2. Bundesliga: Nürnberg schlägt Dresden klar – St. Pauli schwächelt
Den 1. FC Nürnberg haben in dieser Saison einige Experten auf dem Zettel. Der 1. Spieltag zeigt: wahrscheinlich zu Recht. Miroslav Klose hat Grund zur Freude: Der Trainer des 1. FC Nürnberg hat mit seinem Team das erste Spiel der neuen Saison deutlich gewonnen. Mit 3:0 gewann der "Club" aus Franken gegen Dynamo Dresden. Nürnbergs Matchwinner war dabei zweifellos Mohamed Alì Zoma, der alle drei Treffer erzielte. Parallel holte der Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli nur ein 1:1-Unentschieden gegen die SpVgg Greuther Fürth . Ein eher enttäuschendes Resultat für die "Kiezkicker" aus Hamburg, die zu den Aufstiegsaspiranten zählen. Die Partie von Energie Cottbus gegen Hannover 96 wurde derweil zu einer echten Überraschung. Während die Gäste aus Hannover das Spiel dominierten, mehrfach das Aluminium trafen und gute Chancen liegen ließen, schoss Cottbus mehr Tore. Der Aufsteiger aus der Lausitz triumphierte mit 3:1. 1. FC Nürnberg – Dynamo Dresden Der 1. FC Nürnberg hat seine Auftaktmisere in der 2. Liga dank des überragenden Mohamed Alì Zoma beendet und die neue Saison mit dem erhofften Sieg eröffnet. Der in Europa begehrte Italiener sicherte dem "Club" mit einem Dreierpack beim 3:0 (2:0) gegen Dynamo Dresden erstmals seit 2019 am ersten Spieltag drei Punkte. Zoma (9., 45.+3) brachte die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose schon in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße und erhöhte nach der Pause per Elfmeter-Nachschuss (75.). Die Zukunft des 22-Jährigen, der in der vergangenen Saison mit 14 Toren und fünf Vorlagen bei mehreren Vereinen Begehrlichkeiten geweckt hat, ist weiterhin fraglich. Ein Abschied bis Ende des Transferfensters am 1. September wurde am Sonntag jedenfalls nicht unwahrscheinlicher. Dresden, in der vergangenen Saison noch viertbeste Rückrundenmannschaft der gesamten 2. Liga, fehlte es offensiv derweil an Durchschlagskraft. Das soll in den kommenden Wochen besser werden. FC St. Pauli – SpVgg Greuther Fürth Absteiger FC St. Pauli ist zum Saisonauftakt hart in der Zweitliga-Realität gelandet. Der Klub aus Hamburg kam am ersten Spieltag trotz einer guten zweiten Hälfte zu Hause nicht über ein 1:1 (0:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth hinaus. Neu-Trainer Marcel Rapp verpasste bei seinem Pflichtspiel-Debüt damit den angepeilten Auftakt nach Maß. Neuzugang Marcus Mathisen (46.) traf im ersten Spiel nach dem Abgang des langjährigen Kapitäns Jackson Irvine direkt nach der Pause. Für Fürth war der auffällige Felix Klaus (52.) erfolgreich. St. Pauli fehlte nach dem Umbruch im Sommer in der ersten Hälfte merklich die Abstimmung. Neben Irvine hatten weitere Leistungsträger wie Torhüter Nikola Vasilj, Hauke Wahl, Karol Mets und Andreas Hountondji die Mannschaft verlassen. Der vom Gegner aus Fürth gekommene Offensiv-Allrounder Branimir Hrgota strahlte wenig Gefahr aus – und so war Fürth dank des spielfreudigen, aber zunächst glücklosen Klaus die etwas bessere Mannschaft. Dass es torlos in die Pause ging, hatte St. Pauli dem starken Keeper Ben Voll zu verdanken. In Hälfte zwei wurde es dann von Beginn an rasant. Erst traf Mathisen kurz nach Wiederanpfiff per Kopf - kurz darauf schlug Kapitän Klaus zurück. Seinen Schuss aus der Drehung fälschte Mathisen unhaltbar ab. St. Pauli übernahm nun das Kommando und spielte ansehnlich nach vorne, ließ aber zahlreiche Chancen ungenutzt. In der Schlussphase ärgerte sich St. Pauli nach einem harten Einsteigen gegen Ricky-Jade Jones über einen nicht gegebenen Foulelfmeter. FC Energie Cottbus – Hannover 96 Energie Cottbus hat bei der lang ersehnten Rückkehr in die 2. Bundesliga einen hart erkämpften Sieg gefeiert. Im ersten Zweitliga-Match der Lausitzer seit 2014 kam die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz gegen Hannover 96 mit viel Einsatz und etwas Glück zu einem 3:1 (1:1)-Erfolg. Kapitän Tolcay Cigerci (14./71., Foulelfmeter) und Justin Butler (76.) trafen für den Aufsteiger. Maurice Neubauer (28.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Hannover startete mit Kontrolle in das Duell, das wegen technischer Probleme beim Schiedsrichter-Funk mit zehnminütiger Verspätung begonnen hatte . Energie setzte auf Umschaltmomente, wirkte im Ballbesitz jedoch nervös und agierte zu überhastet. Das rächte sich fast: Der neue Torhüter Marcel Lotka, der ansonsten stark parierte, spielte den Ball in den Fuß des Gegners. Der überraschte Lars Gindorf scheiterte dann aber freistehend (10.). Cigercis Freistoß lenkte Mustapha Bundu unhaltbar ab, der Treffer gab Energie aber kaum Sicherheit. Hannover drängte auf den Ausgleich und war mehrfach dicht dran. Kolja Oudenne verpasste die prompte Antwort (15.), 96-Kapitän Stefan Teitur Thordarson scheiterte knapp aus der Distanz (19.), einen Oudenne-Schlenzer lenkte Lotka an die Latte (24.). Neubauer belohnte Hannover mit dem verdienten Ausgleich. Die Niedersachsen blieben auch danach brandgefährlich. Für Cottbus war das Halbzeit-Ergebnis schmeichelhaft. Nach der Pause gestaltete das Wollitz-Team das Spiel ausgeglichener. Hannover fehlte die Intensität der ersten Hälfte, war dem zweiten Treffer zunächst dennoch näher. Die Tore gelangen dann aber den zuvor offensivschwachen Lausitzern. 96-Torhüter Pascal Loretz hatte Moritz Hannemann zu Fall gebracht. Cigerci nutzte seine Chance vom Elfmeterpunkt, Butler machte alles klar.