Krieg in Nahost: Trump – Haben alle Minen in Straße von Hormus geräumt
Ein Schiff der russischen Schattenflotte ist in Seenot geraten. Das iranische Regime verstärkt die oberste Militärführung. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 11. August Trump: Haben in gesamter Straße von Hormus Minen geräumt Donald Trump zufolge sind in der gesamten Straße von Hormus Minen geräumt worden. Das sagte der Republikaner im Weißen Haus vor Journalisten und betonte, dass die Meerenge für die Schifffahrt offen sei. Die USA kontrollierten die für den Öltransport wichtige Seestraße "zu 100 Prozent". Gelegentlich würde der Iran eine Mine ablegen, man finde diese Minen aber. Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der Straße. Der Nationale Sicherheitsrat des Irans knüpfte dies iranischen Medienberichten zufolge an Zugeständnisse der USA und ihrer Verbündeten. Der Iran beabsichtigt nach Angaben des Außenministeriums in Teheran zudem, von Handelsschiffen Gebühren für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben. Am Wochenende hatte Trumps Vize JD Vance gesagt, dass die Iraner zu Beginn des Kriegs eine große Anzahl an Minen verlegt hätten. Aktuell arbeite man daran, wie man einen Mechanismus für eine sichere Schifffahrt dort einrichten könne. Vance zufolge schließt das sowohl eine Minenräumung als auch Zusagen des Irans ein, keine Handelsschiffe anzugreifen USA verlängern Ausnahme für Schiffstransport von Rohstoffen Die US-Regierung hat eine Ausnahmeregelung für die Schifffahrt in Teilen um 90 Tage verlängert, um damit die Versorgung von wichtigen Ressourcen wie Benzin, Diesel und Sojaöl sicherzustellen. Wichtigen Industriezweigen und dem Militär solle damit geholfen werden, teilte das Weiße Haus mit. Ein hochrangiger Regierungsbeamter fügte hinzu, dass die Aussetzung des sogenannten Jones Acts am 17. August in Kraft treten werde. Mitte März hatte die Regierung das Gesetz zunächst für 60 Tage ausgesetzt, das den Schiffsverkehr zwischen US-Häfen einschränkt: Demnach durften Schiffe mit Güterlieferungen von den Vereinigten Staaten aus nur dann einen anderen US-Hafen anlaufen, wenn sie unter US-Flagge fahren. Ausländischen Schiffen war das bisher nicht oder nur eingeschränkt möglich. Die jetzige Verlängerung gilt US-Regierungskreisen zufolge ausschließlich für Schiffe, die Güter wie Benzin, Diesel, Rohöl, Heizöl, Flüssigerdgas, Sojaöl und Düngemittel transportieren. Zusätzlich gibt es die Änderung, dass das US-Verteidigungsministerium entscheidet, für welche Schiffe die Ausnahmeregelung gilt. Das Gesetz wurde 1920 verabschiedet, um US-amerikanische Reedereien und Seehandelsunternehmen zu schützen. Kritikern zufolge verteuert es aber den Transport von Gütern und treibt damit die Verbraucherpreise, weil für einen Öltransport von einem US-Hafen an den anderen weniger Schiffe infrage kommen. Montag, 10. August Oman: Ölteppich nach Tanker-Havarie breitet sich aus Der Ölteppich eines vor der Küste Omans havarierten Tankers hat sich ausgebreitet und bedeckt nach Angaben der omanischen Umweltbehörde inzwischen eine Fläche von fast 400 Quadratkilometern. Die "Caroline Bezengi" sei in der Nähe eines Naturschutzgebietes bei den Hallanijat-Inseln auf Grund gelaufen, teilt die Behörde weiter mit. Das Schiff hat knapp eine Million Barrel russisches Öl für den asiatischen Markt geladen. Es war Anfang Juni nach einer mutmaßlichen Explosion an Bord vor der Küste des Jemen in Seenot geraten. Der Tanker gehört zur sogenannten Schattenflotte, mit der Russland westliche Sanktionen umgeht, und ist selbst mit Strafmaßnahmen der EU und weiterer Staaten belegt. Teheran benennt neue oberste Militärführung Kurz nach der Ernennung eines neuen obersten Sicherheitsberaters werden im Iran sechs militärische Führungspersonen neu bestimmt. Die Dekrete zu den Neubesetzungen wurden am Abend (Ortszeit) auf einem Telegram-Kanal veröffentlicht, der Nachrichten des obersten iranischen Führers Modschtaba Chamenei transportiert. Iranische Medien berichteten gleichlautend und zeigten Bilder einer Zeremonie, bei der Chamenei jedoch nicht zu sehen ist. Zwei Persönlichkeiten stechen hierbei hervor: So wird Ahmad Wahidi in den Rang eines Generals befördert und als Oberbefehlshaber der mächtigen Revolutionsgarden (IRGC) formal festgelegt. Er führte die Rolle bereits seit der Tötung seines Vorgängers aus. Zudem wird mit Hossein Taeb ein langjähriger Geheimdienstler zum neuen Chef der paramilitärischen Basidsch-Milizen. Daneben wurden die Brigadegeneräle Ali Abdollahi als Stabschef der Streitkräfte und Ali Asmai als Kommandeur der Seestreitkräfte der Revolutionsgarden ernannt. Zwei weitere Ernennungen betreffen Stellvertreter. Trump fordert Entschädigung von Iran US-Präsident Donald Trump hat vom Iran Entschädigungszahlungen für die Opfer des Konflikts mit den USA und Israel gefordert. Die iranische Führung müsse für "all die Menschen, die sie getötet und schwer verwundet hat", Schadenersatz leisten, erklärte Trump. Er reagierte damit auf iranische Forderungen nach Entschädigungen für Kriegsschäden. Die Regierung in Teheran hat unter anderem