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Nach Helikopter-Abschuss: US-Militär greift Ziele im Iran an

Ein US-Militärhubschrauber stürzt vor der Küste des Omans ab - laut Präsident Trump ist der Iran verantwortlich. Die USA führen Vergeltungsschläge durch, kurz darauf droht Teheran seinerseits. Nach dem Abschuss eines US-Militärhubschraubers haben die USA nach eigenen Angaben Vergeltungsschläge auf Ziele im Iran ausgeführt. Die Angriffe erfolgten auf Anordnung von Präsident Donald Trump , erklärte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X. Trump kündigte in einem Interview eine "sehr starke, sehr kraftvolle" Antwort des US-Militärs auf den Abschuss des Apache-Kampfhubschraubers an, für den er den Iran verantwortlich machte. US-Medienberichten zufolge bombardierten die US-Streitkräfte iranische Luftabwehr- und Radarsysteme rund um die Straße von Hormus . "Die Mission stellt eine verhältnismäßige Antwort auf die ungerechtfertigte iranische Aggression dar", erklärte Centcom. Die Angriffe, die das Militär als "Selbstverteidigung" charakterisierte, hätten um 23.00 Uhr deutscher Zeit begonnen. Iran droht sofort mit Gegenangriffen Der Iran drohte seinerseits unmittelbar mit Gegenschlägen. "Unsere schlagkräftigen Streitkräfte werden keinen Angriff und keine Bedrohung unbeantwortet lassen", schrieb der iranische Außenminister Abbas Araghtschi in der Nacht ebenfalls auf X. Er warnte: "Verlassen Sie unsere Region, wenn Sie in Sicherheit sein wollen. Die Geschichte des Persischen Golfs kennt viele Kapitel über das tragische Schicksal von Eindringlingen." Zuvor hatte Teheran auf US-Beschuss einzelner Ziele im Iran mehrfach mit Angriffen auf die Staaten am Persischen Golf wie Kuwait oder die Vereinigten Arabischen Emirate reagiert. Dort befinden sich auch US-Militärstützpunkte. Trump spricht von sehr kraftvollem Vergeltungsschlag Iranische Medien berichteten infolge der US-Angriffe unter anderem über Explosionen in der Stadt Sirik an der Straße von Hormus sowie auf der Insel Qeschm. Auch aus dem Bereich der Großstadt Bandar Abbas gab es Berichte über Einschläge. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden zwei Wassertanks in einem Bezirk von Sirik getroffen, die Trinkwasserversorgung sei unterbrochen, hieß es. Centcom machte zunächst keine Angaben zu den Zielen oder dem Umfang der Angriffe. Trump sagte dem Sender ABC News in einem Telefoninterview, die Antwort auf den Abschuss müsse "sehr stark, sehr kraftvoll" ausfallen - "und genau das ist sie auch." Zudem sagte er - wohl mit Blick auf die zähen Verhandlungen mit Teheran im Ringen um ein Kriegsende - es gebe ein "sehr gutes Abkommen". Dieses werde wahrscheinlich Bestand haben. Nähere Angaben machte der Präsident dabei nicht. Trump hatte zuletzt wiederholt Optimismus verbreitet, wonach ein Abkommen mit dem Iran hin zu einem Kriegsende greifbar sei. Offiziell gilt im Iran-Krieg seit zwei Monaten eine Waffenruhe, doch zuletzt schien diese von Tag zu Tag brüchiger zu werden: Bereits am Sonntag war der Konflikt mit iranischen Raketenangriffen auf Israel gefährlich eskaliert. Die iranischen Streitkräfte feuerten in der Nacht ballistische Raketen unter anderem auf einen Luftwaffenstützpunkt im Norden Israels. Die israelische Luftwaffe flog daraufhin am Montag Angriffe auf Ziele im Iran. Trump rief beide Staaten zu einer "sofortigen" Waffenruhe auf. Sowohl Iran als auch Israel erklärten dann, ihre jeweiligen Angriffe wieder einzustellen. Die Lage blieb jedoch angespannt. Der Iran hatte seine Angriffe nach Angaben aus Teheran wegen der israelischen Attacken gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon begonnen. Israels Regierung hat jedoch kaum Zweifel daran gelassen, dass sie auch weiter gegen die schiitische Miliz im nördlichen Nachbarland vorgehen wird. Abkommen für ein Ende des Krieges nicht in Sicht Am Dienstag hatte Trump wegen des Abschusses des Apache-Kampfhubschraubers Vergeltungsschläge gegen den Iran angekündigt. Die USA müssten "zwangsläufig" auf diesen iranischen Angriff reagieren, erklärte er auf seiner Plattform Truth Social . Die beiden Besatzungsmitglieder des abgeschossenen Hubschraubers seien unverletzt und in Sicherheit. Trump hatte zu Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar einen schnellen Sieg versprochen, doch die Bemühungen um ein dauerhaftes Kriegsende stocken seit Wochen.

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