe "über Jahre hinweg immer wieder dieselben Gespräche geführt, immer wieder dieselben Zusagen gehört" und "kurze Zeit später trotzdem wieder am gleichen Ausgangspunkt" gestanden. Schwarzbach weiter: "Aus unserer Sicht reichen kosmetische Korrekturen längst nicht mehr aus. Wenn ein Riss immer größer wird und an die Substanz geht, dann hilft es nicht, immer wieder neue Spachtelmasse aufzutragen." Bereits im Mai hatten der DSV, Österreich, die Schweiz, die USA, Norwegen und Kanada gemeinsam ein Schreiben verbreitet. Darin warben sie für Kurskorrekturen und indirekt für die Abwahl des Präsidenten. Doch nicht nur mächtige Verbände arbeiten sich an dem 64 Jahre alten Boss der Fis ab, sondern auch Sportlerinnen und Sportler. US-Skistar Mikaela Shiffrin sagte dem Schweizer "Blick": "Viele von uns Athleten haben das Gefühl, dass die Fis und die derzeitige Führung einen erheblichen Mangel an Transparenz an den Tag gelegt haben." Eliasch setzt auf die Unterstützung kleinerer Verbände. Der 64-Jährige sagte: "Nicht jeder ist glücklich. 10 von 80 Verbänden haben bereits gesagt, dass sie unbedingt einen Wechsel wollen. Sie wollen die Kontrolle übernehmen. Doch es gibt noch 70 weitere." Für eine mögliche zweite Amtszeit plant er sogenannte Fis-Games, bei denen alle Weltmeisterschaften gebündelt werden sollen – erstmals möglicherweise ab 2032. Zudem will er den Skisport unterhaltsamer machen und das TV-Erscheinungsbild verbessern. Auf die Frage, was bei einer Abwahl passiere, antwortete Eliasch: "Dann bekomme ich mein Leben zurück. Ich habe überhaupt nichts zu verlieren. Weil das Amt als Fis-Präsident ist ein 24/7-Job." Als mögliche Nachfolger gelten die vom britischen Verband nominierte Victoria Gosling sowie Alexander Ospelt aus Liechtenstein.

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