Außenhandel warnt vor Schäden bei dauerhaften Grenzkontrollen
Berlin (dpa) - Der Außenhandelsverband BGA hat vor gravierenden Folgen für die deutsche Wirtschaft bei möglichen dauerhaften Grenzkontrollen in der EU wegen der Flüchtlingskrise gewarnt. «Wenn wir kein Schengen-Abkommen und keinen gemeinsamen Binnenmarkt mit einem freien Warenverkehr mehr haben, kann auch Deutschland mit seinem Geschäftsmodell einpacken», sagte BGA-Präsident Anton Börner am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Ein Aus für «Schengen» widerspricht voll der europäischen Idee.»Ein Rückfall in den Nationalismus führte zu wachsendem Protektionismus der EU-Saaten. «Die Exportnation Deutschland kann dann ihren Wohlstand nicht mehr erwirtschaften und die Sozialsysteme nicht mehr finanzieren - und zwar auf Jahrzehnte», sagte Börner. Auch das Vertrauen in den Wirtschaftsraum Europa insgesamt würde massiv sinken. «In einem nächsten Schritt würde der Euro zerfallen», warnte der BGA-Chef. «Europa hängt sich an den Nagel.» Der Schaden wäre unkalkulierbar groß und nicht nur an Milliardenkosten durch längere Grenzkontrollen festzumachen.