Barbara Salesch: TV-Star steht mit gebrochenem Arm vor der Kamera
Kurz vor dem Dreh ihres neuen RTL-Krimis stürzte Barbara Salesch im Garten und brach sich den Ellenbogen. Abgesagt hat die 76-Jährige dennoch nicht. Seit den späten 1990er Jahren gehört Barbara Salesch zum festen Inventar des deutschen Fernsehens. Die Juristin, die einst am Landgericht Hamburg arbeitete, löste mit ihrer Sat.1-Sendung den großen Boom der Gerichtsshows mit aus. Nun steht ihr nächster RTL-Krimi an. Doch der Weg dorthin verlief nicht reibungslos. Wie Salesch der Deutschen Presse-Agentur berichtete, hatte sie kurz vor Beginn der Dreharbeiten einen Unfall und brach sich den Ellenbogen. Abgesagt hat sie trotzdem nicht. "Ich bin kurz vor dem Dreh ganz banal im Garten gestürzt", schilderte Salesch. Der Ellenbogen musste operiert und verschraubt werden. Bereits einen Tag nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus begann der Dreh. "Ich bin nun einmal selbstständig" Absagen kam für Salesch nicht infrage. "Ich bin nun einmal selbstständig, und als Selbstständige handhabt man solche Situationen eben auf diese Weise", sagte sie. Stattdessen trug sie am Set eine Orthese, eine Armschiene, die sie selbst als "martialisches Teil" beschrieb: "Mit einem Haken, den man als Enterhaken hätte einsetzen können." Das Hilfsmittel ist im fertigen Film zu sehen. Auch das Drehbuch musste angepasst werden. Einzelne Szenen, die mit der Orthese nicht umsetzbar waren, wurden umgeschrieben. Eine ursprünglich geplante Aktion unter dem Schreibtisch fiel weg. "In einer der neuen Szenen fällt mir dann eben alles aus der Hand und ich sorge auch sonst für Unordnung", berichtete Salesch. Selbst die Richterrobe stellte eine Herausforderung dar. Den linken Ärmel konnte Salesch nicht regulär anziehen. "In den rechten Ärmel kam ich problemlos hinein, aber auf der linken Seite musste ich den Stoff wie der Musketier D'Artagnan locker über die Schulter werfen", sagte sie. Eine Kette hielt die Robe vorn zusammen, sodass sie während der Verhandlungsszenen offen blieb. Barbara Salesch über die Ehe: "Derzeit frühestens mit 80" Salesch verwies dabei auf die rechtliche Lage: "Im Gesetz steht nur, dass man mit einer Robe verhandeln muss – aber nicht, dass diese zwingend geschlossen sein muss." Einen unerwarteten Vorteil habe die Lösung obendrein gehabt: "Das Positive an dieser modischen Notlösung ist, dass die Zuschauer dadurch zum allerersten Mal meine schönen bunten Lackgürtel sehen können, die sonst immer verdeckt bleiben." Der Spielfilm "Barbara Salesch – Freier Fall in den Tod" läuft am Mittwoch, dem 23. September 2026, um 20.15 Uhr bei RTL. Erzählt wird die Geschichte aus Saleschs Perspektive: Eine junge Frau stürzt aus dem vierten Stock eines Bürogebäudes und landet mitten zwischen Café-Gästen. Ein einflussreiches Unternehmer-Ehepaar, dem das Gebäude gehört, steht daraufhin wegen Totschlags vor Gericht. "Je länger der Prozess läuft, desto mehr kommt ans Licht", sagte Salesch. "Habgier, Sex, Erpressung und Machtmissbrauch." Ein erstes Primetime-Special mit Salesch hatte bei RTL bereits gute Quoten erzielt.