Russlands Premier Medwedew kommt zur Münchner Sicherheitskonferenz
München (dpa) - Russlands Premier Dmitri Medwedew wird an der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) teilnehmen. Das sagte der Sprecher der Konferenz am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Der MSC-Vorsitzende Wolfgang Ischinger zeigte sich erfreut über die Zusage: «Die Entscheidung, dass Premierminister Medwedew in Vertretung von Präsident Putin auf der MSC am 13. Februar in München sprechen wird, begrüße ich sehr.» Die Entsendung einer so hochrangigen Delegation, zu der auch Außenminister Sergej Lawrow gehören werde, sei ein gutes Zeichen. Ischinger bezeichnete die Konferenz als «wichtige Dialogplattform mit Russland und den anderen Staaten Osteuropas».Das weltweit wichtigste informelle Treffen zur Sicherheitspolitik findet vom 12. bis 14. Februar in der bayerischen Landeshauptstadt statt. Ischinger hatte Wladimir Putin eingeladen und auf dessen Zusage gehofft. Putin hatte 2007 erstmals an der MSC teilgenommen. Damals sorgte er mit seiner Rede für Furore, in der er dem Westen und besonders den USA schwere Vorwürfe machte. Ihre Teilnahme an der diesjährigen Konferenz zugesagt haben bereits 23 Staats- und Regierungschefs.Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wird die Konferenz mit ihrem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian eröffnen. Frankreich ist außerdem durch Premierminister Manuel Valls und Außenminister Laurent Fabius vertreten.