erwägt, künftig Gebühren für die Passage der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu verlangen. Ölpreise steigen: Unsicherheit über Öffnung der Straße von Hormus Die Ölpreise sind am Montag wegen der anhaltenden Unsicherheit über eine baldige Wiedereröffnung der Straße von Hormus gestiegen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,09 Prozent auf 84,46 Dollar je Barrel, während US-Leichtöl WTI um 0,78 Prozent auf 78,79 Dollar zulegte. Zwar stehe ein Abkommen mit Oman über neue Schifffahrtsrouten kurz vor dem Abschluss, teilte die Regierung in Teheran am Sonntag mit. Die wichtige Wasserstraße werde jedoch erst wieder freigegeben, wenn die USA weitere Bedingungen wie etwa Entschädigungszahlungen für Angriffe erfüllten. Für zusätzliche Verunsicherung am Markt sorgte ein Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf eine Raffinerie des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco am Sonntag. In der vergangenen Woche waren die Ölpreise noch um mehr als sieben Prozent gefallen, da Anleger auf eine rasche Öffnung der Meerenge gehofft hatten, durch die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweit geförderten Öls transportiert wurde. Leere Depots – Pentagon macht Druck bei US-Waffenproduktion Das Pentagon hat Vertreter der US-Rüstungsindustrie dazu aufgefordert, die Produktion und Lieferung von Waffen rasch zu steigern. Das berichten die "Washington Post" und der US-Sender CNN übereinstimmend unter Berufung auf eine Mitteilung eines Ministeriumsvertreters. Pentagon-Sprecher Sean Parnell bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit des Dokuments. Es fällt in eine Zeit, in der Experten und Berichte von US-Medien zuletzt immer wieder auf schwindende Waffenreserven im US-Militär als Folge des Iran-Kriegs hingewiesen hatten. US-Präsident Donald Trump wies das zurück. Der stellvertretende US-Verteidigungsminister Steve Feinberg habe Vertretern der Rüstungsindustrie am Mittwoch eine Frist von maximal drei Wochen übermittelt, um Pläne vorzulegen, die schnellere Liefertermine und/oder eine gesteigerte Produktion für kritische Fähigkeiten vorsähen, zitieren CNN und die "Washington Post" aus dem Dokument. Laut der Zeitung soll Feinberg darin eine klare Erwartung geäußert haben: "Jahrelange Entwicklungszyklen sind nicht akzeptabel." Man müsse die Pläne drastisch beschleunigen und die Produktionskapazitäten jetzt ausbauen, zitiert ihn die "Washington Post" weiter. Seit dem ersten Tag von Pete Hegseth als US-Verteidigungsminister konzentriere sich das Pentagon darauf, einen Wandel hinsichtlich der Geschwindigkeit, Kapazität und Schlagkraft der amerikanischen Verteidigungsindustrie herbeizuführen, betonte Parnell in einem Statement. Hegseths Stellvertreter Feinberg arbeite daran, ein veraltetes Beschaffungssystem zu reformieren. "Direkt mit führenden Vertretern der Industrie zusammenzuarbeiten, um die Produktion zu beschleunigen, ist nichts Neues." Vom Iran unterstützte Rebellen greifen Hafenstadt im Jemen an Die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen haben erneut die an der Westküste Jemens liegende Hafenstadt Mokka angegriffen. Die Armee teilte am späten Abend auf der Plattform X mit, die Huthi-Miliz habe ballistische Raketen und Drohnen auf ein Wohnviertel der von der Regierung kontrollierten Stadt geschossen. Die Luftabwehr habe einige Drohnen abgefangen. Bei einem Angriff der Miliz zuvor seien sieben Zivilisten und Militärangehörige getötet und weitere Menschen verletzt worden, teilte die Armee weiter mit. Huthi-Militärsprecher Jahja Sari erklärte auf der Plattform Telegram, der Angriff habe saudi-arabischen Truppen und Waffenlagern in der Stadt gegolten. Mokka liegt nahe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab, die für die Schifffahrt den Eingang zum Roten Meer bildet. Saudi-Arabien kämpft gemeinsam mit der international anerkannten Regierung im Jemen seit Jahren gegen die Huthi-Miliz. Diese hatte den Jemen, ein armes Land auf der Arabischen Halbinsel, 2014 förmlich überrannt und in einen Bürgerkrieg gestürzt. 2022 trat in dem Konflikt eine Waffenruhe in Kraft, kleinere Gefechte gab es allerdings weiterhin. Trump: "Wir verhandeln nur so halb" Donald Trump will auf weitere Angriffe auf den Iran offenbar vorerst verzichten und stattdessen auf wirtschaftlichen Druck setzen. "Wir halten uns zurück", sagte Trump dem Nachrichtenportal "Axios" am Sonntag in einem kurzen Telefoninterview. "Wir verhandeln nur so halb mit ihnen", fügte der US-Präsident hinzu. Die US-Regierung warte ab und beobachte den Iran, der eine "enorme Inflation" und "kein Geld" habe. Trump hatte erst vor gut einer Woche neue massive Angriffe auf den Iran angedroht, diese dann aber wieder ausgesetzt, weil es "Umrisse einer Vereinbarung" zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus gebe. Zuletzt hatte der Iran aber wieder harte Bedingungen für eine Öffnung der für den weltweiten Erdöl- und Erdgashandel wichtigen Meerenge gestellt. Die iranischen Revolutionsgarden bekräftigten am Sonntag, die Straße von Hormus werde so lange blockiert bleiben, "bis der Feind