Yayoi Kusama: Japanische Künstlerin mit 97 Jahren gestorben
Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama ist tot. Sie starb im Alter von 97 Jahren in einem Krankenhaus in Tokio. Yayoi Kusama, eine der weltweit gefeiertsten und meistverkauften Künstlerinnen, ist im Alter von 97 Jahren gestorben, wie aus einer Erklärung auf der offiziellen Webseite der Künstlerin hervorgeht. Demnach starb sie bereits am 14. August in einem Krankenhaus in Tokio. "Im Laufe eines außergewöhnlichen Lebens, das ganz dem künstlerischen Schaffen gewidmet war, verfolgte Kusama eine international gefeierte Karriere als wegweisende Avantgarde-Künstlerin, deren kreatives Schaffen bildende Kunst, Performance, Belletristik und Lyrik umfasste", hieß es in der Erklärung. "Sie malte bis in ihre letzten Tage hinein, legte ihren Pinsel nie beiseite und setzte ihre Auseinandersetzung mit der ewigen Liebe und der unsterblichen Seele fort." Happenings und ein Brief an Nixon Kusama zählte zum Zeitpunkt ihres Todes zu den populärsten und kommerziell erfolgreichsten Figuren der zeitgenössischen Kunst. Ihre unverwechselbaren Kürbis-Skulpturen und gepunkteten Gemälde wiederum erzielten bei Auktionen Erlöse in Millionenhöhe. Er wurde 66 Jahre alt: "Tatort"-Star Andreas Hoppe ist tot Er war "ES": Hollywoodstar Tim Curry ist tot Yayoi Kusama wurde 1929 in Matsumoto, Japan, geboren. Bereits in ihrer Kindheit begann sie zu malen und entwickelte früh eine Faszination für Muster und Wiederholungen, die später zu ihrem Markenzeichen wurden. Ihre Karriere nahm in den 1960er Jahren in New York Fahrt auf, wo sie mit avantgardistischen Performances und Installationen Aufmerksamkeit erregte. Besonders bekannt wurde sie durch ihre "Infinity Mirrored Rooms" und die Verwendung von Polka-Dots, die sie als Symbol für Unendlichkeit und Selbstauflösung interpretierte. Suche nach Verbindung und Trost Kusama thematisierte in ihrer Kunst oft psychische Kämpfe und transformierte persönliche Erfahrungen in universelle, immersive Werke, die die Grenzen zwischen Betrachter und Kunst auflösen. Im Geiste der 1960er Jahre inszenierte Kusama "Happenings", bei denen sie nackte Körper in gepunktete Leinwände verwandelte. Berühmt ist auch ihr offener Brief an US-Präsident Richard Nixon aus dem Jahr 1968, in dem sie ihm anbot, mit ihm Sex zu haben, wenn er den Vietnamkrieg beenden würde. "Lass uns uns selbst vergessen, liebster Richard", schrieb sie, "und eins werden mit dem Absoluten, ganz und gar zusammen (sic)." Nixon ließ das Angebot unbeantwortet. Der Krieg gegen Vietnam dauerte noch bis 1975 an. Ihre Werke, die Pop-Art und Minimalismus verbinden, sind in renommierten Museen wie der Fondation Beyeler in Basel und dem Kölner Museum Ludwig ausgestellt. Kusama selbst beschrieb ihre Arbeit als eine Suche nach Verbindung und Trost in der Wiederholung und Unendlichkeit, die sowohl Konfrontation als auch Heilung bietet. Das Museum Ludwig hatte Ende Juli seine erfolgreichste Ausstellung – eine Retrospektive zum Werk der japanischen Künstlerin. Die Ausstellung habe mehr als 450.000 Besucher angezogen, sagte eine Museumssprecherin. Die bisher erfolgreichste Ausstellung war eine Edward-Hopper-Schau in den Jahren 2004/2005 - mit rund 380.000 Besuchern.