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Mattéo Guendouzi löst Eklat bei Champions-League-Spiel aus

Fenerbahçe Istanbul ist erstmals seit 18 Jahren wieder in der Vorrunde der Königsklasse dabei. Nach dem Schlusspfiff des Quali-Spiels aber kommt es zu unschönen Szenen. Am Mittwochabend sind die letzten Entscheidungen im Rennen um die Plätze für die Champions-League-Ligaphase gefallen. Eine besonders brisante fiel in Lyon, wo sich Fenerbahçe Istanbul mit 2:1 durchsetzte und damit nach dem 1:1 im Hinspiel die Qualifikation überstanden hat. Nach dem Spiel gab es aber keine schönen Jubelbilder, sondern unschöne Aufnahmen von Rangeleien. Im Zentrum: der frühere Bundesliga-Profi Mattéo Guendouzi. Der ehemalige Herthaner wurde mit Pfiffen empfangen, wohl ob seiner Vergangenheit bei Lyon-Rivale Marseille. Er konterte mit einem ausgestreckten Mittelfinger und legte nach Spielende nach: Guendouzi jubelte gestikulierend in Richtung der Lyon-Anhänger. Diese verstanden das ebenso als Provokation wie die Spieler von Olympique Lyon – und reagierten ihrerseits unliebsam. Besitz von Lachgas: Ex-Nationalspieler nach Autounfall angeklagt Neue Regel der Uefa: Dieses Spiel kann in der Champions League nicht stattfinden Während die Fans pfiffen, stürmten mehrere Gegenspieler auf Guendouzi, der selbst Franzose ist, zu. Sie schubsten ihn, prallten aber auch an den Mitspielern des Fener-Profis ab. Als dieser in Richtung Kabine lief, eskalierte die Situation gänzlich. Aus dem Kabinentrakt sprang Guendouzi plötzlich eine Person entgegen. Ein Betreuer schritt direkt dazwischen, federte den Aufprall ab. Ob es sich dabei um einen in den Innenraum eingedrungenen Fan oder gar einen Teamoffiziellen von Lyon handelt, blieb zunächst unklar. Dieser Angriff löste aber eine direkte Reaktion der kompletten türkischen Delegation aus. Spieler und Betreuer stürzten sich auf die Person, auch Schläge sind auf den Aufnahmen zu erkennen. Wie weitere Videos zeigen, setzten sich die Rangeleien parallel im Kabinentrakt fort. Es sind Bilder, die für beide Mannschaften und eine Reihe von Spielern Konsequenzen haben dürften. Daran dürfte auch die Erklärung von Guendouzi nichts ändern. Schon vor Spielbeginn hätten 60.000 Menschen seine Familie, seine Mutter und seine Kinder beleidigt, während des Spiels habe sich dies fortgesetzt. "Das hat mich tief getroffen, es hat mich wirklich erschüttert. Für mich war das pure Respektlosigkeit", sagte der Franzose in den Katakomben der Arena. "Und wenn wir dann auch noch nicht einmal feiern dürfen, wie wir wollen, dann ist das für mich völlige Ungerechtigkeit, eine wirklich traurige Sache."

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