alle unsere Bedingungen erfüllt". Nachdem Außenminister Abbas Araghtschi am Samstag unter anderem "Entschädigungen" von den USA gefordert hatte, legte der Nationale Sicherheitsrats des Iran eine ganze Liste an Bedingungen für ein Ende der Blockade vor: Er forderte unter anderem ein Ende des "Krieges und der Aggression gegen den Iran und seine Verbündeten im Libanon , in Palästina, im Jemen und im Irak" sowie eine Aufhebung der von den USA verhängten Blockade iranischer Häfen und der Sanktionen. Irans Präsident Peseschkian trifft obersten Führer Chamenei Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich mit dem neuen obersten Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, getroffen. Wie Chameneis Büro am Sonntag mitteilte, sprach die beiden "ausführlich über die Probleme und Herausforderungen des Landes", einschließlich der "derzeitigen militärischen Lage und der Zukunftsaussichten". Wann genau das Treffen stattgefunden hat, wurde nicht mitgeteilt. Am Mittwoch hatte Peseschkian die Kommunikation mit Chamenei noch als "momentan sehr schwierig" bezeichnet. Peseschkian hatte zuletzt Anfang Mai mitgeteilt, dass er sich mit Chamenei getroffen habe. Er hatte auch damals kein Datum genannt. Chameneis Büro hatte damals gar keine Stellungnahme abgegeben. Chamenei ist der Nachfolger von Ayatollah Ali Chamenei, der seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik gestanden hatte und am ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran am 28. Februar getötet worden war. Sein Sohn Modschtaba Chamenei, der seine Nachfolge antrat, ist seitdem nie öffentlich aufgetreten. Am Sonntag kündigte ein General der iranischen Revolutionsgarden die Veröffentlichung von Fotos an, die Chamenei in der Öffentlichkeit und bei Treffen zeigen sollen. Wie er der Nachrichtenagentur Tasnim sagte, ist dies "künftig" geplant, einen konkreteren Zeitpunkt nannte er aber nicht. Netanjahu: Israel lehnt Gaza-Fahrplan ab Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seine Ablehnung des von US-Präsident Donald Trump unterstützten Plans zur Entwaffnung der islamistischen Hamas im Gazastreifen bekräftigt. Bereits vergangene Woche hatte Netanjahu den Plan kritisiert, nun wurde er deutlicher: "Israel lehnt den 15-Punkte-Plan ab", sagte er am Sonntag. Die israelische Armee werde erst dann aus dem Gazastreifen abziehen, wenn die dort herrschende Hamas "wirklich" entwaffnet sei. Die Hamas und ihre Verbündeten sind nach Netanjahus Ansicht nach wie vor in der Lage, einen neuen Angriff auf Israel zu starten. Israels Armee werde daher "weiterhin Bedrohungen für unsere Streitkräfte und unsere Bürger abwehren". Trump hatte Ende Juli eine Einigung zur Entwaffnung der Hamas und ihrer Verbündeten im Gazastreifen sowie einen Rückzug der israelischen Armee bekannt gegeben. Seinen Plan bezeichnete er als "Meilenstein". Nach Darstellung des US-Präsidenten sollte die islamistische Miliz schrittweise ihre Waffen abgeben, anschließend sollten sich die israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen zurückziehen. Eine internationale Stabilisierungstruppe und eine neue palästinensische Polizei sollten die Verantwortung übernehmen. Zuletzt hatte der von Trump ins Leben gerufene "Friedensrat" bei einem Treffen mit Netanjahu am vergangenen Montag zugesagt, die israelische Armee müsse sich erst dann zurückziehen, wenn die Hamas "vollständig" entwaffnet sei. Nach Ansicht einiger "Friedensrat"-Mitglieder ist dieses Ziel jedoch nicht realistisch erreichbar. Sonntag, 9. August Iran tauscht obersten Sicherheitsberater aus Der ehemalige Kommandeur der mächtigen iranischen Revolutionsgarden (IRGC), Mohsen Resai, ist neuer Vorsitzender des iranischen Nationalen Sicherheitsrates. Der oberste Führer Modschtaba Chamenei habe ihn an die Spitze des mächtigen Gremiums berufen, teilten iranische Medien übereinstimmend mit. Chamenei schrieb dies auch selbst auf X. Mit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar waren durch amerikanisch-israelische Luftangriffe viele zentrale Personen der iranischen Führung getötet worden. Dass nun der bisherige Vorsitzende des Sicherheitsrates, der eher unbekannte Brigadegeneral Mohammed Bagher Solghadr, durch Resai ersetzt wird, könnte auf eine weitere Festigung des Einflusses der IRGC auf die Regierung hindeuten. Generalmajor Resai gilt als eine der dienstältesten Figuren des iranischen Machtapparats: Bereits zu Zeiten des Schahs war er Teil einer Organisation, die mitunter gewaltsam den Boden für die islamische Revolution 1979 bereitete. Als 27-Jähriger wurde er während des Iran-Irak-Kriegs Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden. In den vergangenen Jahren widmete er sich der Politik. Er gilt als einflussreiche Figur in Sicherheitskreisen. Die argentinische Staatsanwaltschaft benannte Resai als einen der Hintermänner eines schweren Bombenanschlags auf eine jüdische Gemeinde in Buenos Aires 1994. Iran erteilt direkten Gesprächen mit den USA eine Absage Der Iran führt nach den Worten von Außenminister Abbas Araghtschi keine direkten Gespräche mit den USA. Man werde keine Verhandlungen