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Connor, Carpendale, Ferres und Co.: Trennungsjahr mit sozialen Folgen

Die neueste Nachricht von Sarah Connor zeigt: 2026 ist erneut ein Promitrennungsjahr. Ist das wichtig? Na klar, aus gleich zwei Gründen. Wenn der Promi sich trennt, der Boulevardprofi flennt. So stellt sich's jedenfalls der Boulevard, also die Gesamtheit der auf Herzschmerz abonnierten Reporterkreise vor. Anders lässt sich die Hingabe, mit der Scheidungen, Beziehungsabbrüche und die zur Katastrophe stilisierte Affärenentsorgung bei Prominenten herausgeblasen werden, nicht erklären: Beziehungs-Aus! Ehe-Aus! Aus die Maus! Dieses Jahr waren das bisher: Sarah Connor und Florian Fischer . Annemarie und Wayne Carpendale . Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer . Viktoria und Fabian Hambüchen . Lisa und Thomas Müller . Mario Basler und Doris Büld . Dana und Dennis Diekmeier . Pierre Littbarski und Hitomi Koizumi . Jochen Schropp und Norbert. Korrigiere: Norman . Raul Richter und Vanessa mit V . Mario Gomez und die Carina . Im romantisch liederlichen Ausland: Vanessa Paradis und Samuel Benchetrit . Jason Biggs und Jenny Mollen . Megan Rapinoe und Sue Bird . Alan und Catherine Ritchson . Googeln Sie bereits? Nein. Verständlich. Die Masse an nichtigen Beinahe-Informationen über Leute, deren kultureller Rang knapp über dem eines Büromemos zur Mülltrennung liegt, will und muss keiner verkraften. Achtung: die Arrabiata-Preise steigen Weshalb ist das medial breit bewirtschaftete "Ehe-Aus!", "Liebes-Aus!", "Beziehungs-Aus!" trotzdem relevant? Erstens: wegen des Wohnungsmarkts. Wenn sich Prominente trennen, ziehen beide Parteien solo irgendwo hin, vorzugsweise in schicke Ballungsgebiete (Berlin, Hamburg , München). Das heißt: noch weniger Wohnraum für Leute mit Durchschnittseinkommen. Und womöglich erhöht der Eck-Italiener die Preise, von wegen: Der Wayne (Sohn von Popschlagersänger Howard Carpendale) kommt jetzt immer zu uns wegen der Arrabiata. Zweitens: wegen der Moral. Fußballer (Basler), Sportikonen (Litbarski) und Leute, die aussehen wie ein Waran (Maschmeyer) sind – trivial hin, nichtig her – prägend für unser Sozialempfinden. Wenn sich diese Leuchttürme (Türminnen? Türminen?) trennen, fühlt sich so mancher verleitet, es mit der Liebesdisziplin nicht mehr ganz so ernst zu nehmen. Wayne interessiert's, dass ich meine Annabelle, 59, für eine 30-jährige Influencerin zum Teufel jage? Die gesellschaftlichen Flurschäden: immens. Und, wie gesagt, noch mehr Wohnungsnot. Deshalb die Prominenten-Trennung ernst nehmen. Liebes-Aus? Nicht mit uns. Aus!

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