Olympia: Leichtathletin Cyréna Samba-Mayela droht zweijährige Sperre
In Paris gewann Cyréna Samba-Mayela olympisches Silber. Ob sie an der nächsten Ausgabe der Sommerspiele teilnehmen darf, steht in den Sternen. Der französischen Hürdensprinterin Cyréna Samba-Mayela droht eine Sperre von bis zu zwei Jahren. Der Grund: Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen. Das berichtet die Sportzeitung "L'Équipe". Die 25-Jährige soll innerhalb von zwölf Monaten dreimal gegen ihre Meldepflichten verstoßen haben. Werden drei Meldepflicht- oder Kontrollversäumnisse innerhalb von zwölf Monaten festgestellt, liegt nach den Anti-Doping-Regeln ein Verstoß vor. Die unabhängige Integritätskommission des Leichtathletik-Weltverbandes (AIU) habe Samba-Mayela aufgefordert, die mutmaßlichen Vergehen zu erklären, schreibt "L'Équipe". "Die Leidenschaft verloren": Guardiola sprach mit Team offen über Ehe-Aus Achtelfinale in Cincinnati: Zverev entschuldigt sich nach unschöner Szene Gesperrt ist die Athletin noch nicht. Laut Bericht wurden Samba-Mayela und der französische Leichtathletik-Verband über eine mögliche Sperre aber informiert. Sie und ihr Umfeld müssten nun entscheiden, ob sie versuchen, mindestens einen der Verstöße anfechten oder eine mögliche Sanktion akzeptieren. Weder Samba-Mayela noch der Verband äußerten sich auf Anfrage. Die AIU kommentierte den Fall zunächst nicht. Olympia 2028 in Gefahr? Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris hatte Samba-Mayela über 100 Meter Hürden Silber gewonnen. Es war die einzige Leichtathletik-Medaille für Gastgeber Frankreich. Im selben Jahr wurde sie in Rom Europameisterin. Bei der jüngst zu Ende gegangenen EM in Birmingham fehlte die Titelverteidigerin aufgrund von Wadenproblemen. Bei einer längeren Sperre könnte für Samba-Mayela auch ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles gefährdet sein. Die Spiele beginnen am 14. Juli 2028. Ihr Fall unterscheidet sich von dem des deutschen Sprinters Owen Ansah. Ihm wird die Verweigerung einer Dopingkontrolle vorgeworfen, weshalb ihm eine vierjährige Sperre droht. Ansah bestreitet, am 9. Juli eine Dopingprobe verweigert zu haben.