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WM 2026: Wie DFB-Trainer Julian Nagelsmann seine Kommunikation veränderte

Julian Nagelsmann hat schon in seinem jungen Alter viel Erfahrung gesammelt und viele Stationen hinter sich. Auch kommunikativ veränderte er sich. TSG Hoffenheim , RB Leipzig, FC Bayern München und nun Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Mit seinen 38 Jahren hat Julian Nagelsmann schon drei sehr ambitionierte Bundesligisten trainiert – und ist nun als Nationaltrainer der wohl wichtigste Coach des Landes. 2016 wurde Nagelsmann Trainer der ersten Mannschaft bei der TSG Hoffenheim, nur sieben Jahre später Coach der DFB-Auswahl. In dieser Zeit hat sich auch seine Kommunikation verändert. Besonders in Pressekonferenzen ist Holger Schmidt ein Unterschied aufgefallen. "Er nickt nicht mehr. Wenn man sich das anguckt, von der ersten Hoffenheim-PK zu der ersten Bayern-PK, ein riesiger Unterschied. Er war auch viel vorsichtiger in seinen Ansagen als in Hoffenheim", sagte der Medienexperte im t-online-Podcast "Julian Nagelsmann – The Youngest One". Mit der Aussage bezog sich Schmidt auf den Unterschied in Nagelsmanns Auftreten zu Beginn seiner Karriere im Vergleich zu der Zeit beim FC Bayern . Ab 2021 bis 2023 arbeitete er für den deutschen Rekordmeister. "Also wo er bei Hoffenheim gesagt hat, wir wollen besser Fußball spielen, sagt er nun, ich werde jetzt hier nicht alles auf den Kopf stellen", so Schmidt. Nagelsmann sei also in seiner ganzen Art vorsichtiger geworden – was daran liegen könnte, dass er damals den Job in Fußball-Deutschland übernommen hat, der am meisten kritisch bewertet wird. Interview mit Robin Gosens: "Das hat mir Julian Nagelsmann so gesagt" WM 2026: Alle aktuellen Entwicklungen in der Übersicht Schmidt hat Nagelsmann während seiner Zeit in München – im Vergleich zu den Hoffenheim-Jahren – als "extrem bescheiden, extrem vorsichtig" wahrgenommen. Deswegen, so schlussfolgert Schmidt, sei der Schritt nach München der größere gewesen im Vergleich zu dem Schritt, den der Fußballtrainer ging, als er in Hoffenheim vom Jugend- zum Herrentrainer hochgezogen wurde. Generell sei die Pressearbeit in München viel herausfordernd, was sich auch in Nagelsmanns Umgang gezeigt habe: "Beim FC Bayern hast du einfach auch eine viel größere Schar an Journalisten, die dann auch viel, viel mehr Gedanken haben. Also wenn du bei einem kleineren Verein immer die gleichen drei oder vier Kollegen da sitzen hast, dann kommen vielleicht weniger abseitige Fragen als beim FC Bayern." Nagelsmann musste unbequeme Fragen beantworten Probleme bekam Nagelsmann in der Kommunikation in München, als er immer wieder in Presserunden auf Themen angesprochen wurde, die mit Fußball nur wenig zu tun hatten – und die damaligen Funktionäre Oliver Kahn und Hasan Salihamidžić ihm nicht zur Seite standen. "Da ist es sehr, sehr wichtig, dass jemand neben dir sitzt, dessen Aufgabenbereich das eigentlich ist und der das dann abräumen kann. Und der sagen kann, selbst wenn die Frage an den Trainer gerichtet ist, so, das übernehme ich jetzt mal", so Schmidt. Mit der WM in Katar, der Corona-Pandemie und Joshua Kimmich , der sich nicht gegen das Virus impfen lassen wollte, gab es damals einige unbequeme Themen. Nagelsmann musste sie alleine beantworten – was ihm verständlicherweise nicht leicht fiel.

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