aufnehmen, solange Washington gegen ein im Juni unterzeichnetes Übergangsabkommen verstoße, sagte Araghtschi am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Mehr. Die Gespräche zwischen beiden Seiten liefen jedoch über Vermittler weiter. Zudem äußerte sich der Minister zu der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus. Ein Abkommen mit Oman stehe kurz vor dem Abschluss, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Dies bedeute jedoch keine Wiedereröffnung der strategischen Meerenge, betonte Araghtschi. Vielmehr lege die Vereinbarung die neuen Schifffahrtsrouten fest, die nach einer Wiedereröffnung der Meerenge genutzt werden sollen. Eine solche Wiedereröffnung hänge aber davon ab, dass die USA weitere, nicht näher bezeichnete Bedingungen erfüllten. Raffinerie in Brand gesetzt: Huthis bekennen sich zu Angriff Die vom Iran unterstützten Huthis im Jemen haben nach eigenen Angaben erneut eine saudi-arabische Ölanlage am Roten Meer angegriffen. Die Miliz habe "erfolgreich die Aramco-Ölraffinerie im Dschisan mit einer Drohne" attackiert, erklärte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Sonntag. Den Angriff bezeichnete er als "präzise" und als Reaktion auf Vorstöße Saudi-Arabiens im Nordwesten des Jemen. Die Huthis kontrollieren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa sowie Gebiete an der Grenze zu den saudi-arabischen Provinzen am Roten Meer. Die von Teheran unterstützte Miliz hatte Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither nach eigenen Angaben saudi-arabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich angegriffen. Die Miliz hatte den Jemen damit in den Iran-Krieg hineingezogen. In den vergangenen Tagen kamen bei den folgenschwersten Huthi-Angriffen seit Jahren im Jemen Dutzende Menschen ums Leben. Die Bedrohung der Schifffahrt und saudi-arabischer Ölanlagen erfolgt parallel zu Teherans weitgehender Blockade der für den Welthandel enorm wichtigen Straße von Hormus. Brand in saudischer Raffiniere gelöscht Die Feuerwehr hat einen Brand in einer Raffinerie des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco in Dschisan gelöscht. Dies teilt das saudische Energieministerium mit. Verletzte habe es nicht gegeben. Zur Brandursache werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht. Dschisan liegt am Roten Meer nahe der Grenze zum Jemen. Die Raffinerie mit einer Kapazität von 400.000 Barrel pro Tag war einem von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Vermerk des Beratungsunternehmens IIR zufolge bereits am 27. Juli stillgelegt worden. Grund war ein Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz, bei dem der Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk-Komplex (GuD) und der Tanklagerbereich der Anlage beschädigt wurden. Die vom Iran unterstützten Huthis hatten damals erklärt, sie hätten Aramco-Standorte in Dschisan und Janbu angegriffen. Teheran stellt neue Forderungen an die USA Der Iran stellt neue Forderungen an die USA für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Die Vereinigten Staaten dürften die Islamische Republik nie wieder bedrohen, hieß es in einer von iranischen Staatsmedien veröffentlichten Erklärung des Nationalen Sicherheitsrats. Zudem müssten sie den Krieg gegen den Iran und dessen Verbündete in der Region endgültig beenden. Der Nationale Sicherheitsrat ist das höchste Entscheidungsgremium im Land, wird von Präsident Massud Peseschkian geleitet und steht unter der Aufsicht des obersten Führers Modschtaba Chamenei. Iran: USA blockieren Lebensmittel Die Preise für Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs sind im Iran seit Beginn des Konflikts im Februar rasant gestiegen. Dies sagt der iranische Präsident Massud Peseschkian auf einer Pressekonferenz. Er machte die USA für Schwierigkeiten beim Import von Grundgütern verantwortlich. Die Ausnahmen von der US-Blockade für humanitäre Hilfe erwähnte er nicht. Das US-Zentralkommando hatte kurz zuvor mitgeteilt, seit Beginn der aktuellen Blockade hätten die US-Streitkräfte mehr als 30 Schiffe mit Hilfsgütern für den Iran passieren lassen. 53 Schiffe seien abgewiesen, zwei außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert worden. Samstag, 8. August US-Ziel im Iran-Krieg: JD Vance nennt wichtigsten Punkt Ziel der USA ist es laut Vizepräsident JD Vance, beim Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus wieder das Niveau vor dem Iran-Krieg herzustellen. Das sagte der Republikaner dem US-Sender Fox News auf die Frage, was bei einem hypothetischen Abkommen ein akzeptabler Status quo für die Meerenge wäre. Vance gab an, dass die Iraner das zugesagt hätten und auch die Golfstaaten das wollten. Gleichzeitig sagte er auch, dass die USA darauf nicht vertrauten. In den vergangenen Wochen hätten die Iraner und die Golfstaaten, vor allem Oman, darüber gesprochen, wie man einen sicheren Schiffsverkehr gewährleisten könne. Das Problem ist laut Vance vor allem, dass Teheran zu Beginn des Iran-Kriegs eine große Anzahl an Minen verlegt hätten. Gegenwärtig arbeite man daher daran, wie man einen Mechanismus für eine sichere Schifffahrt dort einrichten könne. Vance zufolge schließt das sowohl eine Minenräumung als auch Zusagen des Iran ein, keine Handelsschiffe anzugreifen. Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitestgehend ungestört. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wurde durch die Straße von Hormus transportiert, die auch etwa für den Transport von Flüssiggas und Dünger zentral ist. In den USA erhöhen insbesondere die gestiegenen Benzinpreise den Druck auf US-Präsident Donald Trump und sein Team, eine schnelle Lösung für ein Kriegsende zu finden – auch mit Blick auf die Midterms 2026 . Oman bezeichnet Hormus-Gespräche mit Iran als "positiv" Oman hat die Gespräche mit dem Iran über die Schifffahrt in der Straße von Hormus als "positiv und konstruktiv" bezeichnet. Zeitgleich warnte der Golfstaat aber vor weiteren Angriffen auf Schiffe im aktuellen Iran-Krieg. Das Außenministerium in Maskat verurteilte am Samstag die "wiederholten Angriffe" auf Schiffe in der Meerenge, ohne den Iran ausdrücklich zu nennen. Die Warnung erfolgte vor dem Hintergrund einer Serie von Angriffen, für die unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate den Iran verantwortlich machen. Ölkonzern meldet Angriff auf Schiff in Straße von Hormus In der strategisch wichtigen Straße von Hormus ist am Samstag ein Schiff der staatlichen Ölgesellschaft von Abu Dhabi (ADNOC) mit einer Rakete angegriffen worden. Verletzt wurde dabei niemand, wie das Unternehmen über die staatliche Nachrichtenagentur WAM mitteilte. Zu dem angegriffenen Schiff, seiner Ladung, dem Ausmaß des Schadens oder zur Verantwortung für den Angriff wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Lage sei aber unter Kontrolle, hieß es. Der Angriff erfolgte, während der Iran die Wiedereröffnung der Seestraße von der Erfüllung eigener Bedingungen abhängig macht. Die Revolutionsgarden erklärten, eine Freigabe der Meerenge hänge von der Zustimmung der USA zu iranischen Forderungen ab. "Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus unterliegt den spezifischen Mechanismen und Bedingungen der Islamischen Republik Iran", zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim den Sprecher der Garden, Hussein Mohebbi. "Sie steht nicht im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen dem Iran und Oman." Die iranische Erklärung ist eine Reaktion auf Äußerungen eines US-Regierungsvertreters vom Freitag. Dieser hatte von Fortschritten bei Gesprächen zwischen dem Iran und Oman berichtet, die bald zu einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen könnten. Die für den Ölhandel wichtige Seestraße ist seit fünf Monaten durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran für die internationale Schifffahrt nur eingeschränkt passierbar. Iranischer Präsident äußert sich zu interner Kritik Der iranische Präsident Massud Peseschkian verteidigt trotz des Widerstands von Hardlinern Verhandlungen mit den USA. "Wenn wir unsere Rechte im Dialog durchsetzen können, warum sollten wir das dann nicht tun?", sagt er in einem am Freitag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die meisten ranghohen Kommandeure befürworteten Gespräche über ein Abkommen, das die Kämpfe beenden solle, sagt Peseschkian weiter. Dabei verweist er auf das Verhältnis zwischen Washington und Peking : "Der größte Feind Amerikas ist China . Warum bekämpfen die beiden einander nicht?" China gehe seinen eigenen Weg und werde immer stärker. Analysten zufolge könnten Anzeichen für Spannungen zwischen Peseschkian und anderen Akteuren im Machtapparat – etwa dem obersten geistlichen Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei und den Revolutionsgarden – die diplomatischen Bemühungen erschweren. Freitag, 7. August Huthis starten weitere Angriffe im Jemen Die Huthi-Miliz hat nach Angaben regierungsnaher Medien erneut Ziele in der jemenitischen Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten am Morgen mehrere Explosionen am Stadtrand von Marib gehört. Über einem Militärlager der international anerkannten jemenitischen Regierung seien Rauchwolken aufgestiegen. Der regierungsnahe Fernsehsender Saba TV berichtete, dass die Luftabwehr mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen über Marib abgefangen habe. Zugleich habe die Huthi-Miliz die Stadt mit Raketen und Drohnen beschossen. Opfer hat es nach bisherigen Erkenntnissen nicht gegeben. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht zu den Angriffen. Bereits am Donnerstag hatte die Miliz nach eigenen Angaben Militärlager der Regierung in den Provinzen Marib und Hadramaut angegriffen. Militärsprecher Jahja Sari kündigte weitere Angriffe an. Schiffsverkehr durch Straße von Hormus deutlich zurückgegangen Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist in dieser Woche deutlich zurückgegangen. Von Montag bis Donnerstag passierten Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge lediglich 33 Schiffe die Meerenge im Persischen Golf. Im selben Zeitraum der Vorwoche waren es noch 50. Am Donnerstag fuhren vier Schiffe durch die Straße von Hormus. Darunter befand sich der Großtanker "Nissos Kea", der rund zwei Millionen Barrel im Irak geladenes Basrah-Rohöl transportierte. Bei den übrigen Schiffen handelt es sich um zwei Flüssiggas-Tanker und einen kleineren Massengutfrachter. Insgesamt verließen in dieser Woche Kpler zufolge nur sechs Rohöltanker die Straße von Hormus. 