WM: Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann kritisiert DFB-Elf deutlich
Schon wieder endet ein großes Turnier für Deutschland früh und voller Enttäuschung. Ein Ex-Bundestrainer rechnet mit der Leistung ab. Jürgen Klinsmann findet nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft deutliche Worte. Der frühere Bundestrainer kritisiert nicht nur die Mannschaft, sondern nimmt auch den Verband und den Trainerstab in die Pflicht. "Es ist ein sehr trauriger Tag für uns alle in Deutschland, das haben wir nicht erwartet", sagte Klinsmann beim US-Sender ESPN. Und weiter: "Die Art und Weise, wie wir ausgeschieden sind, ist niederschmetternd, eine Peinlichkeit. Es ist genauso schrecklich wie in Katar vor vier und Russland vor acht Jahren." DFB-Elf scheidet aus: Nur einer hat eine Antwort Drama um Deutschland: Ein absoluter Skandal Für Klinsmann ist klar: Die erneute Enttäuschung "stürzt Deutschland in ein tiefes, tiefes Loch". Nun müsse es Konsequenzen geben, "was auch immer diese Konsequenzen sein mögen". Auf Bundestrainer Julian Nagelsmann angesprochen, sagte Klinsmann: "Die Verantwortung liegt bei allen – vom Trainerstab über den Verband bis hin zu jedem einzelnen Spieler. Jeder hat seinen Teil zu diesem Desaster beigetragen." Die DFB-Elf habe "ihr Gesicht verloren". Deutschland war im Sechzehntelfinale gegen Paraguay gescheitert. Nach 120 Minuten stand es 3:4 im Elfmeterschießen. Klinsmann sagte über die Spieler, sie "hatten nicht die Energie, die Entscheidungsfreude und Aggressivität, um diese Schlacht zu gewinnen. Am Ende schien es, als wären sie nicht einmal auf das Elfmeterschießen vorbereitet, was irrwitzig ist. Wir lieben Elfmeterschießen normalerweise!" Der 61-Jährige fordert nun eine umfassende Aufarbeitung. "Alles, von oben bis unten, muss hinterfragt und diskutiert werden."