Insolvenz der Thor Gruppe: Vier Standorte und 800 Angestellte betroffen
Ein großer Spezialist für Gebäudetechnik hat für vier Standorte in Thüringen Insolvenz angemeldet. Trotz der wirtschaftlichen Probleme soll der Geschäftsbetrieb weiterlaufen. Die Thor-Gruppe in Thüringen ist insolvent. Nach eigenen Angaben strebt der Haus- und Gebäudetechniker eine Sanierung in Eigenverwaltung an, um durch den tiefgründigen Umbau langfristig Arbeitsplätze zu erhalten. Nach Angaben der "Thüringer Allgemeinen" soll der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fortgeführt, laufende Aufträge eingehalten und Montageeinsätze wie geplant durchgeführt werden. "Wir gehen diesen proaktiven Weg, um die Unternehmen in Eigenverwaltung zu schützen und auf ein stabiles Fundament zu stellen", erklärt Geschäftsführer Georg Steinberg den Schritt in die Insolvenz in der "Thüringer Allgemeinen". "Wir schließen nicht, wir ordnen uns neu, um die Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern und das Unternehmen gestärkt fortzuführen." 90 Jahre Familientradition: Traditionsweingut meldet Insolvenz an Zukunft der Projekte ungewiss: Bauriese ist insolvent Thor Gruppe insolvent: 800 Mitarbeiter und vier Standorte betroffen Die Thor Industriemontagen GmbH & Co. KG mit Sitz in Erfurt hatte bereits im Juni beim Insolvenzgericht Erfurt ein sogennantes Schutzschirmverfahren beantragt, dem das Gericht stattgab. Aufgrund der engen Verflechtungen innerhalb der Unternehmensgruppe folgten im August weitere Insolvenzanträge der Tochtergesellschaften. Das Unternehmen verfügt über insgesamt fünf Standorte. Von der Insolvenz sind vier Niederlassungen der Thor-Grupe in Erfurt, Heiligenstadt, Menteroda und Leinefelde-Worbis sowie 800 der 1.100 Mitarbeiter betroffen. Die Löhne der Angestellten sind für den Zeitraum durch das Insolvenzgeld abgedeckt. Im Anschluss wolle "die Thor Gruppe die Vergütung wieder aus eigenen Mitteln" übernehmen. Ob am Ende einzelne Geschäftsbereiche aufgegeben werden, blieb bisher offen und ist womöglich davon abhängig, wie erfolgreich die Sanierung in Eigenverwaltung am Ende ausfällt. Die Gründe der Insolvenz beim Haus- und Gebäudetechniker Als Gründe für die wirtschaftliche Schieflage nannte die Geschäftsführung Faktoren, die das Unternehmen selbst nicht habe steuern können. So hätten gestiegene Benzinkosten ebenso ihren Teil zur Insolvenz beigetragen wie hohe Zinsen und Verzögerungen bei Bau- und Modernisierungsprojekten, hieß es. Darüber hinaus führt das Unternehmen noch eine sprunghafte Förderpolitik, schlechte Zinsbedingungen und Unklarheiten beim Investitionsgesetz an. 1.200 Anlegern droht Totalverlust: Investmentfonds verzockt sich – Insolvenz Rund 270 Beschäftigte betroffen: Deutscher Möbelhersteller meldet Insolvenz an Damit die Insolvenz in Eigenverwaltung zu einer erfolgreichen Sanierung führt, will die Thor Gruppe wieder vermehrt auf die eigenen Kernkompetenzen setzen. Dazu gehört die Arbeiternehmerüberlassung (auch Leiharbeit oder Zeitarbeit genannt) im Baugewerbe und der Ausbau der Aus- und Weiterbildung von qualifizierten Fachkräften. Dabei könnte die Zusammenarbeit mit Industrieschwergewicht Bosch eine wichtige Rolle spielen.