21 Schiffe fuhren ein, die meisten davon über die iranische Route. Vor dem Iran-Krieg passierten üblicherweise 130 bis 140 Schiffe in dem Zeitraum die Meerenge. Im Zuge des Iran-Kriegs, der mit den Angriffen der USA und Israels am 28. Februar begann, hat der Iran die Durchfahrt blockiert. Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan wollen offenbar Sicherheitsabkommen schließen Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan wollen Insidern zufolge ein Verteidigungsabkommen unterzeichnen. Die Vereinbarung solle in Saudi-Arabien besiegelt werden, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Details sind zunächst nicht bekannt. Riad strebt eine engere Sicherheitszusammenarbeit mit Verbündeten an und warnt vor einer zunehmenden Bedrohung durch vom Iran unterstützte Gruppen. Einem saudischen Regierungsvertreter zufolge könnten geplante Angriffe dieser Gruppen darauf abzielen, die diplomatischen Bemühungen um eine Entspannung im Verhältnis zum Iran zu stören. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif ist bereits in Saudi-Arabien eingetroffen, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wird noch erwartet. Elf Zivilisten bei Angriffen in Saudi-Arabien verletzt Nach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses im Jemen sind bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz mindestens elf Zivilisten in Saudi-Arabien verletzt worden. Sieben seien saudische Staatsbürger gewesen, die bei dem Beschuss in der Region Nadschran unter anderem Verbrennungen erlitten hätten, teilte Koalitionssprecher Turki al-Maliki in der Nacht auf der Plattform X mit. Zudem seien zwei Staatsbürger Ägyptens sowie einer Pakistans und einer des Jemens aufgrund der "terroristischen Huthi-Angriffe" am Donnerstag verletzt worden. Trump sieht baldiges Ende des Kriegs US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigener Aussage mit einem baldigen Ende des Kriegs gegen den Iran. "Ich glaube, er wird ziemlich bald vorbei sein", sagt Trump. Er gehe nicht davon aus, dass der Iran noch viel länger durchhalten könne. Zugleich räumt er ein, dass die US-Streitkräfte bei einigen Waffen mit Engpässen zu kämpfen haben. "Wir haben bestimmte Arten von Munition, die sehr schlagkräftig sind und von denen wir unbegrenzte, praktisch unbegrenzte Vorräte haben", sagt Trump. "Bei anderen ist es ein wenig knapper." Saudi-Arabien befürchtet Huthi-Angriff Saudi-Arabien stellt sich nach Angaben eines Regierungsbeamten auf "mehrere koordinierte Angriffe" irakischer Milizen in Zusammenarbeit mit den iranisch unterstützten Huthi-Rebellen ein. Im US-Sender CNN verwies der saudische Vertreter auf "mehrere Geheimdienstberichte" aus dem eigenen Land und der Region, wonach die Milizen "in Koordination mit den Huthis" in "sehr naher Zukunft" Ziele in dem Golfstaat angreifen wollten – angeleitet von den iranischen Revolutionsgarden (IRGC). Donnerstag, 6. August Mehrere Tote bei Huthi-Angriffen im Jemen Bei Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen sind Regierungskreisen zufolge mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Aus Quellen der international anerkannten Regierung hieß es heute, mindestens zehn Menschen seien dabei getötet und fünf weitere verletzt worden. Andere Quellen sprachen von insgesamt 45 Menschen, die getötet oder verletzt worden seien. Die Huthis teilten mit, sie hätten "Hunderte" mit Saudi-Arabien verbündete Kämpfer getötet oder verletzt. Zudem hätten sie mehrere Truppen- und Waffenlager zerstört und verbrannt. Weitere Hinweise auf einen solch großen Angriff aus anderen Quellen gab es zunächst nicht. Die Miliz habe mit Raketen und Drohnen Ziele in den jemenitischen Provinzen Marib und Hadramaut angegriffen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Regierung. Die beiden ölreichen Provinzen sind schon lange umkämpft in dem seit mehr als zehn Jahren andauernden Bürgerkrieg. Geplante Maut für Straße von Hormus alarmiert Schifffahrtsbranche Die Pläne des Iran und Omans für eine faktische Maut in der Straße von Hormus stoßen in der Schifffahrtsbranche auf erhebliche Bedenken. Vier Insidern zufolge wäre eine solche Regelung wegen US-Sanktionen und restriktiver Versicherungsklauseln kaum umsetzbar. Die USA haben die im Mai vom Iran gegründete Behörde für die Wasserstraße mit Strafmaßnahmen belegt. Dies birgt für Reedereien bei Zahlungen die Gefahr von Sanktionsverstößen und könnte zum Einfrieren von Vermögenswerten führen. Erschwert wird die Lage durch eine Ende Juli eingeführte Klausel der Lloyd's Market Association (LMA). Diese sieht vor, dass der Versicherungsschutz für Kriegsrisiken erlischt, sobald ein Schiff eine Transitgebühr für die Route entrichtet. Einem hochrangigen iranischen Insider zufolge fordert die Regierung in Teheran eine Abgabe in Höhe von fünf bis sieben