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Ilhan Omar: Beamte durchsuchen Haus von prominenter Trump-Kritikerin

Ermittler haben das Haus der prominenten demokratischen Kongressabgeordneten Ilhan Omar in Washington durchsucht. Es geht Berichten zufolge um Omars Einbürgerung, als diese noch ein Kind war. Bundesbeamte haben das Zuhause der prominenten demokratischen US-Abgeordneten Ilhan Omar im Großraum Washington durchsucht. Das berichteten mehrer US-Medien unter Berufung auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Wie der Sender Fox News berichtete, soll es bei der Razzia um den Vorwurf gehen, Omars inzwischen verstorbener Vater habe bei der Einbürgerung seiner Tochter falsche Angaben in den Unterlagen gemacht, als diese noch ein Kind war. Dem Sender ABC News liegen ähnliche Informationen vor. Führende Demokraten im Repräsentantenhaus, darunter Minderheitsführer Hakeem Jeffries, nannten die Razzia beunruhigend. Die Aktion werfe ernsthafte Fragen auf "hinsichtlich der anhaltenden korrupten Instrumentalisierung der Bundesregierung gegen Donald Trumps Gegner". Omar selbst sprach von "politischer Einschüchterung". Die 44-jährige Omar ist somalischer Herkunft und gehört einer Gruppe linker Kongressabgeordneter an, die unter dem Namen "The Squad" bekannt sind und Trump besonders kritisch gegenüberstehen. Omar und Trump sind in der Vergangenheit öfter aneinandergeraten. Ein Sprecher des Justizministeriums teilte Medienberichten zufolge mit, dass Beamte einer Abteilung des Heimatschutzministeriums einen vom Justizministerium erwirkten, gerichtlich genehmigten Durchsuchungsbefehl vollstreckt hätten. Die Maßnahme sei Teil einer laufenden strafrechtlichen Untersuchung auf Bundesebene, hieß es von dem Sprecher weiter. Aus der Stellungnahme ging allerdings nicht hervor, dass der Durchsuchungsbefehl in Verbindung mit Omar stand. Auch über die Art der Ermittlungen seien keine weiteren offiziellen Angaben gemacht worden. Fox News zufolge wurde die Durchsuchung am frühen Morgen von Ermittlern der Ermittlungsabteilung HSI der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE vorgenommen. Trumps Grenzschutzbeauftragter Tom Homan hatte bereits im September erklärt, Omar sei Gegenstand von Untersuchungen. Einzelheiten nannte er damals nicht. Omar: "Werde mich nicht zum Schweigen bringen lassen" Omar sprach auf X von einem "Versuch, politische Gegner ins Visier zu nehmen und die Strafverfolgungsbehörden des Bundes als Waffe einzusetzen". Trump greife sie seit zehn Jahren mit haltlosen Lügen und Schmutzkampagnen an. "Dies ist nur die jüngste Eskalation in seiner Kampagne der politischen Einschüchterung. Ich werde mich nicht zum Schweigen bringen lassen", schrieb sie. Die schwarze Abgeordnete ist immer wieder heftigen Attacken Trumps ausgesetzt. Mit Blick auf ihre somalischen Wurzeln legte er der US-Bürgerin schon häufiger nahe, sie solle nach Somalia "zurückgehen". Vor Reportern äußerte sich Trump am Montag einmal mehr abfällig über das ostafrikanische Land und Omar. "Ich halte sie für einen schrecklichen Menschen, aber das ist wirklich Sache des Justizministeriums – ich habe damit nichts zu tun", sagte er. Omar tritt bei den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen an US-Medien weisen auch auf den Zeitpunkt der Durchsuchung hin. In gut drei Wochen finden in den USA die wichtigen Kongress-Zwischenwahlen statt, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern verlieren könnten. Omar tritt dabei in Minnesota zur Wiederwahl an. Sie sitzt bereits seit 2019 im US-Kongress. Es sei gängige Praxis im Justizministerium, bei Maßnahmen kurz vor einer Wahl besondere Vorsicht walten zu lassen, die den Anschein erwecken könnten, einem Kandidaten zu helfen oder zu schaden, betonte der Sender NBC. Es sei dem Ministerium zwar nicht verboten, innerhalb der zwei Monate vor einer Wahl tätig zu werden, doch das entspreche seit Langem einer ungeschriebenen Praxis.

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