Kroatien kämpft sich gegen Ghana in K.-o.-Runde der WM
Kroatien knackt Ghanas starke Defensive, kann jedoch nur 45 Minuten brillieren. Am Ende können beide Teams jubeln. Kroatien hat Ghana am letzten Spieltag der Gruppe L durch einen Sieg im direkten Duell überholt. Die Auswahl von Trainer Zlatko Dalić gewann zum Abschluss der Gruppenphase gegen Ghana mit 2:1 (1:0) und qualifizierte sich als Gruppenzweiter hinter England für das Sechzehntelfinale. Der viermalige Afrikameister hatte schon vor dem Anpfiff sein Ticket für die Alles-oder-Nichts-Spiele sicher. Petar Sučić hatte Kroatien mit seinem Treffer nach 31. Minuten für eine starke erste Halbzeit belohnt. Doch nach dem Seitenwechsel war Ghana die deutlich bessere Mannschaft und kam durch Derrick Luckassen zum Ausgleich (73.). Bis der Treffer endgültig zählte, dauerte es jedoch fast drei Minuten, da der Videoschiedsrichter eine mögliche Abseitsstellung überprüfte. Fast im direkten Gegenzug brachte Nikola Vlašić die Kroaten nach einer Ecke wieder in Führung. (83). Kroatien würde nach aktuellem Stand im Sechzehntelfinale auf Portugal treffen, Ghana als einer der besten Gruppendritten auf Kolumbien. So lief das Spiel Der Favorit war klar besser in der ersten Halbzeit. Ein Distanzschuss von Vlašić (17.) streifte zunächst nur den linken Außenpfosten und auch die akribischen Flanken von Modrić brachten zunächst nicht den gewünschten Ertrag. Schließlich fasste sich Sučić aus mehr als 25 Metern ein Herz und überwand mit einem präzisen Flachschuss als erster Spieler bei diesem Turnier Ghanas Defensive. Auch gegen den Ball arbeitete der Favorit gut. Ghana hatte durch Antoine Semenyo (40.) von Manchester City lediglich eine Torchance in der ersten Halbzeit. Auch Stürmer Jordan Ayew, der mit seinem 121. Einsatz zum Rekordnationalspieler der Black Stars avancierte und seinen Bruder Andre überholte, war zunächst kein Faktor. Mit der Führung im Rücken zog sich Kroatien nach der Pause zurück. Die Zuschauer sahen nun ein temporeicheres Spiel, das Ghana leicht dominierte. Die Mannschaft von Trainer Carlos Queiroz war nun deutlich stärker auf Ballgewinne aus, agierte im letzten Drittel aber oft zu unpräzise. Erneut vergab Semenyo mehrere aussichtsreiche Chancen. Nach Luckassens Ausgleichstreffer wurde es nur kurz noch einmal spannend, denn Vlašić antwortete prompt nach einer perfekt getretenen Ecke von Modrić. Dieser hat seine Zukunft im Nationalteam für die Zeit nach der WM bislang offengelassen – und darf weiter auf ein langes Turnier hoffen.