Prozent des Frachtwerts für Schiffe, die die Meerenge passieren. Der Oman erwäge Gebühren von rund drei Prozent, während die USA auf eine kostenfreie Durchfahrt dringen. Die Reedereien befänden sich in einer Zwickmühle, sagte ein Insider aus der Versicherungsbranche. Führende Schifffahrtsverbände warnten in dieser Woche in einem offenen Brief an die UN-Schifffahrtsorganisation IMO, die Abgaben kämen einer Maut gleich. Dies schaffe einen Präzedenzfall, der den international anerkannten rechtlichen Rahmen für Meerengen untergraben könnte. Die IMO hatte im Juli betont, dass die Durchfahrt für alle Schiffe diskriminierungsfrei und kostenlos bleiben müsse. Die Kontrolle über die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman mit seinem Zugang zum Indischen Ozean ist einer der größten Streitpunkte bei den Bemühungen, den Iran-Krieg zu beenden. Bis zum Angriff der USA und Israels auf die Islamische Republik Ende Februar war die Wasserstraße die Hauptroute für etwa ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen und für alle Schiffe frei zugänglich. Dem jüngsten Vorschlag zufolge könnte der Iran künftig bei Bedarf in den einlaufenden Schiffsverkehr eingreifen. Der auslaufende Verkehr solle einer Route zwischen dem Iran und Oman folgen, wobei die entsprechende Genehmigung nach Benachrichtigung Teherans durch Oman erteilt werde, erklärte der iranische Insider. Iran droht Golfstaaten Der Iran hat den Golfstaaten für den Fall erneuter Angriffe der USA Insidern zufolge mit massiver Vergeltung gedroht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren Personen erfuhr, warnte Teheran diese mit den USA verbündeten Länder, dass jeder neue Angriff der USA auf iranisches Staatsgebiet Vergeltungsmaßnahmen gegen die kritische Energieinfrastruktur in der gesamten Region nach sich ziehen würde. Diese Botschaft wurde demnach im Zuge einer Reihe hochrangiger diplomatischer Kontakte übermittelt, nachdem US-Präsident Donald Trump seinerseits am 28. Juli damit gedroht hatte, das Energienetz und die Infrastruktur der Islamischen Republik anzugreifen. Am 2. August erklärte Trump schließlich, er habe der Absage des Angriffs auf den Iran zugestimmt – unter der Voraussetzung, dass rasch eine Einigung erzielt werden könne. Die niederländische Zeitung "Volkskrant" hatte schon zuvor über eine Liste möglicher Angriffsziele in den Golfstaaten berichtet, die iranische Staatsmedien nach dem 28. Juli veröffentlichten. Darunter befand sich auch das Ghawar-Ölfeld in Saudi-Arabien, das rund fünf Prozent des weltweiten Ölbedarfs deckt. Saudi-Arabien habe sich demnach bei Trump dafür eingesetzt, den geplanten Angriff auf den Iran abzusagen. Iran und Saudi-Arabien sind strategische Rivalen in der Golfregion, seit den US-Angriffen ist der saudische Ölexport um rund ein Drittel eingebrochen. Trump: Will lieber reden als Menschen töten US-Präsident Donald Trump hat sich erneut für ein Abkommen mit dem Iran ausgesprochen. "Ich würde lieber einen Deal schließen, weil ich keine Menschen töten will. Ich will keine Menschen töten", sagte der Republikaner in einer Rede vor Anhängern in Las Vegas. Zum aktuellen Stand von möglichen Gesprächen machte er keine Angaben. Trump sagte lediglich, dass man rede. Man werde sehen, was passiere. Iran: Kommunikation mit oberstem Führer "sehr schwierig" Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die Kommunikation mit dem neuen obersten Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, als "momentan sehr schwierig" bezeichnet. "Es ist momentan sehr schwierig, mit ihm zu kommunizieren, aber auf jeden Fall ist seine Anwesenheit eine sehr große Quelle der Kraft für uns, um weiterzumachen", sagte Peseschkian am Mittwoch. Warum es schwierig sei, mit ihm zu sprechen, sagte Peseschkian nicht. Ajatollah Ali Chamenei, der seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik gestanden hatte, wurde am ersten Tag des US-israelischen Kriegs gegen den Iran am 28. Februar getötet. Sein Sohn Modschtaba Chamenei wurde iranischen Angaben zufolge bei dem Angriff verletzt. Er wurde zum Nachfolger seines Vaters ausgerufen, trat bislang aber nicht öffentlich auf. Auch an den sechstägigen Trauerfeiern für seinen getöteten Vater nahm er offenbar nicht teil. Mittwoch, 5. August Teheran: Neue Einigung in der Straße von Hormus Der Iran und Oman haben sich nach Angaben aus Teheran auf eine neue Route durch die Straße von Hormus verständigt. Beide Seiten hätten sich auf die "geografischen Koordinaten" für die Route durch die Meerenge geeinigt, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, am Mittwoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Eine gemeinsame Erklärung zu den zentralen Punkten der Vereinbarung werde derzeit fertiggestellt, sagte der Sprecher weiter – "wenn bestimmte dritte Parteien den Prozess nicht behindern". Der Iran und Oman hatten über eine neue Route durch die seit Beginn des Iran-Kriegs weitestgehend durch Teheran blockierte Straße von Hormus beraten. Die Meerenge ist für den weltweiten Erdöl- und Erdgashandel von enormer Bedeutung. Netanjahu widerspricht Trump zu Einigung mit Hamas