"Hart of Dixie": Kult und ganz viel Beziehungsdrama bei Prime Video
Diese Arztserie sorgt für unbeschwerte Serienunterhaltung. Die Kult-Show ist ab Montag mit allen vier Staffeln bei Prime Video verfügbar, Nostalgie inklusive. Die frühen 2000er waren eine goldene Zeit für US-Serien mit jungem Publikum. Sender wie The CW setzten auf eine Mischung aus Liebesdramen, schrulligen Nebenfiguren und leichter Unterhaltung. Die Serien eigneten sich gut zum Wegträumen. Shows wie "Gossip Girl" oder "One Tree Hill" hatten bereits gezeigt, wie erfolgreich dieses Rezept sein konnte. Genau in diesem Umfeld ging 2011 die Arztserie "Hart of Dixie" an den Start. Hinter der Serie standen mit Josh Schwartz und Stephanie Savage zwei Produzenten, die mit "O.C., California" bereits einen Serienhit gelandet hatten. Auch Hauptdarstellerin Rachel Bilson kannte das Publikum bereits aus der Serie. Dort spielte sie vier Staffeln lang Summer Roberts. In "Hart of Dixie" übernahm sie zum ersten Mal die Hauptrolle einer eigenen Serie. Mit einer Kombination aus Südstaaten-Charme und der klassischen Fish-out-of-water-Story um eine New Yorker Ärztin in der tiefsten Provinz Alabamas traf die Serie einen Nerv: Vier Staffeln lang blieb sie im Programm, und ist heute Kult. Darum geht es in "Hart of Dixie" Im Zentrum der Kult-Serie steht Dr. Zoe Hart (Rachel Bilson). Sie ist eine ehrgeizige New Yorkerin, die kurz vor dem Sprung zur Herzchirurgin steht, als ihr das Stipendium gestrichen wird. Aus einer Laune heraus nimmt sie das Angebot an, in die kleine Südstaaten-Stadt Bluebell, Alabama zu ziehen. Dort soll sie die Arztpraxis übernehmen, die sie von einem ihr unbekannten Vater geerbt hat. Was als kurzer Abstecher gedacht ist, wird zum Anfang eines völlig neuen Lebens: Zoe muss sich nicht nur mit dem grantigen Praxispartner Dr. Brick Breeland (Tim Matheson) arrangieren, sondern findet auch in Bürgermeister Lavon Hayes (Cress Williams) einen loyalen Freund und in Barkeeper Wade Kinsella (Wilson Bethel) einen Nachbarn, der ihr von Anfang an mächtig auf die Nerven geht. Richtig kompliziert wird es, als Zoe sich zu Anwalt George Tucker (Scott Porter) hingezogen fühlt, der allerdings mit der resoluten Lemon Breeland (Jaime King) verlobt ist. Über die Staffeln hinweg verschiebt sich das Gefühlskarussell immer wieder: Zoe pendelt zwischen George und Wade, während auch Lavon, Lemon und die übrigen Bewohner Bluebells ihr eigenes Beziehungschaos durchleben. Das macht die Kult-Serie sehenswert Der größte Reiz von "Hart of Dixie" liegt sicher im Nostalgie-Faktor. Die Serie transportiert das Lebensgefühl der frühen 2010er-Jahre wie kaum eine andere: sonnige Kleinstadtromantik, harmlose Dramen und ein Soundtrack, der sofort Erinnerungen weckt. Wer damals mit Rachel Bilson aufgewachsen ist, kennt sie meist schon aus "O.C., California". Hier bekommt sie endlich die Hauptrolle und spielt sie mit genau der richtigen Mischung aus Sturheit und Verletzlichkeit. Auch das restliche Ensemble überzeugt: Wilson Bethel gibt dem Bad Boy Wade Kinsella mehr Tiefe, als das Klischee zunächst vermuten lässt. Jaime King verwandelt die vermeintliche Antagonistin Lemon Breeland über die Staffeln hinweg in eine der sympathischsten Figuren der Serie. Dass "Hart of Dixie" auch heute noch funktioniert, bestätigen die Bewertungen. Bei "RottenTomatoes" kommt die Serie auf einen Kritikerscore von 81 Prozent, bei den Zuschauern sogar auf 87 Prozent. Besonders die zweite Staffel wird von Kritikern als Höhepunkt gefeiert. Auch bei IMDb schneidet die Serie mit einer Bewertung von 7,7 von 10 Sternen gut ab. Wer auf der Suche nach unkomplizierter Wohlfühlunterhaltung mit Wiedererkennungswert ist, dürfte mit "Hart of Dixie" also genau richtig liegen. "Hart of Dixie" ist ab Montag, 28. September, bei Prime Video im Abo verfügbar. 15 Jahre danach: Cast spekuliert über Zoes und Wades Zukunft Ganz vergessen ist "Hart of Dixie" auch 15 Jahre später nicht. Im Juni 2026 kamen Rachel Bilson, Wilson Bethel, Jaime King und Kaitlyn Black bei einer Reunion von Pluto TV in Hollywood zusammen. Sie feierten den 15. Geburtstag von "Hart of Dixie". Im Interview mit "Entertainment Weekly" ließen es sich Bilson und Bethel nicht nehmen, offen über das mögliche Schicksal ihrer Figuren zu spekulieren. Bethel ist sich sicher: "Ich glaube, sie sind wieder zusammen, nach vier Scheidungen", scherzte er gegenüber "Entertainment Weekly". Eine These, die das Chaos der On-off-Beziehung von Zoe und Wade deutlich macht. Auch Bilson selbst malte sich aus, wie es für ihre Figur wohl weitergegangen wäre. "Ich glaube, sie haben mehr Kinder bekommen, weil, naja, sie sind in Bluebell. Was sollen sie sonst schon machen", sagt sie. Auf die Frage, wie sie sich Zoe und Wade im Jahr 2026 vorstelle, wurde Bilson regelrecht euphorisch: "Ich würde total gerne sehen, wo sie heute stehen, das wäre super lustig". Die Aussagen der beiden zeigen vor allem eins: Die Sehnsucht nach mehr "Hart of Dixie" ist bei Cast und Fans gleichermaßen groß.