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E-Auto laden im Herbst: Experte über Laub in der Ladebuchse

Blätter, Regen und sinkende Temperaturen gehören typisch zum Herbst. Was E-Autofahrer beim Laden beachten sollten und wann tatsächlich Vorsicht angebracht ist. Einstecken, laden, weiterfahren: Normalerweise braucht es an der Ladesäule nur wenige Handgriffe. Im Herbst kann allerdings etwas dazwischenkommen – im wörtlichen Sinne. Ein Blatt oder anderer Schmutz landet in der Ladebuchse und sitzt dort, wo gleich der Stecker hinein soll. Zumindest vor einem Stromschlag müssen E-Autofahrer nach Angaben des Schnellladenetzbetreibers Ionity keine Angst haben. Denn bevor Strom fließt, prüfen Fahrzeug und Ladesäule, ob der Stecker korrekt sitzt und die Verbindung fehlerfrei ist. Erst dann beginnt der eigentliche Ladevorgang. Dafür kommunizieren Ladestecker und Ladesäule über die sogenannte Control-Pilot-Leitung. Sie gibt den Ladestrom erst frei, wenn Fahrzeug und Ladesäule eine funktionierende Verbindung bestätigt haben. "Verhindert Laub oder Schmutz eine saubere Steckverbindung, kommt dieses Signal nicht zustande, und der Ladevorgang startet gar nicht erst", erklärt Christoph Strecker, Head of Rollout bei Ionity. Ionity empfiehlt deshalb, die Ladebuchse vor dem Anschließen kurz zu kontrollieren und gegebenenfalls zu säubern. Wie lässt sich die Ladebuchse reinigen? Loses Laub und anderen groben Schmutz können Sie vorsichtig mit einer weichen, trockenen Bürste oder trockener Druckluft entfernen. Metallborsten oder spitze Gegenstände wie Schraubenzieher und Drähte haben in der Ladebuchse dagegen nichts zu suchen. Sie könnten Kontakte beschädigen. Auch mit Wasser oder einem Hochdruckreiniger sollten Sie die Buchse nicht reinigen. Sind die Kontakte selbst verschmutzt oder zeigen sie Auffälligkeiten, sollten Sie eine Werkstatt kontaktieren. Um das Eindringen von Schmutz zu verhindern, schließen Sie nach dem Laden die Schutzklappe. Sie schützt die Buchse, wenn kein Ladestecker angeschlossen ist. Darf das E-Auto im Regen laden? Regen ist kein Grund, den Ladevorgang abzubrechen oder auf trockenes Wetter zu warten. Nach Angaben des Wallbox-Herstellers Mennekes ist dafür zugelassene und fachgerecht installierte Ladeinfrastruktur für den Betrieb bei Regen ausgelegt. Das gilt sowohl für Wallboxen als auch für öffentliche Wechsel- und Gleichstrom-Ladestationen. Schutzmechanismen sollen verhindern, dass es durch die Nässe zu einem Stromschlag oder Kurzschluss kommt. Stecker und Buchse sind zudem so konstruiert, dass die elektrischen Kontakte beim Laden geschützt sind. Mit nassen Händen am Stecker zu hantieren, empfiehlt Mennekes trotzdem nicht: Trockene Hände sorgen auch dafür, dass sich der Stecker sicher greifen lässt. Was gilt beim Laden während eines Gewitters? Ladesäulen verfügen über Schutzeinrichtungen gegen elektrische Fehler und Überspannungen. Dennoch sollten Sie während eines Gewitters nicht unnötig im Freien am Ladekabel hantieren. Mennekes empfiehlt, den Stecker während eines Gewitters weder ein- noch auszustecken. Lässt sich ein laufender Ladevorgang aus der Ferne über eine App oder ein anderes System beenden, muss dafür niemand zum Auto gehen. Was ist beim Fahren im Hochwasser zu beachten? Auch wenn das Laden bei Regen unproblematisch ist: Wie bei einem Auto mit Verbrennungsmotor entstehen durch Hochwasser Risiken beim Fahren. Unter der Wasseroberfläche können unter anderem Schlaglöcher, Gegenstände oder offene Kanaldeckel verborgen sein, wodurch das Auto beschädigt werden kann. Meiden Sie daher tiefer überflutete Straßenabschnitte. Besondere Vorsicht gilt, wenn ein abgestelltes E-Auto bereits im Wasser steht. Reicht das Wasser höher als die Unterkante der Karosserie, sollten Sie keinen Startversuch unternehmen. Das gilt auch für ein Fahrzeug, das noch mit einer Ladestation verbunden ist. Statt selbst am Fahrzeug oder Ladekabel zu hantieren, sollten Sie eine Fachwerkstatt oder den Pannendienst hinzuziehen. Was ändert sich beim Laden in der Kälte? Mit sinkenden Temperaturen kann auch das Laden länger dauern. EnBW empfiehlt deshalb, ein E-Auto bei Kälte möglichst direkt nach der Fahrt zu laden. Dann besitzt die Batterie noch Restwärme und ist noch nicht vollständig ausgekühlt. So nimmt die Batterie den Strom besser auf. Wer zu Hause lädt, kann außerdem die Vorklimatisierung des Autos nutzen, solange es noch mit dem Stromnetz verbunden ist. Die Energie zum Aufheizen des Innenraums muss dann nicht allein aus der Fahrbatterie kommen. Das hilft, die verfügbare Reichweite nach dem Start zu erhalten. Auch während der Fahrt lässt sich Heizenergie sparen: Auf kurzen Strecken können Sitz- und Lenkradheizung eine Alternative dazu sein, den gesamten Innenraum stark aufzuheizen.

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