Israel hat laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem kürzlich verkündeten Plan des Friedensrats zur Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen nicht zugestimmt. Israel sei ein "Entwurf" zugeschickt worden, sagte Netanjahu in einer in sozialen Medien verbreiteten Videobotschaft. "Wir haben nicht zugestimmt." Israel habe stattdessen Anmerkungen geschickt. Details dazu nannte Netanjahu zunächst nicht. Der israelische Regierungschef äußerte sich damit erstmals öffentlich zu dem Plan des von US-Präsident Donald Trump gegründeten Friedensrats. Er sieht vor, dass die islamistische Terrororganisation Hamas ihre Waffen abgibt und Israels Armee aus dem Gazastreifen abzieht. Trump hatte am Freitag mitgeteilt, der Friedensrat habe eine Einigung auf eine "vollständige Entwaffnung" der Hamas erzielt. Nun widerspricht Netanjahu öffentlich. Netanjahu macht die vollständige Entwaffnung der Terrorgruppe Hamas zur Bedingung für einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen. Im Libanon praktiziert Israels Armee laut einem Bericht der Zeitung "Le Monde" ein ähnliches Modell. Demnach entwaffnet die libanesische Armee Kämpfer der Terrorgruppe Hisbollah, im Gegenzug zieht das israelische Militär aus den entsprechenden Regionen ab. Bericht: USA und Iran vor Übergangsdeal in Straße von Hormus Im Iran-Krieg stehen die USA, der Iran und Oman dem US-Portal "Axios" zufolge kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der für die Handelsschifffahrt wichtigen Straße von Hormus. Demnach streben die USA bereits für heute eine Einigung an, berichtet "Axios" unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion. US-Präsident Donald Trump sagte vor Reportern auf den Medienbericht hin angesprochen, es könnte passieren, dass die Meerenge am Mittwoch geöffnet wird – oder am darauffolgenden Tag. Er sprach von Fortschritten. Dem Sender Fox News sagte der Republikaner in einem Interview außerdem, man führe "sehr gute" Gespräche. "Axios" schrieb weiter, die Übergangslösung erfülle einige der Forderungen des Iran und gebe ihm mehr Kontrolle über diese strategisch wichtige Meerenge, als er vor dem Krieg hatte. Vom Weißen Haus oder anderen US-Behörden gab es zunächst keine Stellungnahme. Dienstag, 4. August Schiff sinkt nach Beschuss im Roten Meer Im Roten Meer ist vor der Küste des Jemen am Dienstag ein unter indischer Flagge fahrendes Handelsschiff angegriffen worden und gesunken. Die Küstenwache habe alle Besatzungsmitglieder der "Faize Noore Oliya" – darunter 13 indische Staatsangehörige und ein Staatsbürger des Jemen – gerettet, teilte ein Beamter aus der jemenitischen Stadt Mokka mit. Seinen Angaben zufolge war das Schiff südlich der von der pro-iranischen Huthi-Miliz kontrollierten Hafenstadt Hodeida angegriffen worden. Die international anerkannte Regierung des Jemen machte die Huthis für den Angriff verantwortlich, wie die amtliche Nachrichtenagentur Saba berichtete. Die von Teheran unterstützte Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither nach eigenen Angaben saudi-arabische Öltanker und Ölanlagen angegriffen. Saudi-Arabien griff seinerseits Ziele in von den Huthis kontrollierten Gebieten an. Indiens Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal teilte im Onlinedienst X mit, das Schiff sei "in der Nähe jemenitischer Gewässer von einem Geschoss getroffen worden". Indien verurteile "diesen unprovozierten Angriff aufs Schärfste", fügte er hinzu. Bessent: Chance für Iran-Deal zu Hormus heute oder morgen US-Finanzminister Scott Bessent hat eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für heute oder morgen in Aussicht gestellt. "Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen", sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC. US-Finanzminister Scott Bessent hat eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für heute oder morgen in Aussicht gestellt. "Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen", sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC. Katar: Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg dauern an Die Vermittlungsbemühungen zur Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran dauern nach Angaben Katars weiter an. Eine Einigung gebe es zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht, sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, in der Hauptstadt Doha. Er sprach aber von laufenden diplomatischen Bemühungen, die "bereits weit fortgeschritten" seien. Die Vermittler arbeiteten daran, die unterschiedlichen Standpunkte zusammenzuführen. "Es werden ständig Entwürfe ausgetauscht", so al-Ansari. Mit Blick auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei bisher keine Einigung erzielt worden. "Das könnte sich in den nächsten Stunden oder Tagen ändern", so der Außenamtssprecher. Der Schwerpunkt liege nun darauf, eine Eskalation zu verhindern und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu erreichen, sagte er weiter. Katar vermittelt unter anderem neben Pakistan im Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Ältere Nachrichten zum Krieg in Nahost lesen Sie hier .