Kerstin Ott: Schlagerstar über Entscheidung für eine Brustentfernung
Schlagerstar Kerstin Ott hat eine Masektomie hinter sich. Nun erklärt sie offen ihre Beweggründe, die nicht nur gesundheitlicher Natur waren. Kerstin Ott hatte lange über ein Kapitel ihres Lebens geschwiegen: eine vollständige Brustentfernung, die sie bereits in ihren Dreißigern hatte vornehmen lassen. Kürzlich machte sie ihre Masketomie dann öffentlich und hat mit dem "Bunte"-Magazin inzwischen auch über ihre Gedanken gesprochen, die der Entscheidung für eine OP vorausgingen. Ott betonte in dem Interview, dass es sich nicht um eine Verkleinerung gehandelt habe, stattdessen sei es "eine ganze Mastektomie gewesen". Sie erklärte ihre Beweggründe: "Einfach aus der Tatsache, weil in meiner Familie auch Brustkrebs ist und mich die sowieso immer gestört haben." "Es stößt immer so ein bisschen auf" Die Operation sei keine spontane Entscheidung gewesen, sondern das Ergebnis eines längeren Prozesses. Das verbesserte Körpergefühl beschrieb Ott dabei als willkommenen Nebeneffekt. Die 44-Jährige erlebe wegen der Entscheidung auch viel Unverständnis: "Es stößt immer so ein bisschen auf: 'Oh, wie kann man denn so etwas machen?' Aber letztendlich ist meine Antwort darauf, dass es mein Körper ist. Und dass es einfach völlig egal ist, was andere dazu zu sagen haben." Zum ersten Mal über die Masketomie gesprochen hatte Ott im April zu Gast im Podcast "Zwischen den Zeilen" von Moderatorin Bettina Böttinger . Auch dort hatte sie betont, dass jeder Mensch nur selbst das Recht hat, über seinen Körper zu entscheiden. "Nicht dein Ehepartner und nicht die Menschen, die von außen draufgucken." Ihre Ehefrau Karolina, mit der Ott seit 2017 verheiratet ist, habe auf den Eingriff "genau so reagiert, wie man es erwartet". Karolina könne es sich heute "gar nicht mehr anders vorstellen".